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Eintracht empfängt Köln

Mit dünner Personaldecke und einigen Systemfragen im Kopf geht Eintracht-Trainer Oliver Glasner ins Spiel gegen den 1. FC Köln. Immerhin über Tore muss er sich wohl keine Gedanken machen.

Eintracht Frankfurt trifft am Sonntag (15.30 Uhr) auf den 1. FC Köln. Die Eintracht hofft im heimischen Stadion auf den ersten Bundesliga-Saisonsieg, die Gäste wollen hingegen die erste Niederlage der Saison vermeiden.

Die Ausgangslage

Eintracht Frankfurt wartet noch auf den ersten Bundesliga-Sieg. Bei Hertha BSC hätte es damit zuletzt fast geklappt – der Video Assistant Referee (VAR) hatte aber etwas dagegen. Weil ein zunächst gepfiffener Elfmeter für die Hessen wieder zurückgenommen wurde, endete das Spiel in Berlin 1:1. Betrachtet man nur die Chancen, hätte die Eintracht die Partie aber auch gut und gerne verlieren können. Denn: Vor allem die Defensive der Frankfurter sucht noch ihre Form.

Sehr viel stabiler präsentierte sich zu Saisonbeginn der FC Köln. Nach einem 3:1-Pflichtsieg gegen Aufsteiger Schalke trotzten die Rheinländer RB Leipzig ein 2:2 ab. Den ersten Rückschlag gab es unter der Woche in der Qualifikation zur Conference League, wo die Geißböcke nach einer Roten Karte am Donnerstag 1:2 gegen Fehervar FC aus Ungarn verloren.

Das Personal

Gerade einmal 18 Feldspieler stehen Eintracht-Trainer Oliver Glaser zur Verfügung. Almamy Touré fehlt ebenso verletzt wie Jérome Onguéné, Aurelio Buta und Ajdin Hrustic. Daichi Kamada droht zudem krank auszufallen. Die Ersatzbank wird gegen Köln also nicht gerade aus allen Nähten platzen. Trotzdem hat der Österreicher bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Setzt er auf Altbewährtes? Auf eine Dreierkette mit Makoto Hasebe in der Zentrale? Oder gibt es gegen Köln den Systemwechsel? "Es gibt mehrere Gedanken dazu", ließ sich Glasner vorab nicht in die Karten schauen.

Die mögliche Eintracht-Aufstellung mit Dreierkette

Weitaus schneller liest sich die Verletztenliste der Kölner: Angreifer Mark Uth fällt weiter aus, Youngster Eric Martel ist mit Rückenproblemen fraglich.

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So könnte Köln spielen

Schwäbe - Schmitz, Kilian, Hübers, Hector - Skhiri - Thielmann, Ljubicic, Kainz - Dietz, Adamyan

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Das sagen die Trainer

Oliver Glasner (Eintracht Frankfurt): "Ich war am Donnerstagabend im Stadion, habe mir das Spiel live angesehen. Köln hat das gezeigt, was wir vorher schon gesehen haben. Es ist eine sehr aggressive Mannschaft, im Spiel nach vorne und gegen den Ball. Die Rote Karte zeigt ihre Problemzone, dass sich aufgrund ihres aggressiven Spielstils immer wieder Räume bieten. Wir wollen einen Heimsieg holen und müssen uns auf das konzentrieren, was es dazu braucht."

Videobeitrag

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Die komplette Eintracht-PK vor dem Heimspiel gegen Köln

Oliver Glasner
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Steffen Baumgart (1. FC Köln): "Die Eintracht hat eine gute Geschwindigkeit und ein eingespieltes Team. Wenn man die Tabelle sieht mit einem Punkt, das täuscht. Frankfurt ist ein Champions-League-Teilnehmer, der viel Qualität dazu bekommen hat. Wir gehen davon aus, dass sie in einer Dreierkette agieren, mit einem sehr hohen Tempo kommen werden und uns schnell unter Druck setzen wollen – darauf werden wir vorbereitet sein."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Das hängt bei der Eintracht natürlich ganz davon ab, wie und mit welchem Personal Trainer Glasner spielen lässt. Unabhängig von Dreier- oder Viererkette könnte allerdings Neuzugang Luca Pellegrini zu seinem Debüt im SGE-Dress kommen. Die Leihgabe von Juventus Turin gab sich unter der Woche mindestens genauso mysteriös wie sein Trainer. "Ich will nicht zu viel verraten, sondern die Leute überraschen", so der Italiener. Na, dann bitte.

Die mögliche Eintracht-Aufstellung mit Viererkette

Florian Dietz ist der neue Stürmer-Star beim 1. FC Köln. Der 24-Jährige ist nach dem Wechsel von Anthoy Modeste zu Borussia Dortmund der Balsam auf der Kölner Fan-Seele. Aus der zweiten Mannschaft erst im Sommer hochgezogen, hat Dietz keinerlei Eingewöhnungszeit benötigt. In drei Pflichtspielen erzielte er drei Tore. Ihn sollte die wackelige Eintracht-Defensive nicht aus den Augen lassen.

Die Statistik zum Spiel

Wenn die Eintracht und die Kölner aufeinandertreffen, sind Tore fast schon garantiert. Satte 3,16 Buden gibt es durchschnittlich zu bestaunen, wenn die beiden Traditionsclubs die Klingen kreuzen. Nimmt man nur die Spiele in Frankfurt sind es sogar 3,42. Und das beste daran aus Eintracht-Sicht: Die Mehrheit der Tore im Waldstadion haben die Hessen geschossen (90:68).