Hrvoje Smolcic von Eintracht Frankfurt

Die Frankfurter Eintracht verschlankt ihren Kader. Auch Hrvoje Smolcic wird den hessischen Bundesligisten verlassen - wie so viele auf Leihbasis für eine Saison.

Audiobeitrag

Audio

Eintracht-Verteidiger Smolcic wechselt nach Linz

Hrvoje Smolcic im Spiel gegen Aberdeen.
Ende des Audiobeitrags

Und der Nächste bitte! Eintracht Frankfurt setzt den Verleih-Marathon fort und gibt auch Innenverteidiger Hrvoje Smolcic vorübergehend an einen anderen Club ab. Der junge Kroate schließt sich kommende Saison dem österreichischen Erstligisten Linzer ASK an.

"Für Hrvoje war Eintracht Frankfurt die erste Station im Ausland, in den vergangenen zwei Jahren hat er sich bei uns stets weiterentwickelt", verabschiedet Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche den 23-Jährigen mit wohlfeilen Worten: "Er ist ein technisch und im Zweikampf sowie Kopfballspiel starker Spieler, der sich im Training wie in Spielen immer in den Dienst der Mannschaft stellt." Den Durchbruch bei den Hessen hat er dennoch nicht gepackt.

Kein Vorbeikommen an Ndicka und Pacho

Erst kam Smolcic nicht an Evan Ndicka vorbei, dann ebenso wenig an dessen Nachfolger Willian Pacho. "Er ist noch jung und soll in der kommenden Saison in Linz den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen – dafür ist regelmäßige Spielzeit enorm wichtig", sagt Krösche.

LASK-Sportchef Radovan Vujanovic schwärmt ebenfalls von Smoclic: "Es erfüllt uns mit großer Freude, einen Spieler seiner Klasse für den LASK gewonnen zu haben. Hrvoje hat bereits auf höchstem Niveau in der Champions League und in der deutschen Bundesliga seine Qualitäten unter Beweis gestellt."  

Rein fußballerisch bringt Smolcic einiges mit, um auch in der Bundesliga zu einem gestandenen Profi zu werden, im direkten Zweikampf und in der Luft ist das alles schon in Ordnung. Bloß blieben auch die Defizite des 23-Jährigen seit seiner Ankunft in Frankfurt im Sommer 2022 nicht verborgen.

Smolcic mit deutlichem Tempodefizit

Zum einen ist Smolcic nicht gerade der Schnellste auf den Beinen, im Gegenteil sogar. Zum anderen begeht er zu viele simple Fehler. Schon Trainer Oliver Glasner kritisierte den Verteidiger nach einem Auftritt bei Union Berlin recht deutlich.

Das machte dessen Nachfolger Dino Toppmöller zwar nicht, kapitale Schnitzer - etwa in Helsinki oder Köln - kosteten Smolcic aber auch Toppmöllers Vertrauen. In der vergangenen Saison kam er nur auf elf Bundesliga-Einsätze. Er ist damit nach Jessic Ngankam und Paxten Aaronson sowie Elias Baum der nächste Profi, der die Eintracht mindestens für ein Leih-Jahr verlässt. Weitere Spieler werden folgen.