Hintergründe, Ergebnisse, Reaktionen: In unserem Ticker informieren wir Sie über alles Wissenswerte zur Bundestagwahl in Hessen.

Es gibt neue Meldungen
Automatisch aktualisieren
  • Top-Thema

    Endergebnis der Bundestagswahl: Niederlage für die CDU

    Der Landeswahlleiter hat am Freitag das endgültige Ergebnis der Bundestagswahl für Hessen bekanntgegeben. Demnach haben zwölf der 23 Parteien ein paar mehr Zweitstimmen erhalten, als durch das vorläufige Ergebnis festgestellt worden war. So erhielt etwa die SPD 161 weitere Stimmen, die CDU 152. Die DKP hingegen verlor 32 Stimmen, bei der Tierschutzpartei wurden 21 abgezogen. Bei rund 3,3 Millionen abgegebenen Stimmen wirkt sich das prozentual praktisch nicht aus. Der Landeswahlleiter geht außerdem davon aus, dass die geringen Abweichungen keine Auswirkungen auf die Sitzverteiung im Bundestag haben werden.

    Die Grafik zeigt ein Säulendiagramm mit dem Ergebnis der Zweitstimmen-Wahl in Hessen: SPD 27,6%, CDU 22,8%, Grüne 15,8%, FDP 12, 8%, AfD 8,8%, Linke 4,3%, Andere 7,9%.
  • Top-Thema

    Deshalb haben viele junge Menschen FDP gewählt

    Fast jede vierte Stimme der Erstwählerinnen und Erstwähler ging an die FDP. Damit liegt sie auch zur eigenen Überraschung gleichauf mit Grünen. Beide Parteien punkten mit demselben Thema – aber doch ganz unterschiedlich.

  • Desaster für Die Linke in Hessen

    Die Linke hat bei der Bundestagswahl in Hessen noch schlechter abgeschnitten als bundesweit: Mit nur 4,3 Prozent wurde sie hier gewählt. Woran lag das?

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Desaster für Die Linke in Hessen

    hessenschau vom 28.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Top-Thema

    Junge Union in Hessen fordert Erneuerung der CDU

    Der hessische Landesvorsitzende der Jungen Union (JU), Sebastian Sommer, hat wegen des schlechten Abschneidens der CDU bei der Bundestagswahl eine Erneuerung der Partei auf allen Ebenen gefordert. Diese sei "unumgänglich", sagte er der Frankfurter Rundschau. "Die Wahl hat gezeigt: Es reicht nicht, auf unsere erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre zu verweisen." Die CDU brauche eine Vision, die weit ins nächste Jahrzehnt hineinreiche.

    Das betrifft Sommers Meinung nach landespolitische Kernthemen wie Bildung, Digitalisierung, innere Sicherheit und Fragen der Nachhaltigkeit. Intern diskutiert die hessische CDU laut Sommer gerade darüber, wie und wann der Übergang vom Landeschef und Ministerpräsidenten Volker Bouffier zu einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin organisiert werden soll.

    JU-Landeschef Sebastian Sommer
  • Top-Thema

    Büger löst Lenders als FDP-Geschäftsführer ab

    Matthias Büger bei einem Landesparteitag im Jahr 2019.

    Der Fuldaer FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders ist über die Landesliste in den Bundestag gewählt worden. Sein Amt als parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion gab er deshalb ab, wie die Liberalen am Dienstag mitteilten. Zu seinem Nachfolger wählte die Fraktion den Abgeordneten Matthias Büger aus Wetzlar. Der Mathematiker sagte, er wolle das Profil der Partei schärfen und die Kernthemen wie Wirtschaft, Bildung und Digitalisierung herausstellen.

    Lenders war seit 2017 Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Während des Bundestagswahlkampfs war er in die Negativschlagzeilen geraten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Liberalen wegen des Verdachts der Untreue. Es geht um die Frage, ob Lenders Wahlkampf mit Steuergeldern betrieben hat.

    Sein Landtagsmandat wird Lenders zum 25. Oktober niederlegen. Für ihn wird Lisa Deißler aus Marburg in den hessischen Landtag nachrücken.

  • Volt freut sich über 0,4 Prozent

    Die junge Partei Volt trat zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl an. Nach eigenen Angaben wählten über 165.000 Wählerinnen und Wähler die Partei. "Dieses Ergebnis ist unser erster Achtungserfolg auf Bundesebene. 0,4 Prozent sind zwar nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft haben, aber Politik ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon", sagte die Parteivorsitzende Friederike Schier. Ihre Partei sei erstmals in allen 16 Bundesländern zur Wahl angetreten.

    In Frankfurt holte die Newcomer-Partei, die gesamteuropäische Ziele verfolgt, eine überdurchschnittliche Anzahl der Stimmen. Volt ist dort demnach besonders bei jüngeren Menschen beliebt. Sie erzielte etwa in der Altersklasse von 25 bis 34 3,2 Prozent, wie ein Sprecher von Volt Frankfurt mitteilte. Dort sitzt die Partei bereits im Stadtparlament.

  • Top-Thema

    Wahlergebnis führt zu Sorgen in der Wirtschaft

    "Höhere Steuern, Fesseln, Zwänge" - das Ergebnis der Bundestagswahl löst bei Hessens Wirtschaftsvertretern Befürchtungen aus. Unternehmerverbände warnen bereits vor einem wirtschaftsfeindlichen Kurs. Die Gewerkschaften sehen der Regierungsbildung in Berlin dagegen gelassener entgegen.

    Bundestagswahl Ergebnisse Land Hessen Ergebnis
  • Bundestagswahl – Reaktionen aus Hessen

    Drei Bundestagswahlen lang war Hessen eine sichere Bank für die CDU. Jetzt liegt sie im Landesergebnis deutlich hinter der SPD - und prominente Christdemokraten verlieren ihr Wahlkreismandat. Reaktionen aus Hessen im Video:

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Bundestagswahl – Reaktionen aus Hessen

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Kommentar zur Wahl von Ute Wellstein

    Ein Kommentar zur Bundestagswahl von Ute Wellstein, der Leiterin des Landtagsstudios in Wiesbaden.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Meinung: Auch Hessen-CDU muss Ablösung fürchten

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Michael Roth (SPD): "Union ist krachend gescheitert"

    Die SPD hat alle überholt - wenn auch knapp: Für den hessischen Spitzenkandidaten Michael Roth aber ist es ein deutlicher Sieg. Vor Kurzem sei die SPD noch belächelt worden, weil sie überhaupt einen Kanzlerkandidaten aufstellte - sagt er im Interview:

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Michael Roth (SPD): "Union ist krachend gescheitert"

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Top-Thema

    Bouffier: "Wir sind erst einmal nicht gefragt"

    Für Ministerpräsident Volker Bouffier leitet sich aus dem Ergebnis der Bundestagswahl kein Regierungsauftrag für die CDU ab. "Wir haben verstanden", sagte er am Montagabend in der hessenschau. "Das Ergebnis tut weh", betonte er. Das sei völlig klar. Und: "Am Ende ist es so: Aus diesem Ergebnis kann man keinen Regierungsauftrag ableiten." Umgekehrt gelte aber auch: "Wenn wir gefragt sind, dann werden wir unsere Verantwortung wahrnehmen."

    Zunächst müssten sich nun Grüne und FDP entscheiden, ob sie zusammenfinden und wie es dann weitergeht. "Wir sind jetzt erst einmal nicht gefragt", sagte Bouffier. Die CDU habe nun zwei Aufgaben: "Wir müssen uns auf der einen Seite in der Partei beraten und schauen, was die Gründe für die Niederlage waren." Da komme eine Menge zusammen.

    Auf der anderen Seite sei Disziplin gefragt: "Wir wollen Volkspartei bleiben und an der Gestaltung dieses Landes auch in Zukunft mitarbeiten." Er bereue es nicht, Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten gemacht zu haben: "Wir haben dafür gute Gründe gehabt", betonte Bouffier. Der Partei habe es in der Frage aber an Geschlossenheit gefehlt. Zu dem habe Laschet es nicht geschafft, "seine Stärken rüberzubringen" etwa angesichts der Flutkatastrophe im Ahrtal. An einer Erneuerung der Partei will sich Bouffier beteiligen. Dafür sei er in den Bundesvorstand gewählt.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Nach der Wahl – Gespräch mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU)

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Ein Blick auf die Wählerwanderungen

    Wo kommen die Stimmen für die SPD aber auch die Grünen und die FDP her? Welche Stimmen haben sie stark gemacht? Und was bedeutet die Wahl für die Hessen-CDU? Einschätzungen und Erklärungen einen Tag nach der Wahl.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Wählerwanderung bei der SPD

    hessenschau von 16:45 Uhr vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Grüne und FDP werden jetzt zum "Königsmacher"

    Auf die Grünen und die FDP kommt es jetzt an. Sie haben die Macht entweder Olaf Scholz (SPD) oder Armin Laschet (CDU) zum Kanzler zu machen. Wo können und wollen die Parteien Kompromisse machen?

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Grüne und FDP werden zum Königsmacher

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • SPD-Newcomer aus Hessen

    Armond Zorn von der SPD Frankfurt und Melanie Wegling von der SPD in Groß-Gerau haben je ein Direktmandat geholt - zwei neue, junge Abgeordnete für den Bundestag aus Hessen.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video SPD-Newcomer aus Hessen

    hessenschau vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Welcher "Kanzleranwärter" setzt sich durch?

    Die SPD hat bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen gewonnen. Doch auch die CDU hat je nach Bündnis die Möglichkeit zur Macht. Auch in Hessen wird diskutiert wer sich durchsetzt und den Kanzler stellt. Für die Generalsekretäre der Parteien ist - wenig verwunderlich - der jeweilige Kandidat der Favorit.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Welcher "Kanzleranwärter" setzt sich durch?

    hessenschau von 16:45 Uhr vom 27.09.2021
    Ende des Videobeitrags
  • Top-Thema

    Ex-Justizminister Wagner: "Wir brauchen einen Neustart"

    CDU-Chef Armin Laschet sollte aus Sicht des früheren hessischen Justizministers Christean Wagner die Verantwortung für das Debakel bei der Bundestagswahl übernehmen. "Wir brauchen einen Neustart, personell wie inhaltlich", sagte der Mitgründer des konservativen Berliner Kreises in der Union der "Heilbronner Stimme".

    Der steile Absturz auf das historische Tief von 24,1 Prozent sei selbst verschuldet, sagte Wagner. Gefehlt hätten eine klare Strategie, klare inhaltliche Orientierung und ein klares Personalkonzept. "Und wir hatten nicht den richtigen Kandidaten an die Spitze gestellt", sagte der frühere Fraktionschef im hessischen Landtag.

    "Nach einem solchem historischen Debakel wäre eine Erneuerung auch im Präsidium angebracht, in dem man zum Teil massiv gegen den Willen der Basis versucht hat, Armin Laschet als Kandidaten durchzusetzen, um Markus Söder und Friedrich Merz zu verhindern." Für Wagner ist auch klar: "Mit Söder und Merz hätten wir ein erheblich besseres Ergebnis erzielt."

    Temposünder - Christean Wagner
  • Top-Thema

    Die Hochburgen der Parteien

    Bei vergangenen Bundestagswahlen konnten die Parteien in bestimmten Regionen Hessens besonders punkten: die CDU im Osten, die SPD im Norden, Grüne und Linke in den größeren Städten. Wie sah es diesmal aus?

    • Die SPD hat wieder im Norden gepunktet. Im Regierungsbezirk Kassel beträgt der Vorsprung bei den Zweitstimmen auf die CDU fast 10 Prozentpunkte (32,5 Prozent zu 22,9 Prozent). Besonders stark schnitten die Sozialdemokraten im Wahlkreis Werra-Meißner-Hersfeld-Rotenburg ab. Die dort erzielten 37,7 Prozent bedeuten diesmal den höchsten Zweitstimmenanteil einer Partei in einem hessischen Wahlkreis. Landesweit holte die SPD 27,6 Prozent.
    • Die CDU konnte sich ebenfalls auf angestammte Gebiete verlassen, trotz deutlicher Verluste. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie im Wahlkreis Fulda mit 31,1 Prozent bei 22,8 Prozent in ganz Hessen.
    • Die Grünen, in städtischen Gebieten stark, hatten ihre Hochburg erwartungsgemäß in Frankfurt: 25,6 Prozent im Wahlkreis Frankfurt II bedeuten das beste Wahlkreisergebnis - bei einem Gesamtergebnis von 15,8 Prozent in Hessen.
    • Die FDP erreichte ihren Höchstwert im Wahlkreis Main-Taunus mit 16,9 Prozent der Zweitstimmen bei hessenweit 12,8 Prozent.
    • Die AfD schnitt ebenfalls im Wahlkreis Fulda am erfolgreichsten ab mit 13,3 Prozent der Zweitstimmen (8,8 Prozent Landesdurchschnitt). Dort war der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann als Kandidat für sie angetreten.
    • Die Linke hatte es bei der Bundestagswahl schwer - das beste Ergebnis in einem hessischen Wahlkreis waren die 7,2 Prozent im Wahlkreis Frankfurt am Main I. In ganz Hessen schaffte die Linke am Ende lediglich 4,3 Prozent.
  • Kritik an Bundesspitze aus Fuldaer CDU

    Aus der Fuldaer CDU kommt am Tag nach den historischen Verlusten der CDU Kritik an der Parteispitze in Berlin. Dem Kandidaten Armin Laschet mache er keinen Vorwurf, dass dieser sich falsch verkauft habe, sagte etwa der Stadtverordnete Walter Krah dem hr. "Aber ich mache denjenigen einen Vorwurf, die ihn auf das Gleis gesetzt haben, die gegen viele Stimmen innerhalb der Partei und die Tendenz draußen in der Bevölkerung gesagt haben: Du wirst das machen." Mit CSU-Chef Markus Söder hätte die Partei vier bis fünf Prozent mehr eingefahren, sagte Krah.

    Auch der stellvertretende Vorsitzende der Fuldaer CDU-Fraktion, Michael Ruppel, glaubt: "Mit Markus Söder hätten wir 30 plus geschafft." Wichtig sei jetzt, sich inhaltlich und personell zu erneuern. Armin Laschet sei ein hervorragender Ministerpräsident, dessen rheinische Frohnatur über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus aber nur wenige Anhänger gefunden habe. Das habe sich in den Umfragen und auch in den Triells gezeigt: Laschet sei argumentativ auf Augenhöhe gewesen, aber "die Wirkung seiner Person auf das Wählervolk war sehr sehr beschränkt."

    Für Johannes Groß, CDU-Politiker der Fuldaer Nachbargemeinde Künzell hat ein geschlossenes Auftreten der Parteispitze gefehlt. Grabenkämpfe und Diskussionen über den Austausch des Spitzenkandidaten hätten Zweifel an der dessen Eignung geweckt.

  • Weitere Reaktionen von FDP und Linken

    Der hessische FDP-Generalsekretär Moritz Promny freut sich nach der Wahl über "ein sehr gutes Ergebnis". Er betonte am Montag in Wiesbaden, dass seine Partei besonders bei Erstwählern erfolgreich abgeschnitten habe. Promny sieht nach eigenen Worten bei der Koalitionsfrage auch historisch bedingt das "Pendel etwas mehr in Richtung Union".

    Der Landesvorsitzende der Linken, Jan Schalauske, sprach von einem "katastrophalen Ergebnis" seiner Partei. Die Linke sei nun in einer existenziellen Situation und müsse die Gründe für die schlechten Zahlen aufarbeiten.

  • Osthessische AfD-Größe Hohmann verpasst Bundestagseinzug

    Martin Hohmann (73) von der AfD hat den Einzug in den Bundestag verpasst. Das Direktmandat ging im Wahlkreis 174 (Fulda-Lauterbach) erwartungsgemäß an Michael Brand von der CDU (38,1 Prozent Erststimmen). Hohmann erhielt 15,2 Prozent. Hoffnungen machte durfte sich der polarisierende Politiker aus Neuhof (Fulda) allerdings über einen Listenplatz nach Berlin zu kommen - doch das misslang. Hohmanns Listenplatz sechs reichte nicht, weil die AfD in Hessen nur fünf Mandate erzielte.

    Der Ex-CDU-Politiker Hohmann war von 1998 bis 2003 im Bundestag und seit 2017 für die AfD. 2017 war er über die Landesliste der Partei gewählt worden. Seine politischen Wurzeln liegen zwar bei der Union, doch wegen einer als antisemitisch kritisierten Rede wurde er 2004 als Bundestagsabgeordneter und dann auch aus der CDU ausgeschlossen. Hohmann fühlte sich missverstanden, seine Klage gegen den Ausschluss scheiterte jedoch. 2016 wechselte er zur AfD. Dort verschaffte er der Partei Rückwind. Die hessische AfD-Hochburg lag mit 22 Prozent bei der Bundestagswahl 2017 in Neuhof.

    Martin Hohmann 2004 in Neuhof (Fulda)
  • Top-Thema

    Das sind alle 22 Direktkandidaten

    Hessen hat gewählt - und diese Männer und Frauen in den 22 Wahlkreisen des Landes mit der Erststimme nach Berlin geschickt. Es zeigt sich: Rot ist das neue Schwarz. Das sind die 22 hessischen Direktkandidaten.

    Bildergalerie

    Bildergalerie

    zur Bildergalerie Alle 22 Direktkandidaten aus Hessen

    Ende der Bildergalerie
  • Kreisverband Frankfurter Grüne: "Da war mehr drin"

    Der Kreisverband der Frankfurter Grünen zeigt sich zufrieden damit, "dass wir das vierte Mal in Folge stärkste Kraft in Frankfurt geworden sind", sagte Vorstandssprecher Daniel Frank am Montag in Frankfurt. Stolz sei der Verband vor allem auf das erste hessische Direktmandat von Omid Nouripour. Von zwei Frankfurtern im Bundestag könne die Stadt, aber auch der Verband profitieren.

    "Nicht so zufrieden" seien die Frankfurter Grünen mit dem Gesamtergebnis in Deutschland: "Da war mehr drin, da haben wir uns auch mehr versprochen."

    "Eigentlich fühlen wir uns glaube ich doch ganz gut nach der ersten Ernüchterung", sagte der Grünen-Landesvorsitzende Philip Krämer. Die Grünen seien im Bund nun ausschlaggebend, in welche Richtung sich die Politik entwickele. Dies bringe die Partei in eine Position, ihre Inhalte prominent setzen zu können.

    Krämer betonte, dass es bei den Koalitionsverhandlungen vorrangig um Klimapolitik gehen müsse. Beispielsweise sei der Kohleausstieg 2038 zu spät.

  • CDU-Generalsekretär: Wahlergebnis ist "schwer verträglich"

    Der Generalsekretär der hessischen CDU, Manfred Pentz, hat den Ausgang der Bundestagswahl für seine Partei als "schwer verträgliches Ergebnis" bezeichnet. Die hessische CDU sei "alles andere als zufrieden", sagte er am Montag in Wiesbaden. Zu Fragen nach den Auswirkungen des Ergebnisses auf Hessen und auf die Zukunft von CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier antwortete Pentz ausweichend. Es gehe um die Bundestagswahl - die Landtagswahl stehe erst in zweieinhalb Jahren an, sagte er.

    Bouffier sei gewählt, er mache seine Arbeit besonnen und die Koalition mit den Grünen funktioniere sehr solide, sagte der Generalsekretär. "Deswegen gibt es hier überhaupt keinen Diskussionspunkt." Die CDU hat bei der Bundestagswahl in Hessen 8,1 Prozentpunkt verloren und liegt laut dem vorläufigen Endergebnis mit 22,8 Prozent der Stimmen deutlich hinter der SPD.

    Manfred Pentz steht an einem Rednerpult
  • Industrie- und Handelskammern fordern zügige Regierungsbildung

    Die hessische Wirtschaft fordert eine zügige und zielorientierte Bildung der neuen Bundesregierung. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne sich keine Hängepartie leisten, betonte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), am Montag in Wiesbaden. Die Wirtschaft brauche Planungssicherheit und eine aktive, zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik.

    Die künftigen Koalitionspartner müssten die Bedingungen für Unternehmen verbessern sowie eine wettbewerbsfähige Klimapolitik, steuerliche Entlastungen und mehr Investitionen in die Infrastruktur ermöglichen, erklärte Flammer. Die Unternehmen dürften mit der neuen Bundesregierung keiner politischen Belastungsprobe unterzogen werden. "Sie brauchen unternehmerischen Freiraum, nicht regulatorische Enge."

  • AfD-Kandidat Schenk: In Frankfurt "recht achtbar geschlagen"

    Die AfD hat bei der Bundestagswahl 10,3 Prozent der Stimmen geholt - ein Verlust von 2,3 Prozentpunkten im Vergleich zu 2017. In Frankfurt bekam die AfD 5,1 Prozent der Zweitstimmen, also deutlich weniger als im Bund und auch in Hessen (8,8 Prozent). Der Frankfurter AfD-Spitzenkandidat Patrick Schenk konstatierte im Gespräch mit dem hr: "Das Wahlergebnis entspricht im Wesentlichen dem, wovon nach den Prognosen und Hochrechnungen ausgegangen werden musste."

    Schenk, der nach dem vorläufigen Endergebnis nicht in den Bundestag einziehen wird, sagte weiter: "Die AfD hat sich in einem für sie schwierigen Wahlkampf und einem noch schwierigeren Umfeld in Frankfurt doch recht achtbar geschlagen."