Die Spieler der Löwen Frankfurt feiern den Aufstieg in die DEL

Nach zwölf Jahren Abstinenz sind die Löwen Frankfurt zurück im Eishockey-Oberhaus. Die Euphorie ist entsprechend groß.

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Löwen Frankfurt: Endlich wieder DEL | hessenschau Sport vom 15.09.2022

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So wie Stefan Krämer geht es wohl allen Eishockey-Fans in Frankfurt momentan: "Die Vorfreude ist riesig", sagte der Geschäftsführer der Löwen Frankfurt dem hr-sport. "Wir haben zwölf Jahre darauf hingearbeitet, zurück in die DEL zu kommen. Jetzt haben wir es geschafft und können es eigentlich kaum noch abwarten."

Das Selbstverständnis der Löwen ist das eines Erstliga-Clubs. Zwar spielt man in einer alten Halle, die eigentlich nicht DEL-tauglich ist, und ein neuer Hauptsponsor ist nach der Trennung von der russischen VTB-Bank auch noch nicht gefunden, der Euphorie kann das alles aber keinen Abbruch tun. Die Hessen haben mehr als 2.000 Dauerkarten verkauft, Krämer spricht von einer "Wahnsinnseuphorie", die die Rückkehr in die DEL ausgelöst hat.

So lief die vergangene Saison

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Stefan Krämer: "Wir werden Zehnter"

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Einfach nur richtig, richtig gut. 38 Siege, 14 Niederlagen und Tabellenplatz eins standen nach der Hauptrunde in der DEL2 zu Buche. Die Löwen gingen als Favorit in die Playoffs und enttäuschten nicht. Nach einem 4:0 im Viertelfinale gegen Freiburg und einem 4:0 im Halbfinale gegen Heilbronn, ließen die Hessen auch im Finale nichts anbrennen. Auch gegen die Ravensburg Towerstars gab es den Sweep: Die Baden-Württemberger wurden glatt in vier Spielen vom Eis gefegt, der Aufstieg war perfekt.

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Doku: Löwen geben niemals auf

Der hr-Sport hat den Weg der Löwen zurück in die DEL in der Kurz-Dokumentation "Löwen geben niemals auf" nachgezeichnet. Die Doku zeigt den Weg von der Pleite der Lions bis zum ersten DEL-Heimspiel der Löwen zwölf Jahre später. Der rund zehnminütige Film wird im Laufe des kommenden Montags in der ARD-Mediathek erscheinen. Das hr-fernsehen zeigt die Dokumentation in der Nacht auf Dienstag am Anschluss an die heimspiel!-Sendung um Mitternacht.

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Wer kommt, wer geht?

Die Mannschaft, die den Aufstieg gemeistert hat, wird allerdings gar nicht mehr so viel mit dem DEL-Team gemein haben. Nicht nur zahlreiche Spieler – unter anderem Kapitän Max Faber – verließen das Löwen-Rudel, sondern auch Meister-Trainer Bo Subr. "Nach intensiven Gesprächen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Bos und unsere Ansichten, unter anderem auch hinsichtlich der zukünftigen finanziellen Bedingungen, sehr weit auseinanderliegen“, erläuterte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier die doch überraschende Trennung Anfang Mai.

Die Löwen sind dennoch überzeugt, dass sie eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen haben. Der wohl bekannteste Neuzugang wurde erst am Montag verpflichtet: Der Kanadier Carter Rowney kommt mit der Empfehlung von 272 NHL-Partien an den Main und konnte 2017 mit den Pittsburgh Penguins sogar den Stanley Cup in die Höhe stemmen. Ordentlich DEL-Erfahrung haben sich die Frankfurter mit Stürmer David Elsner (Straubing) und Verteidiger Simon Sezemsky (Iserlohn) ins Team geholt.

Der Trainer

Auch der neue starke Mann neben dem Eis ist ein alter DEL-Bekannter. Der Kanadier Gerry Fleming soll die gute Arbeit von Subr weiterführen. Das deutsche Eishockey kennt der 54-Jährige aus seiner Zeit bei den Eisbären Berlin. Zwischen 2018 und 2021 war er dort als Assistenztrainer tätigt und konnte eine Meisterschaft mit den Hauptstädter feiern.

"Gerry ist heiß, in die DEL zurückzukehren und auf die Aufgabe, unsere Mannschaft gemeinsam mit unserem Trainerteam erfolgreich zu coachen", so Fitzmeier. Fleming sieht es als seinen Job, "eine Mannschaft aufzubauen, die in den nächsten Jahren eine gute Rolle in der DEL spielen wird".

Erwartungen an die neue Saison

Als Aufsteiger kann es eigentlich immer nur ein Primärziel geben: den Klassenerhalt. "Dass wir in der Rolle eines Underdogs starten, ist klar", so Fitzmeier. Das hält die Löwen aber nicht davon ab, auch ambitionierte Wünsche zu hegen. "Wir werden Zehnter", legte sich Geschäftsführer Krämer fest. Das würde immerhin für die Pre-Playoffs reichen.

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Stefan Krämer: "Die Vorfreude ist riesig"

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Saisonstart in Wolfsburg

Die Saison der Löwen startet am Freitag (19.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Wolfsburg. Das erste Heimspiel der Saison beginnt am Sonntag bereits um 14 Uhr. Gast sind dann die Pinguins Bremerhaven.

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