Die Deutsche Eishockey Liga hat den Zustand der Eissporthalle in Frankfurt scharf kritisiert. Die Heimspielstätte der Löwen Frankfurt sei eigentlich nicht Erstliga-tauglich.

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DEL-Chef findet klare Worte zur Frankfurter Eissporthalle

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DEL-Chef Gernot Tripcke sieht die Frankfurter Löwen von ihrer Heimatstadt "sträflich im Stich" gelassen. Das erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Frankfurt. Seit 25 Jahren spielen die Hessen, die als Meister der DEL 2 in der am Donnerstag beginnenden Saison in die Beletage zurückkehren, in der gleichen Halle.

Probleme mit dem Videobeweis

"Wir drücken noch mal die Augen zu", sagte Tripcke. Die Spielstätte am Ratsweg sei aber nicht DEL-tauglich. Unter anderem könne die Telekom nicht alle Kabel, die für die Live-Fernsehübertragung der Spiele notwendig seien, verlegen. Auch mit dem Videobeweis gebe es Probleme.

Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer bestätigte "zu 100 Prozent" den Standortnachteil. Die 6.770 Zuschauer fassende, in die Jahre gekommene Eissporthalle schränke die Vermarktungsmöglichkeiten der Löwen stark ein. "Wir befinden uns im Dialog mit der Stadt", sagte Krämer, aber das führe nicht dazu, "dass wir wirklich weiterkommen". Man richte deshalb den Fokus auf die Dinge, die man selbst beeinflussen könne.

Mehr als 2.000 Dauerkarten verkauft

Mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten habe Sportdirektor Franz-David Fritzmeier eine Mannschaft zusammengestellt, die den Klassenverbleib schaffen und mit der Konkurrenz mithalten soll. 16 Spieler aus dem Zweitligateam wurden gehalten. Am Montag war in dem kanadischen Stürmer Carter Rowney noch "ein Kracher" verpflichtet worden.

"Eine Wahnsinnseuphorie" begleite die Rückkehr der Löwen in die DEL. Mehr als 2.000 Dauerkarten sind laut Krämer bereits verkauft. Es sind damit mehr als zu den Zeiten des früheren deutschen Meisters Frankfurt Lions, der 2010 aus finanziellen Gründen aus dem Oberhaus ausscheiden musste.

Das erste Spiel steht für den Aufsteiger am Freitag (19 Uhr) bei den Grizzlys Wolfsburg an. Danach folgt die ersten Heimpartie am Sonntag (13.45 Uhr) gegen die Pinguins Bremerhaven.

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Doku: Löwen geben niemals auf

Der hr-Sport hat den Weg der Löwen zurück in die DEL in der Kurz-Dokumentation "Löwen geben niemals auf" nachgezeichnet. Die Doku zeigt den Weg von der Pleite der Lions bis zum ersten DEL-Heimspiel der Löwen zwölf Jahre später. Der rund zehnminütige Film wird im Laufe des kommenden Montags in der ARD-Mediathek erscheinen. Das hr-fernsehen zeigt die Dokumentation in der Nacht auf Dienstag am Anschluss an die heimspiel!-Sendung um Mitternacht.

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