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Land unterstützt ausgefallene Hessentage mit Millionen

Dreimal in Folge musste der Hessentag wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die betroffenen Städte Bad Vilbel, Fulda und Haiger erhielten vom Land trotzdem Zahlungen in Millionenhöhe.

Die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, haben auch vor dem Hessentag nicht Halt gemacht: Das mehrtägige Landesfest wurde 2020 und 2021 abgesagt, und auch in diesem Jahr wird es nicht stattfinden. Investiert hat das Land trotzdem: Insgesamt floss eine zweistellige Millionensumme an die Städte, die das Fest ausrichten sollten.

Bad Vilbel (Wetterau) erhielt für das abgesagte Landesfest 2020 knapp 7,2 Millionen Euro, wie aus der Antwort der Staatskanzlei in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Demnach waren 1,85 Millionen Euro davon für Straßenbaumaßnahmen gedacht, rund 1,4 Millionen Euro für eine Parklandschaft im Kurpark. Grundlage für die Bezuschussung der Maßnahmen sind der Antwort zufolge bestehende Förderprogramme.

Millionen auch für Fulda und Haiger

Für den geplanten Hessentag 2021 flossen rund sechs Millionen Euro nach Fulda, etwa für den Ausbau von Radwegen. Mit rund 1,15 Millionen Euro sollte außerdem die Modernisierung und Sanierung der Wege im Schlossgarten unterstützt werden. Zusätzlich bekam Fulda mehr als fünf Millionen Euro weitere Investitionsmittel für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Knapp 2,9 Millionen Euro aus Fördermitteln gingen an Haiger (Lahn-Dill) für den ebenfalls abgesagten Hessentag 2022. Das Geld wurde unter anderem in eine Teilrenaturierung des Aubachs gesteckt, wie die Staatskanzlei erläuterte. Rund 600.000 Euro waren demnach für einen Radwegetunnel vorgesehen.

Nächster Hessentag in Pfungstadt

Bad Vilbel und Fulda wollen die abgesagten Hessentage nachholen und haben sich erfolgreich um die Ausrichtung beworben. 2025 ist Bad Vilbel an der Reihe, Fulda soll 2026 folgen. Der nächste Hessentag ist 2023 in Pfungstadt (Darmstadt-Dieburg) geplant, 2024 soll das Fest in Fritzlar (Schwalm-Eder) stattfinden.

Der bisher letzte Hessentag wurde von Bad Hersfeld ausgerichtet und zog rund 862.000 Besucher in zehn Tagen an. Das Fest kostete die Stadt eigenen Angaben zufolge knapp zehn Millionen Euro. Übrig geblieben war demnach ein Defizit von rund 2,3 Millionen Euro, das über einen städtischen Zuschuss gedeckt werden konnte.

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