Zwischen Baby-Glück und Olympia-Traum Die schnelle Mama trotzt dem Chaos

Gesa Krause gehört zu den schnellsten Müttern Deutschlands. Am Wochenende hat die Läuferin aus Ehringshausen bei den deutschen Hallenmeisterschaften einen Doppelsieg eingefahren. Ein Leben zwischen neuem Glück und alten Zielen.

Gesa Felicitas Krause jubelt und winkt mit den Armen
Krause fuhr bei den Deutschen Hallenmeisterschaften einen Doppelsieg ein. Bild © Imago Images
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Gesa Krause siegt auch über 1.500 Meter

Gesa Krause hebt die rechte Hand in die Luft
Gesa Krause Bild © Imago Images
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Sie kann es noch. Leichtathletin Gesa Krause hat am Wochenende bei deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig erst das Rennen über 3.000 Meter und einen Tag später den Lauf über 1.500 Metern gewonnen. Zweifelsohne: Zehn Monate nach der Geburt von Tochter Lola Emilia war es das perfekte Comeback für die Läuferin aus Ehringshausen (Lahn-Dill-Kreis).

"Es tut gut, wenn man merkt, dass man mit 31 und als Mama noch besser laufen kann", so Krause im Anschluss an den Doppelsieg. Ihr Plan, an ihre alten Leistungen anzuknüpfen, nimmt Formen an. Auch wenn diese Ziele hoch gesteckt sind: Krause wurde 2016 und 2018 Europameisterin.

Doppelsieg, aber scheinbar keine Doppelbelastung

Zu diesem Zeitpunkt war Tochter Lola Emilia noch lange nicht auf der Welt. "Die kleine gibt mir viel Energie. Irgendwie klappt es alles, selbst wenn eine Nacht nicht so perfekt ist. Man lernt eben auch, dass man im Chaos performen kann", verriet Krause in ihrer Insta-Story mit Baby auf dem Arm. Nach Doppelbelastung klingt das weniger. Im Gegenteil.

"Es war die dritte kurze Nacht in Folge", erklärte sie ihre Augenringe und schwenkte dann wieder zum Sportlichen um: "Das Wochenende ist genau so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin natürlich sehr glücklich."

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Mit Tochter Lola Emilia zu Olympia nach Paris?

Noch glücklicher würde Krause wohl die Qualifikation für Olympia machen - das ist ihr gesetztes Ziel. Um beim 3.000 Meter Hindernislauf an den Start gehen zu dürfen, muss sie vorher in dieser Disziplin die Zeit von 9:23,00 Minuten knacken.

Zum Vergleich: Ihre Bestzeit liegt bei 9:03,30 Minuten. Für Krause ist die Marke also machbar. "Ich möchte nochmal bei Olympia dabei sein, und wer mich kennt, der weiß, dass ich da auch im Finale stehen möchte", so Krause selbstbewusst.

Drei Mal war sie bei den Olympischen Spielen bereits dabei. Für eine Medaille reichte es bislang nie. Sollte sich Krause im Sommer 2024 in Paris mit Töchterchen und Energie-Booster Lola Emilia auch noch Edelmetall erlaufen, es wäre das nächste Highlight in der Karriere der Mama Krause.

Quelle: hessenschau.de/Simon Schäfer