Neuzugang macht Eintracht flexibler Philipp Max: Das fehlende Puzzlestück

Last-Minute-Neuzugang Philipp Max schließt eine Lücke in der Startformation von Eintracht Frankfurt. Was bedeutet das für die Statik des Spiels, und wer muss für ihn weichen?

Philipp Max bei seinem ersten Training in Frankfurt
Philipp Max bei seinem ersten Training in Frankfurt Bild © Imago Images
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Eintracht Frankfurt hat einen neuen Mann für die linke Seite: Philipp Max, ausgeliehen aus Eindhoven, soll der neue Schienenspieler im Team von Oliver Glasner sein.

Linke Seite war das Sorgenkind

Nach dem Abgang von Filip Kostic im Sommer war die linke Seite das Sorgenkind der Frankfurter. Gingen zuvor die meisten Angriffe über links, verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die Mitte und nach rechts. Das lag auch daran, dass kein adäquater Ersatz verpflichtet wurde.

Der von Turin ausgeliehene Luca Pellegrini wurde zum Teilzeit-Arbeiter - immer wieder verletzt und mit schwankenden Leistungen. 14 Mal stand er für die Eintracht auf dem Platz, meist abwechselnd mit dem anderen etatmäßigen Linksverteidiger Christopher Lenz (16 Einsätze), der ebenfalls immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Das Kapitel Pellegrini wurde am Dienstagabend vorzeitig beendet.

Knauff kann zurück auf rechts wechseln

Mit Max hat die Eintracht nun also einen potenziellen Stammspieler auf links, der das Team laut Sportvorstand Markus Krösche "noch variabler und flexibler macht". Ansgar Knauff, der zuletzt immer wieder dort ausgeholfen hatte, kann damit auf seine angestammte rechte Seite zurückkehren und dort seine Stärken ausspielen.

Und wo bei Max wie bei Lenz "Linksverteidiger" draufsteht, ist noch einiges mehr drin: Auch das Dasein als Schienenspieler ist ihm nicht fremd, schon zu seiner Zeit in Augsburg war er gelegentlich in etwas offensiverer Position unterwegs - ebenso wie bei zwei seiner drei Länderspieleinsätze im Jahr 2020. Das könnte ihm nun auch in der Eintracht-Fünferkette blühen.

Nicht mehr nur durch die Mitte

Trainer Glasner hätte zudem auf beiden Seiten Backups für eine defensivere Ausrichtung: Auf rechts Aurélio Buta, auf links Lenz. In der Abwehrmitte hatte der Coach sein Aufstellung kürzlich auf ähnliche Art an den Gegner angepasst, als er den kopfballstarken Hrvoje Smolcic gegen die vermeintlich spielstarken Bayern durch Stratege Makoto Hasebe ersetzte.

Offensiv soll mit Max und Knauff das Gleichgewicht auf den Seiten hergestellt werden, das Spiel würde für den Gegner noch schwerer auszurechnen sein. Von Max werden zudem Flanken erwartet, die es nach dem Kostic-Abgang kaum noch gegeben hatte: Von der Mannschaft mit den viertmeisten Flanken in der vergangenen Saison ist die Eintracht in der laufenden Spielzeit zur Nummer 16 der Bundesliga geworden, Glasner bevorzugt aktuell das Spiel durch die Mitte. Aber auch das über links könnte nun dank des Max-Transfers am Deadline Day wieder angekurbelt werden.

Quelle: hessenschau.de/Sonja Riegel