Die Lilien-Mannschaft in Freiburg vor der Kurve.

Gemischte Emotionen nach dem Remis bei Darmstadt 98: Torsten Lieberknecht freute sich über seine Rückkehr, Alexander Brunst über sein Debüt. Alle bangen um Christoph Zimmermann, mit dem Remis kann man ganz gut leben.

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Die komplette Lilien-PK nach dem Spiel in Freiburg

Darmstadts Cheftrainer Torsten Lieberknecht auf einer Pressekonferenz.
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Darmstadt 98 holt ein 1:1 beim SC Freiburg. Nach der Partie gehen die Stimmen auseinander: War nun der SC oder doch Darmstadt näher an den drei Punkten?

Torsten Lieberknecht: "Ich habe mich tierisch gefreut, heute wieder Teil eines aktiven Fußballspiels zu sein. Das ist das zweite Spiel hintereinander ohne Niederlage. Das ist für uns ein guter Punkt. Wir haben eine gute Stabilität gezeigt und gehen mit einem schön rausgespielten Tor in Führung. Dann bekommen wir ein doofes Gegentor, was wir eigentlich klären können. In der zweiten Halbzeit waren die Freiburger überlegen, aber ich hatte das Gefühl, dass wir die besseren Chancen auf den Lucky Punch hatten. Christoph Zimmermann ist im Krankenhaus. Er hat eine Riesen-Risswunde an der Achillessehne, die wohl nicht nur lang, sondern auch tief ist."

Alexander Brunst: "Heute ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe zehn Jahre Anlaufzeit für mein Bundesliga-Debüt gebraucht, habe aber nie dran gezweifelt und hart dran gearbeitet. Es hat schon mehr gekribbelt als vor dem Zweitliga-Debüt. Hier einen Punkt zu holen, das schafft nicht jeder. Es ist mein Job, da zu sein, aber ich habe mich gefreut, meinen Teil zum Punktgewinn beigetragen zu haben. Die Jungs haben es mir aber auch einfach gemacht. Wir sind einfach ein geiles Team und ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten werden."

Carsten Wehlmann (bei Sky): "Es war ein verdienter Punktgewinn. Ich glaube, aufgrund der besseren Chancen hätten wir sogar mehr mitnehmen können. Ein Sieg wäre möglich gewesen. Aber deswegen ärgern wir uns nicht, sondern freuen uns über den Punkt bei einem Europapokalteilnehmer. Bei Christoph Zimmermann ist es eine große Risswunde am Knöchel. Es soll nicht gut ausgesehen haben. Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ausgeht."

Lucas Höler (SC Freiburg): „Ich bin glücklich über mein Tor, aber unser Anspruch ist, hier Zuhause zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft, deshalb ist es ein blödes Gefühl. Es war klar, dass es ein kampfbetontes Spiel wird. Wir haben in der ersten Halbzeit auch spielerisch ganz gute Akzente gesetzt. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir nicht zwingend genug. Und wenn wir Pech haben, kann das auch noch anders ausgehen.“

Jochen Saier (Sportdirektor SC Freiburg, Sky): "Es war ein komisches Spiel: Darmstadt geht mit der ersten guten Aktion in Führung - und das mit so einem abgefälschtem Ei. Wir mussten uns schütteln, waren dann aber wieder drin. Die zweite Halbzeit verlief offener, weil wir es nicht gut genug zu Ende gespielt haben. Ich finde, wir waren einen Tick näher am Sieg."

Michael Gregoritsch (SC Freiburg): "Darmstadt steht sehr tief und verteidigt das gut. Da ist es als alleinige Spitze schon sehr schwer. Da fehlte die Genauigkeit bei uns. Unser Anspruch ist es, zu Hause zu gewinnen. Es läuft nicht so wie in den vergangenen beiden Saisons. (zu Zimmermanns Verletzung, bei Sky) Es tut mir sehr leid für ihn, aber ich kann in dieser Situation nichts dafür. Ich habe die Wunde gesehen und es hat nicht gut ausgeschaut. Ich werde mich auf jeden Fall noch einmal persönlich melden bei ihm."