Standortfrage geklärt English Theatre kann im Gallileo-Turm bleiben

Nach einer monatelangen Hängepartie steht jetzt fest: Das Frankfurter English Theatre kann nach einer Sanierung des Gallileo-Turms an den jetzigen Standort zurückkehren. Die Commerzbank will sogar die Übergangsphase finanziell unterstützen.

Eingang English Theatre
Der Eingang zum English Theatre. Bild © Ursula Mayer (hr)
  • Link kopiert!
Audiobeitrag
Bild © Ursula Mayer (hr)| zur Audio-Einzelseite
Ende des Audiobeitrags

Lange war die Zukunft des größten englischen Theaters in Kontinentaleuropa ungewiss, jetzt steht fest: Das English Theatre (ETF) kann nach einer Sanierung des Gallileo-Turms am Standort bleiben. Die Stadt Frankfurt wird die Spielstätte mieten und sie dem Theater bis mindestens 2030 untervermieten.

"Die Stadt Frankfurt hat ihre Hausaufgaben erfolgreich abgeschlossen. Es ist uns gelungen, dem English Theatre eine langfristige Perspektive an seinem jetzigen Standort, dem Gallileo, zu geben", erklärten Oberbürgermeister Mike Josef und Kulturdezernentin Ina Hartwig (beide SPD) am Mittwoch.

Übergangsweise ins Fritz-Remond-Theater

Die Einigung mit dem bisherigen Eigentümer des Gebäudes, der Commerzbank, und dem neuen Eigentümer CapitaLand sehe vor, dass das ETF seine Spielstätte im Hochhaus Gallileo an der Gallusanlage aufgrund der anstehenden Umbauarbeiten bis Ende Januar 2024 zunächst räumen und bis Ende 2025 auf andere Spielstätten in Frankfurt ausweichen wird.

Nach hr-Informationen soll das frühere Fritz-Remond-Theater im Zoo diese Übergangsspielstätte sein.

Räumungsklage zurückgezogen

Die Räumungsklage, die die Commerzbank nach dem Verkauf an CapitaLand gegen das Theater eingereicht hatte, wird zurückgezogen. Die Bank habe großes Interesse daran, dass das English Theatre bleibe, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Stadt Frankfurt, Commerzbank und CapitaLand.

Man werde die Übergangszeit mit 1,75 Millionen Euro unterstützen. Außerdem werde die Bank zehn Jahre lang Frankfurter Kultureinrichtungen jeweils 150.000 Euro zur Verfügung stellen. 

"Mit den getroffenen Vereinbarungen endet für das ETF eine schwierige Zeit der Unsicherheit", erklärte Rainer Riess vom ETF-Vorstand in der Mitteilung. Er danke dem Oberbürgermeister und der Kulturdezernentin sowie der Commerzbank für die Unterstützung für eine nachhaltige Zukunftsperspektive des English Theatre in seiner bewährten Spielstätte.

Zukunft nach 2030 offen

Auch über 2030 besteht eine Perspektive für das  English Theater am gewohnten Standort. Das hängt allerdings von den Verhandlungen mit dem zukünftigen Hauptmieter des Gebäudes (sehr wahrscheinlich die EZB) und dem Eigentümer CapitaLand ab.

Weitere Informationen

Redaktion: Alexandra Müller-Schmieg

Sendung: hr3, 10.01.2024, 17 Uhr

Ende der weiteren Informationen

Quelle: hessenschau.de, dpa/lhe