Der Lkw fing auf der A7 in Richtung Fulda zwischen dem Kirchheimer und Hattenbacher Dreieck Feuer.

In der Nacht von Montag auf Dienstag ereigneten sich gleich drei schwere Unfälle mit Lkw. Zunächst krachte es auf der A4, später zweimal auf der A7. Dadurch entstanden lange Staus - teilweise bis zu 16 Kilometer.

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Gleich zwei Lkw-Unfälle auf der A7 am Hattenbacher Dreieck

Feuerwehrleute löschen einen Lkw.
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Mehrere Lkw-Unfälle in der Nacht haben den Verkehr auf Hessens Autobahnen am Dienstagmorgen stark beeinträchtigt und zu kilometerlangen Staus geführt.

Gegen 21 Uhr am Montag platzte laut Polizei ein Reifen eines Lkw-Fahrers aus Thüringen auf der A4: Der 62-Jährige fuhr demnach zwischen den Anschlussstellen Wildeck-Obersuhl und -Hönebach (Hersfeld-Rotenburg). Auf dem rechten Fahrstreifen sei ihm der linke Vorderreifen geplatzt - sein Lkw brach nach links aus, wurde beschädigt und blieb an der Leitplanke stehen.

Die Bergungsarbeiten zogen sich bis in die Nacht: Gegen 2 Uhr war die Fahrbahn den Angaben zufolge wieder aufgeräumt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 50.000 Euro.

A7: Zwei Unfälle - beide Richtungen betroffen

Rund vier Stunden nach dem ersten Unfall brannte ein Lkw auf der A7 zwischen Kirchheimer und Hattenbacher Dreieck - dort, wo noch in der vergangenen Woche Mega-Staus wegen querstehender Lkw durch die Glätte entstanden waren und Reisende teilweise über 20 Stunden im Auto festgesteckt hatten.

Aus bislang ungeklärter Ursache sei das Fahrzeug, das zwischen Fulda und Kassel unterwegs war, in Brand geraten, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Der Lkw hatte Spülen und Zubehör geladen.

120.000 Euro Schaden

Fahrer und Beifahrer hätten sich selbst aus dem Führerhaus retten können - die Feuerwehr von Kirchheim habe den Brand gelöscht. Der Schaden liegt laut den Einsatzkräften bei rund 120.000 Euro.

Die Bergungsarbeiten zogen sich aber noch in den Morgen, wodurch teilweise bis zu zwölf Kilometer Stau zwischen Bad Hersfeld-West und Hattenbacher Dreieck entstanden. Alle Autos mussten über den linken Fahrstreifen geleitet werden.

Unfall auf Gegenrichtung: 16 Kilometer Stau

Der zweite Unfall auf der A7 ereignete sich auf der Gegenrichtung: Von Fulda Richtung Kassel stieß gegen 2 Uhr in der Nacht ein Lkw gegen die Betonschutzwand des Mittelstreifens. Die Polizei sprach von einem medizinischen Notfall des 61 Jahre alten Fahrers aus Kiedrich (Rheingau-Taunus).

Unmittelbar vor einer Baustelle sei er deshalb von der Fahrbahn abgekommen - beim Zusammenstoß mit der Betonwand wurde das Führerhaus komplett vom Fahrgestell abgerissen und kippte auf die Fahrbahn.

Andere Autofahrer hätten den Unfall gesehen und konnten den Fahrer den Angaben zufolge sehr schnell aus dem Führerhaus befreien. Er befinde sich aktuell im Klinikum Bad Hersfeld zur weiteren Untersuchung.

Alle drei Spuren waren voll mit Betriebsstoffen des Lkw

Weil bei dem Unfall Betriebsstoffe - etwa Motoröl und Sprit - ausgelaufen seien, die sich über alle drei Fahrstreifen verteilt hätten, musste die Feuerwehr aus Niederaula (Hersfeld-Rotenburg) die Fahrbahn reinigen. Der Schaden belaufe sich auf rund 80.000 Euro.

Zwischen der Raststätte Großenmoor-Ost und Kirchheim bildeten sich in der Spitze bis zu 16 Kilometer Stau - über eine Stunde dauerte es nach Angaben der hr-Verkehrsredaktion, um durch diesen Stau zu fahren. Nach etwa sieben Stunden war die Fahrbahn wieder frei.