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Anklage wegen Totschlags

Ein Mann, dessen Kopf unkenntlich gemacht wurde, führt einen anderen Mann, dessen Kopf von der Kapuze der grauen Jacke verdeckt wird, aus einem Gebäude. Daneben das Schild "Amtsgericht Limburg".

Im Fall der getöteten Rahel M. hat die Staatsanwaltschaft Limburg gegen einen Verdächtigen Anklage wegen Totschlags erhoben. Sie wirft dem Mann vor, die Frau betäubt und im Wasser abgelegt haben. Später soll er die Leiche monatelang in seiner Wohnung gelagert haben.

Die Limburger Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Totschlags in Tateinheit mit der Verabreichung von Betäubungsmitteln gegen einen Mann erhoben. Aktuell sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Opfer mit Betäubungsmitteln lahm gelegt

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mittdreißiger aus Limburg Rahel M. getötet haben. Demnach soll der Angeklagte seinem Opfer zwischen dem 24. und 25. Dezember 2022 eine Dosis Betäubungsmittel injiziert zu haben. Aufgrund dieser Injektion soll die 34-Jährige aus Montabaur (Rheinland-Pfalz) kollabiert sein.

Anschließend soll der Beschuldigte sie noch lebend in eine große Tasche gepackt, zur Lahn transportiert und dort im Wasser abgelegt haben.

Angeschuldigter bewahrte Leiche in seiner Wohnung auf

Nachdem der mutmaßliche Täter mitbekommen hatte, dass die Polizei am 20. Juli, also rund sieben Monate später, die Lahn mehrfach mit Tauchern, Booten, Leichenspürhunden und einem Hubschrauber abgesucht hatte, soll er die sterblichen Überreste von Rahel M. wieder zu sich nach Hause geholt haben. Dort wurde die Leiche weitere rund drei Monate später am 16. Oktober gefunden.

Über den Fall wurde auch in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" berichtet, ein Zeuge hatte sich daraufhin gemeldet und gesagt, er habe im Januar nach dem Verschwinden der Frau ein Büschel roter Haare aus der Lahn gefischt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Beschuldigter und Geschädigte sich kannten.

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