Eintracht II gegen OFC Frankfurter Polizei in Derby-Alarmbereitschaft

Das Regionalliga-Derby zwischen der U21 von Eintracht Frankfurt und den Offenbacher Kickers stellt die Frankfurter Polizei vor die nächste Herausforderung. Die Rivalität beider Clubs ist groß, Hinweise auf Krawalle gibt es aktuell aber nicht.

Polizei im Stadion der Offenbacher Kickers
Die Polizei beim Hinspiel zwischen dem OFC und der Eintracht. Bild © Imago Images
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Nach Krawallen vor Eintracht-Spiel – Polizei rechtfertigt Einsatz

Stefan Müller vom Polizeipräsidium Frankfurt
Bild © hr
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Auch die Frankfurter Polizei befindet sich aktuell in einer englischen Woche. Nach den vielfach diskutierten Auseinandersetzungen mit Fans von Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag und dem friedlich verlaufenen Großeinsatz rund um das Conference-League-Spiel der Hessen gegen PAOK Saloniki am Donnerstag steht am Sonntag (18 Uhr) das nächste Risikospiel auf dem Programm. Die U21 von Eintracht Frankfurt empfängt Kickers Offenbach, ausgetragen wird das Derby im Stadion des FSV Frankfurt am Bornheimer Hang.

"Die Partie wurde im Vorfeld und nach Rücksprache mit allen Beteiligten als Risikospiel eingestuft", teilte die Polizei auf hr-sport-Anfrage mit. Der OFC trifft in der Regionalliga Südwest zwar "nur" auf die zweite Mannschaft der Eintracht. Die jahrzehntelange Rivalität beider Clubs sei aber immer noch immens, hieß es. Erkenntnisse, dass es rund um die Partie zu Störungen kommen wird, liegen aktuell nicht vor. "Dennoch ist dies nicht gänzlich auszuschließen." Die Polizei ist in Alarmbereitschaft.

Eintracht spielt parallel zum Derby

Damit es rund um das prestigeträchtige Derby ruhig bleibt und der Sport im Mittelpunkt steht, wurden im Vorfeld bereits einige Vorkehrungen getroffen. Dass die Partie am Sonntagabend – und damit fast zeitgleich mit dem Auswärtsspiel der Frankfurter Bundesliga-Mannschaft in Augsburg (19.30 Uhr) – stattfindet, ist natürlich kein Zufall. Die Frankfurter Polizei hinterlegte diesen Wunsch bei der Landesinformationsstelle für Sporteinsätze (LIS), die Spieltags-Planer der Regionalliga kamen diesem Anliegen nach.

Heißt: Der Großteil der aktiven Frankfurter Fanszene, und damit laut Polizei auch "das Gros der Problemfan-Szene", wird sich am Sonntagabend ungefähr 360 Kilometer von Frankfurt entfernt befinden. Das zumindest ist das Ergebnis mehrerer Gespräche zwischen Polizei und Vereinsvertretern.

Eintracht zieht ins FSV-Stadion

Hinzukommt, dass die Eintracht, die ihre Heimspiele normalerweise in Dreieich austrägt, für dieses Spiel umzieht und im Stadion des FSV Unterschlupf bekommt. In der deutlich größeren Arena am Bornheimer Hang, die noch lange nicht ausverkauft ist, gibt es genug Platz für alle Auswärtsfans und somit einfachere Arbeitsbedingungen für alle Beamten. Wie viele Einsatzkräfte vor Ort sein werden, verriet die Polizei nicht. Wie bei Risikospielen üblich, wird aber ein Großaufgebot im Einsatz sein.

Weiter geht es für die Frankfurter Polizei dann eine Woche später mit dem Bundesliga-Heimspiel der Eintracht gegen Bayern München. Diese Duelle, so war es zumindest in der Vergangenheit, sind aber wohl eher sportlich eine große Herausforderung.

Quelle: hessenschau.de/Mark Weidenfeller