Wiesbaden mit Remis in Karlsruhe KSC-Keeper schenkt dem SVWW einen Punkt

Auf den furiosen Sieg gegen Hertha BSC folgt ein glückliches Remis beim Karlsruher SC. Der SV Wehen Wiesbaden profitiert von zwei krassen Torwartfehlern und holt einen Punkt. Daran kann auch Eintracht-Leihgabe Igor Matanovic nichts ändern.

Budu vom KSC
Der SV Wehen Wiesbaden erkämpft sich einen Punkt beim KSC. Bild © Imago Images
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Im Hintergrund sieht man ein Fussballstadion, davor links das Logo vom Karlsruher SC und rechts das Logo vom SV Wehen Wiesbaden
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Der SV Wehen Wiesbaden hat am Freitagabend einen Punkt beim Karlsruher SC geholt. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski erkämpfte sich mit freundlicher Mithilfe von KSC-Keeper Patrick Drewes, der beide Gegentore verschuldete, ein 2:2 (1:0) und sammelte einen Punkt im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

Für den KSC trafen Budu Zivzivadze (35.) und Eintracht-Leihgabe Igor Matanovic (53.) Der SVWW glich dank Ivan Prtajin (48.) und Nick Bätzner (74.) zweimal aus. Die Hessen sind weiter Elfter in der Zweitliga-Tabelle.

SVWW lädt KSC zur Führung ein

Der SVWW musste beim KSC auf den Matchwinner des 3:1-Siegs gegen Hertha BSC verzichten. Doppeltorschütze Franko Kovacevic fehlte krankheitsbedingt und wurde in der Startelf von Lee Hyun-ju ersetzt. Ansonsten vertraute SVWW-Coach Markus Kauczinski seiner siegreichen Elf.

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Auf dem Rasen war dann vom Schwung der vergangenen Woche jedoch fast gar nichts mehr zu sehen. Die Hessen kamen in den ersten 45 Minuten nie richtig in die Partie und gerieten verdient in Rückstand. Nachdem Matanovic, der bis Saisonende von Eintracht Frankfurt ausgeliehen ist, in der 23. Minute noch knapp gescheitert war, machts es Zivzivadze nach einer Einladung der SVWW-Defensive besser.

Der Georgier nutzte ein Missverständnis von Wiesbadens Innenverteidiger Aleksandar Vukotic und Keeper Florian Stritzel eiskalt aus und schob aus kurzer Distanz ein. Kurz vor dem Pausenpfiff traf SVWW-Goalgetter Ivan Prtajin dann die Latte (45.+3), die Karlsruher Halbzeit-Führung ging insgesamt aber völlig in Ordnung.

Erst trifft Prtajin, dann Matanovic

Kurz nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der KSC dann als guter Gastgeber und verteilte ebenfalls ein Geschenk. Torhüter Drewes ließ einen harmlosen Schuss von Thijmen Goppel nach vorne abklatschen, Prtajin bedankte sich und staubte zum Ausgleich ab. Ein Tor, das den Hessen guttat. Die Wiesbadener wurden stärker – dann aber erneut überrumpelt.

Nach einem langen Ball stand die Wiesbadener Abwehr erneut nicht kompakt genug und ließ Matanovic zu viel Platz. Der 20-Jährige unterstrich seine Torjägerqualitäten und ließ SVWW-Schlussmann Stritzel keine Chance.

Bätzner nimmt das zweite Geschenk an

In der Schlussphase ging der SVWW dann deutlich mehr ins Risiko, drängte auf den Ausgleich und profitierte erneut von einem Patzer des KSC-Keepers. Dieses Mal wehrte Drewes einen Schuss von Kianz Froese in die Füße von Bätzner ab, der ebenfalls dankend annahm.

Kurz vor dem Schlusspfiff sah es dann kurzzeitig nach einem Handelfmeter für den SVWW aus. Der VAR kassierte die Entscheidung aber zu Recht ein und sorgte damit für die letzte nennenswerte Szene der Partie.

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Karlsruhe – Wehen Wiesbaden 2:2 (1:0)

Karlsruhe: Drewes - Jung, Franke, Kobald, Heise - Gondorf (73.Gondorf), Burnic (73.Jensen), Wanitzek, Nebel (88.Brosinski) - Matanovic, Zivzivadze (88.Schleusener)
Wiesbaden: Stritzel - Carstens (57. Mockenhaupt), Mathisen, Vukotic - Goppel, Heußer, Jacobsen, Günther (70.Catic) - Bätzner, Lee (70.Froese) – Prtajin (90. Agrafiotis)

Tore: 1:0 Zivzivadze (35.), 1:1 Prtajin (48.), 2:1 Matanovic (53.), 2:2 Bätzner (74.)
Gelbe Karten: Burnic / Mockenhaupt, Gümther

Schiedsrichter: Bauer (Mainz)
Zuschauer: 18.500

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Sendung: hr-iNFO, 02.02.24, 21 Uhr

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Quelle: hessenschau.de/Mark Weidenfeller