Nick Bätzner, Ivan Prtajin und Robin Heußer vom SVWW feiern den 2:2-Ausgleich in Karlsruhe.

Der SV Wehen Wiesbaden profitiert beim KSC von Torwart-Patzern, hat mit seinem Auftreten aber auch den Trainer des Gegners beeindruckt. Markus Kauczinski war der Offensivdrang seines Teams in der Schlussphase dagegen "fast schon zuviel".

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Die Pressekonferenz nach dem Spiel des SVWW in Karlsruhe

SVWW-Trainer Markus Kauczinski
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Kein schönes Spiel, aber sehr umkämpft und mit gerechtem Ausgang - da waren sich nach dem 2:2 des SV Wehen Wiesbaden beim Karlsruher SC am Freitagabend alle Beteiligten einig.

"Wir sind zufrieden mit dem Punkt", sagte Nick Bätzner, der mit seinem Abstauber-Tor den Endstand hergestellt hatte. Um dann anzufügen: "Aber wenn man das Spiel anguckt, besonders die zweite Hälfte, könnten wir sogar mit drei Punkten nach Hause fahren."

Eichner: "Sie haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht"

Tatsächlich hatte der SVWW kurz vor Spielende die klareren Chancen auf das dritte Tor. Einen Elfmeterpfiff für die Wiesbadener nahm Schiedsrichter Tom Bauer zudem richtigerweise zurück. "Ich bin mit dem Auftreten meiner Mannschaft zufrieden", bilanzierte Trainer Markus Kauczinski, den das Selbstbewusstsein seines Teams regelrecht erschrak. "Wir haben bis zum Schluss versucht, zu gewinnen. Wir haben fast schon zuviel nachgeschoben, sodass einem fast das Herz stehenbleibt."

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Highlights: Karlsruher SC - Wehen Wiesbaden

Im Hintergrund sieht man ein Fussballstadion, davor links das Logo vom Karlsruher SC und rechts das Logo vom SV Wehen Wiesbaden
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Von seinem Gegenüber gab es ein großes Lob für den SV Wehen Wiesbaden. "Wir können uns aufgrund der zweiten Halbzeit glücklich schätzen, dass wir hier mit einem Punkt nach Hause gehen", sagte KSC-Trainer Christian Eichner. "Sie haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht."

Verbesserungen in der SVWW-Offensive

Wobei die Wiesbadener bei den beiden Toren von Ivan Prtajin und Bätzner von Patzern von KSC-Keeper Patrick Drewes profitierten, der zwei Schüsse nicht festhalten konnte. Der SVWW war beide Mal hellwach und schlug zu. "Ich glaube, dass mich das heute Nacht noch ein bisschen beschäftigen wird", sagte Drewes nach dem Abpfiff.

Die Wiesbadener hoben ihre eigene Offensivleistung dennoch hervor. Drei Tore gegen die Hertha, zwei in Karlsruhe, das kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem, weil das Kauczinski-Team in der laufenden Zweitliga-Saison wahrlich nicht für offensives Feuerwerk bekannt ist. "Wir haben uns fußballerisch entwickelt", so der Trainer. Lob und Geschenke nahm man in Karlsruhe natürlich trotzdem gerne entgegen.