Teilnehmer der Volkstanzgruppe Besse tanzen beim Festumzug vom 61. Hessentag.

Der 61. Hessentag in Fritzlar ist mit einem traditionellen Festumzug zu Ende gegangen. Mehr als 500.000 Besucher waren in den zehn Tagen vor Ort. Trotz Kritik an den Kosten spricht Ministerpräsident Rhein von einem vollen Erfolg.

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Fritzlar nach dem Fest – was bleibt vom Hessentag?

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Musikkapellen, Trachtengruppen, Hessentagspaare, Karnevalsvereine und ein dirigierender Ministerpräsident: Mit dem traditionellen Festumzug ist am Sonntag nach zehn Tagen der 61. Hessentag in Fritzlar (Schwalm-Eder) zu Ende gegangen. Die nordhessische Stadt konnte nach einer ersten Bilanz 519.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen.

"Der Hessentag in Fritzlar ist ein voller Erfolg und hat unglaublich viele Menschen erreicht, berührt und zusammengeführt", teilte Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) mit.

Vielfalt und Tradition beim ältesten Landesfest

Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat sprach von "zehn friedlichen Tagen der Begegnung und Begeisterung". Der 61. Hessentag in der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar ging über zehn Tage, rund 500.000 Besucherinnen und Besucher waren erwartet worden.

Unter dem Motto "Eine Stadt voller Leben" erwartete die Gäste bei Deutschlands ältestem Landesfest ein vielfältiges Angebot aus Tradition und Fortschritt. Insgesamt gab es mehr als 1.200 Programmpunkte.

Kontroverse um Kosten bleibt bestehen

Trotz des großen Erfolgs bleibt die Diskussion um die Kosten des Hessentags ein Dauerthema. Debatten um hohe Kosten für die Hessentage haben eine fast so lange Tradition wie das Landesfest selbst.

Der Bund der Steuerzahler erneuerte seine Kritik und verwies auf das Defizit von mehr als zehn Millionen Euro, das im vergangenen Jahr beim Hessentag in Pfungstadt entstanden war. Die Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung des Landes an diesen Kosten dauern an. Ministerpräsident Rhein betonte am Rande des Umzugs: "Der Hessentag ist so wie er ist richtig."

Hessentag 2025 findet in Bad Vilbel statt

Der Hessentag wird seit 1961 gefeiert und ist Deutschlands ältestes Landesfest, das ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg Neubürger und Einheimische vereinen sollte.

Fritzlar ist nach 1974 nach genau 50 Jahren zum zweiten Mal Gastgeber gewesen. Im nächsten Jahr findet das Landesfest vom 13. bis 22. Juni in Bad Vilbel im Wetteraukreis statt.

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