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Ermittlungen wegen mehrerer Brände bei Münster

Seit Tagen hält ein Waldbrand die Feuerwehr im südhessischen Münster in der Nähe eines ehemaligen Munitionslagers auf Trab. Bereits kurz zuvor hatte es in der Gegend zwei kleinere Waldbrände gegeben. Nun prüft die Polizei einen Zusammenhang.

Der am Samstag in Münster (Darmstadt-Dieburg) ausgebrochene Waldbrand könnte möglicherweise vorsätzlich gelegt worden sein. Wie die Polizei in Darmstadt am Donnerstag mitteilte, ermittelt die Kriminalpolizei in alle Richtungen und sucht Zeugen.

Und das gleich für mehrere Waldbrände, die sich innerhalb eines kurzen Zeitraums nahe dem Groß-Umstädter Ortsteil Dorndiel und auf dem sogenannten "Muna-Gelände" in Münster ereignet haben. Wer in der vergangenen Woche zwischen Mittwoch und Samstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den dortigen Bereichen wahrgenommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Ob die Brände überhaupt zusammenhängen, müsse noch geprüft werden, betonte die Polizei.

Feuerwehr kann Gelände mit Munitionsresten wieder betreten

Die Löscharbeiten in der Nähe des ehemaligen Munitionsdepots in Münster dauern nach Angaben des Kreisbrandinspektors Heiko Schecker voraussichtlich bis Sonntag. Die Situation sei unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Drei Löschhubschrauber, die am Mittwoch im Einsatz waren, und einsetzender Regen hätten die Lage weiter beruhigt. Am Donnerstag sollten die Helikopter nur noch auf Abruf fliegen.

Die Feuerwehr hatte ein Gebiet, in dem Munitionsreste liegen, bislang ausschließlich aus der Luft gelöscht. Mittlerweile ist das Areal laut Schecker soweit abgekühlt, dass Einsatzkräfte es betreten können. Das Gelände werde in der kommenden Woche weiter beobachtet. Insgesamt waren laut Feuerwehr bislang 4.000 Einsatzkräfte von verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort.

Sendung: hr-iNFO, 18.08.2022, 11.00 Uhr

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