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Schilder sollen für mehr Sauberkeit in Frankfurt sorgen

Monteure hängen in der Frankfurter Innenstadt ein Schild für mehr Sauberkeit auf.

Frankfurt soll sauberer werden – dafür setzt die Stadt auf den erhobenen Zeigefinger: Neue Schilder in der Innenstadt verweisen auf Bußgelder für Müll-Sünder. Bringt das was? Wir möchten Ihre Meinung wissen.

Abfall auf dem Gehweg kostet 55 Euro, Wildpinkeln 70 Euro, liegengelassener Hundekot bis zu 180 Euro. Das ist die drastische Botschaft, mit der die Stadt Frankfurt für mehr Sauberkeit auf ihren Gehwegen sorgen will. Sie steht auf insgesamt 19 gelben Tafeln entlang der Einkaufsstraße Zeil, an der Hauptwache, der Konstablerwache und anderen zentralen Orten.

Wie finden Sie die Aktion? Was unternimmt Ihre Stadt gegen das Müllproblem? Schreiben Sie gernen einen Kommtentar.

"Prävention mit Nachdruck" nennt das die Stadt. "Wir erhoffen uns, einen Stein ins Rollen zu bringen", sagt Stadträtin Stephanie Wüst (FDP) dazu. So solle jeder eigenverantwortlich dazu beitragen, dass die Stadt schön, sauber und sicher sei. Denn die Sauberkeit sei für die Bürgerinnen und Bürger immer wieder ein Anliegen und Grund zur Beschwerde.

Sicher und sauber soll es sein

"Menschen leben, arbeiten und verbringen ihre Freizeit gerne dort, wo es sicher und sauber ist", sagt der Leiter der Stadtpolizei, Matthias Hinrich. Deshalb würden die Kolleginnen und Kollegen bei Streifengängen und Aktionen immer auch darauf achten, "dass wir Vermüllungen und Verunreinigungen jedweder Art Einhalt gebieten".

Die Idee mit den Hinweisschildern hat die Stadt Frankfurt nach eigener Aussage aus anderen EU-Ländern übernommen. Dort hätten Schilder, Busgelder und Kontrollen bereits zu konkreten Verbesserungen beigetragen.

Gewerbetreibende: Schilder reichen nicht

Nur eine saubere Innenstadt sei eine attraktive Innenstadt, ergänzt Alexander Theiss von der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Frankfurt. Er verweist auf die Passantenbefragung "Vitale Innenstädte 2022" von der hiesigen IHK und der Wirtschaftsförderung, in der es für die Kategorie Sauberkeit in der Frankfurter City nur die Schulnote 3,1 gab.

Für Frank Diergardt reicht das Aufhängen von Schildern aber noch lange nicht aus. Die Gewerbetreibenden wünschten sich, dass da noch mehr passiere, sagt der Sprecher des Vereins Neue Zeil - eine Organisation, die die Interessen der Anlieger auf der Haupteinkaufsstraße Zeil vertritt. "Wir können nur wünschen und hoffen, dass da tatsächlich ein Stein ins Rollen kommt."

Müll-Problem hat stark zugenommen

Hintergrund der Aktion ist nach Angaben der Stadt ein wachsendes Müll-Problem in Frankfurt. Obwohl die Entsorgungsbetriebe regelmäßig die Mülleimer leeren, Kaugummi entfernen und den Boden reinigen, nehme die Verunreinigung stark zu.

Natürlich richten wir auch unseren Blick auf Großstädte im EU Ausland was hier getan wird. Schilder, Busgelder und Kontrollen haben hier konkret zu einer Verbesserung beitragen können.   

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Ihre Kommentare Führen Schilder zu mehr Sauberkeit? Wie sieht es in Ihrer Stadt aus?

88 Kommentare

  • Die Bußgelder sind nicht neu. Seit Jahrzehnten gibt es ein Vollzugsdefizit. Gebt den Ordnungsamtmitarbeitern eine Provision für jeden, die sie erwischen und nicht nur mit einem Dudu verwarnen, dann wird sich auch schnell etwas ändern.

  • Super Idee,war schon lange fällig. Hoffentlich gibt's auch genügend Controlleure ( z,b. Studenten mit bestimmten Gutscheinen als Dankeschön . Der Flaschencontainer sollte groß und für die Armen die vom Flaschen Pfand leben einfacher sein. LG nach Frankfurt MO bin

  • Können Nilgänse jetzt lesen?

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