Ärger über Nichtnominierung Klimpke entschuldigt sich nach Ausraster beim DHB

Till Klimpke von der HSG Wetzlar rudert einen Tag nach seiner harschen Kritik am Deutschen Handball-Bund zurück und entschuldigt sich für seine Wortwahl. Der Torhüter hatte seinem Ärger über seine Nichtnominierung für die EM Luft gemacht.

Enttäuschung bei HSG-Keeper Till Klimpke
Enttäuschung bei HSG-Keeper Till Klimpke. Bild © Imago Images
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Handball-Torwart Till Klimpke hat sich öffentlich für ein eigenes Interview entschuldigt. "Erst heute Morgen sind mir die Auswirkung meiner Aussagen so richtig bewusst geworden. Das bin nicht ich", schrieb Klimpke in einem Statement, das sein Verein HSG Wetzlar am Samstag verbreitete. Der 25-Jährige war nicht in das vorläufige EM-Aufgebot berufen und reagierte daraufhin in einem Interview beim Streamingdienst Dyn emotional.

Klimpke schießt gegen den DHB

"Ich glaube, ich muss aufpassen, was ich jetzt sage. Dass da viele Ahnungslose drin sind. Das sage ich jetzt, glaube ich, auch zu Recht", sagte Klimpke am Freitag nach der 30:36-Niederlage seine Clubs gegen die Füchse Berlin auf seine Nichtnominierung angesprochen.

Die Nationalmannschaft sei "halt ein politisch geführter Handballverein", so Klimpke. "Dann kommt es halt mal so, dass man nicht eingeladen wird, wenn man nicht der beste Freund des Bundestrainers ist."

Klimpke enttäuscht über Ausbootung

Am Samstag wollte er diese Sätze, die sich auch an Bundestrainer Alfred Gislason richteten, so nicht mehr stehen lassen. Er entschuldige sich "in aller Form", ließ Klimpke wissen. "Vielleicht kann man als Mensch verstehen, dass, wenn man in der extremen Enttäuschung nach einer Niederlage, nach einer Sache gefragt wird, die einem wahnsinnig am Herzen liegt, nämlich für Deutschland zu spielen und vielleicht noch bei einer EM im eigenen Land, man etwas von sich gibt, was man gar nicht so meint. Daher kann ich heute nur sagen, es tut mir wahnsinnig leid und weh."

Quelle: hessenschau.de, dpa/lhe