Markus Krösche

Markus Krösche blickt im hr-Interview nur kurz zurück, ehe es um die anstehenden Pflichtaufgaben und Highlight-Spiele geht. Bei Verhandlungen mit Spielern setzt der Sportvorstand vor allem auf eine Karte.

Audiobeitrag

Podcast

Krösche: "Noch besser werden, um gut zu bleiben"

Ende des Audiobeitrags

Glaubwürdigkeit – für Markus Krösche ein wichtiger Baustein bei Vertragsgesprächen und Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen. "Durch Glaubwürdigkeit stärkst du das Interesse, dass Spieler zur Eintracht kommen wollen", sagt der Frankfurter Sportvorstand im hr-Gespräch. "Wenn wir Spieler von Eintracht Frankfurt überzeugen wollen, erzählen wir ihnen, was wir vorhaben." Das müsse dann auch eingehalten werden, so Krösche. Den Podcast "Das Interview" können Sie hier abrufen. Die wichtigsten Aussagen des hr-iNFO-Gesprächs gibt's hier zum Nachlesen.

Das sagt Markus Krösche über…

… einen Moment, der ihm in seinen eineinhalb Jahren in Frankfurt besonders in Erinnerung geblieben ist:

"Viele würden jetzt den Europa-League-Sieg nennen. Aber für mich ist es der Moment, in dem wir ins Achtelfinale der Champions League eingezogen sind. Das ist für mich und den Club etwas extrem Außergewöhnliches. Dass du in deiner ersten Champions-League-Saison in einer schwierigen Gruppe mit einer unerfahrenen Mannschaft, zumindest was die Champions League angeht, ins Achtelfinale einziehst, das war für mich der Moment, der wirklich außergewöhnlich war."

… die SSC Neapel:

"Natürlich ist Neapel eine sehr gute Mannschaft, aber unser Ziel ist trotzdem, ins Viertelfinale einzuziehen. Als wir im letzten Jahr in der Europa League gegen Barcelona gespielt haben, haben 99,9 Prozent der Menschen gesagt: 'Jetzt ist es zu Ende'. Und wir haben es trotzdem geschafft. Das sehe ich jetzt genauso. Neapel hat eine gute Mannschaft, aber die haben wir auch. Und es ist nicht so angenehm gegen uns zu spielen."

... die Finanzen der Eintracht:

"Natürlich haben wir über den sportlichen Erfolg auch sehr gute Einnahmen gehabt. Aber wir kommen aus Corona-Zeiten, das hat uns schon hart getroffen. Eine so lange Zeit ohne Zuschauer: Das trifft einen Verein wie uns, der fast immer eine hundertprozentige Auslastung hat, schon härter als andere. Wir haben es geschafft, diese Verluste aufzufangen. Aber jetzt geht es darum, diesen Club weiterzuentwickeln. Wir werden dafür kein Harakiri machen. Es geht darum, dass wir langsam und gesund wachsen."

Randal Kolo Muani:

"Ich glaube, wir können ihn noch länger in Frankfurt halten. Natürlich hat Randal eine sehr gute Entwicklung genommen und bei der WM für Furore gesorgt, aber er ist sehr glücklich hier und weiß es zu schätzen, wie wir mit ihm umgehen und wie wir ihm helfen, den nächsten Schritt zu gehen. Er weiß auch, dass er noch in vielen Bereichen noch viel lernen muss und dass er das bei uns in Ruhe machen kann."

… Glaubwürdigkeit:

"Wenn wir Spieler von Eintracht Frankfurt überzeugen wollen, erzählen wir ihnen, was wir vorhaben. Mit der Eintracht, aber auch mit dem Spieler. Wie wir den Spieler in unserem System sehen, wie wir ihn weiterentwickeln und zu einem besseren Spieler machen wollen. Wenn die Spieler sich dann für dich entscheiden, ist es auch wichtig, dass du genau diese Dinge einhältst. Wenn du das nicht tust, sinkt deine Glaubwürdigkeit und es entsteht Unzufriedenheit – und es gibt keine Weiterentwicklung. Wir haben bei all den Spielern, die wir verpflichtet haben, diese Dinge eingehalten. Das Business ist groß, aber doch auch wieder klein. So etwas spricht sich herum und durch diese Glaubwürdigkeit stärkst du das Interesse, dass Spieler zur Eintracht kommen wollen."

… die auslaufenden Verträge von Daichi Kamada und Evan N’Dicka:

"Die Spieler müssen weitreichende Entscheidungen für ihre Zukunft treffen. Wir können ihnen immer nur aufzeigen, wie wir sie sehen und welche Rolle sie bei der Eintracht einnehmen sollen. Dann müssen sie entscheiden. Ich bin aber weiter zuversichtlich, dass wir eine Lösung hinbekommen. Für mich ist immer wichtig, wie ihre Leistungen sind und ob sie fokussiert sind. Beide geben 100 Prozent und beide haben einen sehr großen Anteil an unserem Erfolg. Natürlich ist es immer unglücklich, wenn du einen Spieler ablösefrei verlierst, aber das passiert. Wir sagen ja auch Spielern, dass wir nicht weitermachen und den Vertrag auslaufen lassen. Das gehört im Fußball dazu."

… die Champions-League-Qualifikation über die Bundesliga:

"Wir haben uns durch unsere Leistungen eine gute Ausgangssituation geschaffen. Aber es liegen noch sehr viele Spiele vor uns. Wir haben in diesem Jahr einen großen Schritt gemacht. Jetzt geht es darum, das zu bestätigen. Der Wettbewerb wird härter, das heißt, wir müssen noch besser werden, um gut zu bleiben."

… das Pokal-Derby gegen Darmstadt:

"Darmstadt ist ein richtig guter Gegner. Wir haben natürlich großen Respekt, aber unser Ziel ist es, ins DFB-Pokalfinale zu kommen. Darmstadt ist da der erste Schritt."

Weitere Informationen

Das hr-iNFO-Gespräch mit Markus Krösche führte hr-Reporterin Martina Knief. Im Programm bei hr-iNFO können Sie das 30-Minuten-Interview wie folgt hören:

  • Samstag, 21.1. um 10:05 und 14:05 Uhr
  • Sonntag, 22.1. um 8:35, 14:05 und 17:05 Uhr
  • Dienstag, 24.1. um 21:05 Uhr

hr-iNFO-Podcast "Das Interview"

Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen