Ferien und Ukraine-Krieg Zahl der Arbeitslosen steigt weiter
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Zahl der Arbeitslosen im August gestiegen

Die Sommerferien und die Geflüchteten aus der Ukraine wirken sich weiter auf die Beschäftigung in Hessen aus. Die Zahl der Arbeitslosen steigt. Gleichzeitig gibt es zehntausende offene Stellen.
Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen hat weiter zugenommen. Wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, waren im August 175.958 Menschen arbeitslos gemeldet - gut 8.860 mehr als noch im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 4,9 auf 5,1 Prozent.
Über 55.000 offene Stellen
Eigentlich suchten die Unternehmen nach wie vor dringend Fachkräfte, sagt der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin. Landesweit sind demnach 55.400 offene Stellen gemeldet, zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Dass die Arbeitslosigkeit trotzdem gestiegen ist, liegt laut Martin zum einen an den Sommerferien. In dieser Zeit stellen Unternehmen üblicherweise weniger ein.
Zum anderen tauchen immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine in der Statistik auf. Viele von ihnen müssen Martin zufolge jetzt Sprachkurse besuchen, da die meisten kein Deutsch könnten. Ziel sei es, ihnen möglichst bald Arbeitsplatz zu vermitteln, der ihrer Ausbildung entspricht.
Im vergangenen Monat wurden sie erstmals in der Arbeitsmarktstatistik erfasst, da sie seit Juni nicht mehr den Kommunen, sondern den Jobcentern zugeordnet werden.
Azubis weiter gesucht
Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze konnte von rund 14.500 im Juli auf knapp 11.000 reduziert werden. Martin befürchtet aber, dass auch Ende September noch immer mehrere tausend Plätze unbesetzt sein werden.