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Tarifkonflikt bei privaten Busunternehmen beigelegt

Streikender Busfahrer im Busdepot in Frankfurt. Streikweste mit Aufschrift: "Wir sind es wert."

Arbeitgeber und Gewerkschaft haben im Tarifkonflikt bei den privaten Busunternehmen im öffentlichen Nahverkehr den Schlichterspruch angenommen. Die Streik-Serie ist damit beendet.

Am Mittwoch in der vergangenen Woche hatten die Busfahrer und Busfahrerinnen privater Busunternehmen in Hessen nochmals für höhere Löhne gestreikt, nach den geplatzten Tarifverhandlungen begann dann am Montag die Schlichtung.

Am Freitag endete das Verfahren dann mit einer guten Nachricht für Pendlerinnen und Pendler, die auf den Busverkehr im öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind: Die Gewerkschaft Verdi, die die Fahrerinnen und Fahrer vertritt, und die Arbeitgeber haben den Schlichterspruch angenommen.

Inflationsausgleich und mehr Geld

Die rund 7.000 Fahrerinnen und Fahrer sollen in drei Schritten jeweils fünf Prozent mehr Geld erhalten - und das jeweils zum Jahresbeginn in den kommenden drei Jahren. Auch ein Inflationsausgleich von 3.000 Euro ist vorgesehen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende März 2027.

Die Arbeitgeberseite hatte den ehemaligen RMV-Geschäftsführer Volker Sparmann als Schlichter benannt, die Gewerkschaft Verdi den baden-württembergischen SPD-Politiker und ehemaligen Gewerkschaftsfunktionär Rudolf Hausmann.

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmen (LHO) nannte die Tarifeinigung eine "enorme Belastung" für Hessens private Busunternehmen. Wegen der steigenden Kosten müssten Verkehrs-Service-Verträge angepasst werden, sagte LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan.

Der LHO versicherte, auch die Unternehmer wollten motivierte und qualifizierte Fahrerinnen und Fahrer, weswegen sie die Arbeitsbedingungen auch unabhängig von höheren Gehältern verbessern wollten. Branchenkenner gehen davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren allein in Hessen 8.000 Busfahrer fehlen könnten.

Serie von Streiks endet

In dem Tarifkonflikt hatte die Gewerkschaft Verdi mehrfach zu Streiks aufgerufen, zuletzt zwischen den geplatzten Tarifverhandlungen und dem Beginn des Schlichterverfahrens. Dadurch war jeweils in vielen Städten und Gemeinden in Hessen der öffentliche Nahverkehr erheblich beeinträchtigt worden.

Auch für die Beschäftigten im Einzelhandel in Hessen endeten am Freitag die Tarifverhandlungen. Die rund 235.000 Beschäftigen in Hessen erhalten stufenweise mehr Geld und eine Inflationsprämie von 1.000 Euro.

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