Aus den USA zur Finalserie Diese Nordhessin fliegt 7.800 Kilometer, um die Huskies zu sehen

Um die Kassel Huskies siegen zu sehen, fliegt Monika Buhr einmal um den Globus. Sie sagt: "Huskies-Fans gibt es auf der ganzen Welt."

Eine Frau sitzt in einem Stadion und klatscht in die Hände.
Monika Buhr kommt aus den USA, um die Huskies zu sehen. Bild © Najil Noukrache
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Liebe kennt ja bekanntlich keine Grenzen, und wahrscheinlich weiß das kaum jemand so gut wie Monika Buhr. 7.807,38 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Buhr und ihrer großen Liebe, macht zehneinhalb Stunden Flug für die Endfünfzigerin, um aus Fort Myers in Florida nach Hessen zu kommen und ihre Kassel Huskies live zu sehen.

Von all den 5.700 Zuschauern bei Spiel drei in der Finalserie um die DEL2-Meisterschaft der Kassel Huskies gegen die Eisbären Regensburg, dürfte Buhr die weiteste Anreise gehabt haben. Buhr lebt als Selbstständige in Florida, hat eine Hausverwaltung für Ferienhäuser. Ihre Wurzeln aber liegen in Hessen, ihr Herz hängt am ECK. "Wenn ich hierher komme, ist es wie nach Hause kommen", sagt Buhr im Gespräch mit dem hr-Sport.

"Geile Spiele" in der Hessenliga

Zu den Huskies kam sie über Freikarten ihres damaligen Arbeitgebers in Nordhessen. Seither hat sie alle Höhen und Tiefen des Klubs mitgemacht. "Wo ich heute noch Gänsehaut bekomme, war der Neuanfang in der Hessenliga. Das waren geile Spiele", so Buhr.

Seit dem Umzug in die USA kann sie die Huskies nur noch in Ausnahmefällen live sehen, in Fort Myers verfolgt sie die Schlittenhunde per Internet oder Radio. "Wir sind sechs Stunden hinter Deutschland. Ich kann mir als Selbständige meine Arbeit einteilen. Ich schaffe es, fast alle Spiele zu verfolgen."

"Huskies-Fans sind weltweit vertreten"

Für ein Highlight wie die Finalserie muss es aber das echte Eishallen-Feeling bei den Huskies sein. Weswegen Buhr für die gesamte Finalserie in Kassel weilt. "Der Zusammenhalt fasziniert mich. Huskies-Fans sind weltweit vertreten", sagt Buhr, die trotz der Entfernung weiterhin in einem ECK-Fanklub ist. "Ich habe noch zu vielen Leuten Kontakt, bin immer noch im Fanklub. Den Kontakt halten wir per Whatsapp."

Trotzdem ist das persönliche Wiedersehen natürlich umso schöner, zumal zu einem solchen Anlass wie der Finalserie. Und wer weiß, wenn Monika Buhr das nächste mal die 7.807,38 Kilometer Entfernung auf sich nimmt und zehneinhalb Stunden im Flugzeug sitzt, ist der Anlass dann vielleicht ein Spiel der Huskies in der DEL.

Quelle: hessenschau.de/Najil Nakrouche, Stephan Reich