Kickers gewinnen kleines Main-Derby "Görner raus"-Rufe bei FSV-Pleite in Offenbach

Beim FSV Frankfurt wird die Lage nach der klaren Niederlage im Main-Derby in Offenbach immer bedrohlicher. Beim Anhang der Bornheimer wächst vor den kommenden, eminent wichtigen Spielen der Unmut.

Tim Görner FSV Frankfurt
FSV-Trainer Tim Görner steht in der Kritik. Bild © Imago Images
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Tim Görner hatte es nicht überhört. Es war ja auch gar nicht zu überhören. "Ich habe auch Ohren", sagte der Trainer des FSV Frankfurt nach der klaren 0:3-Niederlage seiner Elf im kleinen Main-Derby bei Kickers Offenbach. Die deutlichen "Görner raus"-Rufe am Samstag am Bieberer Berg waren für jeden wahrzunehmen. "Es ist nicht, dass ich das nicht höre. Natürlich nehme ich das wahr", erklärte der FSV-Coach. Die Stimmung ist düster bei den Bornheimern.

Die klare Niederlage beim Rivalen von der anderen Main-Seite hat die bedrohliche Lage beim FSV noch einmal verschärft. Aktuell befinden sich die Frankfurter, die eigentlich mit ganz anderen Ambitionen in die Spielzeit gestartet sind, auf Rang 15 der Regionalliga Südwest, einem potenziellen Abstiegsplatz. Die Lage ist ernst am Bornheimer Hang.

Kickers Offenbach FSV Frankfurt
Beim Main-Derby konnte am Samstag nur der OFC jubeln. Bild © Imago Images

Görner: "Das ist einfach zu wenig"

"Insgesamt waren wir nicht zwingend. Das ist einfach zu wenig", beklagte der selbst unter Druck geratene Görner nach dem Spiel. Beim FSV gibt es nach hr-sport-Informationen auch zunehmend Kritik am jungen Übungsleiter und der Spielweise der Bornheimer. Ein Rauswurf droht ihm - zumindest vorerst - wohl aber nicht.

Das Gute aus FSV-Sicht an diesem Samstag: Auch die Konkurrenz punktete nicht. Die Tabelle im Keller ist weiterhin extrem eng, was aber nichts dran ändert, dass die Frankfurter dringend den ganz persönlichen Befreiungsschlag benötigen.

Jetzt kommen die wichtigen Spiele

"Jetzt haben wir drei ganz wichtige Spiele vor der Brust, beginnend mit Koblenz", erklärte daher auch Görner. "Da müssen wir den Bann brechen." Am Gründonnerstag (19 Uhr) geht es gegen den Tabellenvorletzten aus Koblenz, dann warten in kurzer Abfolge die Tabellennachbarn aus Kassel und Mainz. Crunchtime nennt man so etwas.

Bei der dann auch Kickers-Coach Christian Neidhart, der nach dem Sieg einmal durchpusten kann, ganz genau hinschauen wird. "Für euch als Mannschaft alles Gute für die nächsten Spiele", betonte der OFC-Coach nach dem Sieg. Der FSV kann das sicher gut gebrauchen.

Quelle: hessenschau.de/Nico Herold