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"Jeden Tag das gleiche Drama": Pendler-Stimmen zum Hessenexpress

Auf der Schnellverbindung zwischen Bebra, Fulda und Frankfurt fahren auch weiterhin keine Züge. Bis zum 20. November, so die Bahn, müssten sich Reisende gedulden. Auch danach bleibt der Fahrplan löchrig.

Eine schnelle Verbindung, die Osthessen mit dem Rhein-Main-Gebiet verbindet und vor allem Pendler vom Bahnfahren überzeugen soll: Als solche wurde der Regionalexpress 5 (RE5) mit seinen bis zu sieben Verbindungen täglich von Bebra (Hersfeld-Rotenburg) über Fulda nach Frankfurt eingeführt. Doch seit drei Wochen steht der sogenannte Hessenexpress im Depot. Und dort bleibt er vorerst auch.

Ursprünglich sollte der Hessenexpress an diesem Donnerstag wieder rollen, nun wurde die Zwangspause bis zum 20. November verlängert. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, liegt das am weiterhin "außerordentlich hohen Krankenstand" in der Belegschaft des Konzerns.

Pendler, die aus Bebra nach Frankfurt wollen, müssen nun mittels RB5 nach Fulda fahren und dort in den RE50 steigen. Wegen einer Zugreparatur und anschließender 30-minütiger Verspätung erwies sich am Donnerstag auch dieser Weg allerdings als beschwerlich.

Vier Verbindungen pro Tag ab dem 21. November

Ausfälle seien in Pandemiezeiten auch durch flexible und vorausschauende Personalplanung nicht zu verhindern, warb die Bahn beim Hessenexpress um Verständnis. Es sind Aussagen, die der Fahrgastverband Pro Bahn so nicht stehen lassen möchte. Flächendeckende Ausfälle wie nun beim RE5 oder dem vergleichbaren Mittelhessen-Express seien das Resultat einer verfehlten Personalpolitik, sagte Thomas Kraft, Vorsitzender des Pro-Bahn-Landesverbands Hessen.

Ab dem 21. November soll der Hessenexpress nach Bahn-Angaben wieder rollen, doch nicht im vollen Umfang, wie die Bahn ankündigte: Demnach würden montags bis freitags wieder vier der planmäßigen Verbindungen aufgenommen, fünf entfielen weiterhin. An den Wochenenden heiße es auch dann noch: "Der RE5 nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof fällt leider aus."

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