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Protest an der A66 beendet

Eine angemeldete Protestaktion hat die A66 bei Frankfurt kurzzeitig lahmgelegt. Wegen einer Abseilaktion von Autobahn-Ausbaugegnern war die Strecke Richtung Fulda gesperrt.

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Protestaktion an A66-Brücke gegen Rodung

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Die A66 zwischen Frankfurt und Fulda ist am Samstag zwischen Bergen-Enkheim und Maintal-Bischofsheim wegen einer Protestaktion für etwa eineinhalb Stunden in beiden Richtungen gesperrt worden. Ebenfalls von der Sperrung betroffen war die Vilbeler Landstraße. Sie war zwischen Bergen-Enkheim-Altstadt und Bebraer Straße in Frankfurt-Fechenheim in beiden Richtungen dicht. Die Vilbeler Landstraße führt als Brücke über die Autobahn. Von hier hatten sich nach Polizei-Angaben vier Aktivistinnen und Aktivisten abgeseilt.

Die Aktion verlief nach Angaben der Beamten friedlich. Gekommen waren gut zwei Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten. Sie hielten Plakate in die Höhe, mit denen sie gegen die Rodung eines Teils des Fechenheimer Walds für den Ausbau der A66 und den Bau des Riederwaldtunnels protestierten. Das besagte Waldstück ist seit Monaten besetzt. Die Aktion war angemeldet, die Polizei hatte eine Umleitung eingerichtet. Diese und ähnliche Abseilaktionen werden mittlerweile als Protestform von den Verwaltungsgerichten genehmigt.

"Besonders biodiverser Wald"

Die Demonstranten forderten derweil außerdem einen Rodungsstopp, weil in dem Waldstück eine geschützte Käferart entdeckt worden sei. Gleichzeitig kündigten sie eine weitere Kundgebung für den 8. Oktober an. "Der Zorn über die geplante Zerstörung des besonders biodiversen Waldes ist bei Vielen sehr groß", sagte Alexis Passadakis von Attac Frankfurt.

Die Grafik verortet auf einer Karte den im Bau befindlichen Riederwaldtunnel.

Der Weiterbau der A66 und ihr Anschluss an die A661 mit dem geplanten Tunnel zählen seit Mitte der 1980er Jahre zu den politischen Dauerbrennern in Frankfurt. Die Rodungsarbeiten für den Tunnel wurden mehrfach verschoben und sollen voraussichtlich im Winter beginnen.

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