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Schwierige Zeiten für Skifahrer und Liftbetreiber: Keine Spur von Schnee in Hessen

Schon an Silvester war es in Hessen so warm wie nie zuvor, auch jetzt ist es ungewöhnlich mild. Schnee ist nicht in Sicht. Die Lage in Hessens Skigebieten.

Es sind gerade Schulferien in Hessen. Eigentlich die perfekte Zeit, um den Winter so richtig zu genießen und Schlitten oder Ski zu fahren. Aber von Schnee fehlt in Hessen jede Spur. Selbst auf der Wasserkuppe, Hessens höchstem Berg mit fast 1.000 Metern Höhe, fällt der Wintersport deshalb flach.

Klimawandel sorgt für weniger Schnee

Schon an Silvester gab es einen Temperaturrekord in Hessen. In Schaafheim (Darmstadt-Dieburg) wurden 18 Grad gemessen. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 1870 deutlich überboten - der wurde mit 15,6 Grad in Frankfurt gemessen.

Und auch jetzt ist es ungewöhnlich mild. "Durch den Klimawandel werden die Winter milder. Schnee wird dadurch immer mehr zum Glücksspiel", erklärt hr-Wetterexperte Mark Eisenmann. Gerade die Wahrscheinlichkeit, dass Schnee länger liegen bleibt, werde geringer. Dass es im Moment stürmisch und regnerisch sei, verstärke den Effekt, so Eisenmann.

Wasserkuppe: Bittere Zeiten für Skilift-Betreiber

Für Betreiber der Skilifte ist das bitter. Die wirtschaftlich stärkste Zeit ist eigentlich genau dann, wenn Ferien sind. "Wir hatten eigentlich einen traumhaften Winterstart, doch das ist alles wieder weg", sagt Florian Heitmann, Liftbetreiber im Skigebiet auf der Wasserkuppe. "Aber wir nehmen es so, wie es kommt und versuchen, das Beste daraus zu machen."

Weil auf der Wasserkuppe bei Gersfeld (Fulda) jetzt weniger los sei, würden viele Angestellte der Firma ihre Überstunden abbauen oder Urlaub nehmen, so Heitmann.

Ein Trostpflaster: Auch wenn kein Ski gefahren werden kann, läuft zumindest die Rhönbob-Rodelbahn. Damit rauscht man auf Schienen ins Tal, auf 1.000 Metern Streckenlänge. Auch das Après-Ski fällt nicht aus – gleich gegenüber hat die Hütte an der Märchenwiese geöffnet.

Menschen rodeln mit der Rhönbob-Rodelbahn

Auch am Hohen Meißner (Werra-Meißner) fällt das Skifahren flach. "Wir warten auf Schnee", teilten die Liftbetreiber auf ihrer Webseite mit. Wintersport ist auch auf dem großen Feldberg im Taunus nicht möglich.

Auch Willingen stellt Betrieb ein

Am Freitag meldete auch das Skigebiet Willingen: "Skifahren ist leider derzeit nicht mehr möglich." Hier waren immerhin bis zuletzt noch drei von 16 Pisten geöffnet. "Das Weihnachts-Tauwetter, das zugeschlagen hat und einfach nicht weggehen will, hat natürlich auch uns getroffen", sagte der Geschäftsführer der Ettelsberg-Seilbahn, Jörg Wilke.

Menschen fahren Ski

Allerdings sei das Angebot breit genug, um das Ganze zu einem großen Teil aufzufangen: "Unsere Betriebe laufen ganzjährig, denn wir haben auch andere Hauptbetriebe", so Wilke. Dazu zählten beispielsweise die Eislaufhalle, die zur Zeit täglich voll sei, außerdem die Rodelbahn oder die Gastronomie. Wenn das Skiangebot nachlasse, gebe es andere Angebote, die genutzt würden, so Wilke.

Die Liftbetreiber hoffen, dass sich die Skisaison lediglich verschiebt und zumindest der Kunstschnee Richtung März standhält.

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