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Frankfurt auf Platz 2 der deutschen Pendler-Städte

Wohin pendeln in Hessen die Arbeitnehmer? Aus welchen Landkreisen haben sie die längsten Anfahrtswege? Darüber gibt eine neue Studie Auskunft. Sie zeigt auch, dass Offenbach unter den Großstädten eine Sonderrolle einnimmt.

Rund 385.000 Menschen sind im vergangenen Jahr für ihren Job nach Frankfurt gependelt. Damit zieht die Stadt nach München bundesweit die meisten Pendlerinnen und Pendler an. Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Demnach kommen fast zwei Drittel (64 Prozent) der knapp 600.000 in der Stadt Beschäftigten von außerhalb. Das sind rund neun Prozent mehr als noch 2016. Aus der Stadt heraus pendeln laut der Studie 100.600 Menschen.

In Offenbach mehr Aus- als Einpendler

Hohe Einpendlerquoten haben auch Darmstadt (69 Prozent der Beschäftigten), Kassel (57 Prozent), Wiesbaden (56 Prozent) und Offenbach (68 Prozent). Das besondere an Offenbach: Während 2021 rund 32.700 Menschen in die Stadt hinein pendelten, fuhren mehr Menschen - insgesamt rund 39.800 Personen - für ihre Arbeit hinaus. Das komme nur bei wenigen Großstädten vor und hänge mit der direkten Nähe zu Frankfurt zusammen, teilte das BBSR am Dienstag mit.

Karte von Hessen mit 5 Städten, den Beschäftigten und die Einpendler

Pendler aus Limburg-Weilburg fahren am weitesten

Im Durchschnitt fuhren hessische Pendlerinnen und Pendler im vergangenen Jahr 17,5 Kilometer zum Arbeitsplatz. Damit liegen sie fast gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt von 17 Kilometern. Die größten Distanzen werden laut Statistik von Einwohnerinnen und Einwohnern der Kreise Limburg-Weilburg (25,9 Kilometer), Vogelsberg (22,7 Kilometer) und Rheingau-Taunus (22,3 Kilometer) zurückgelegt.

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Die kürzesten Pendlerstrecken fahren Bewohnerinnen und Bewohner der Städte Kassel (9,6 Kilometer), Frankfurt (11 Kilometer) und Offenbach (11,9 Kilometer).

Fast 60 Prozent Pendler in Deutschland

Die Auswertung des Bundesinstituts weist den Wohnort und den Arbeitsort von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus. Demnach haben im vergangenen Jahr bundesweit fast 60 Prozent der Beschäftigten nicht an ihrem Wohnort gearbeitet. Grundlage für die Studie sind Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Gegensatz zum Pendleratlas der BA berücksichtigt das BBSR auch diejenigen, die innerhalb eines Landkreises pendeln.

Wie viele Menschen tatsächlich zur Arbeit gefahren sind oder aber im Homeoffice tätig waren, gibt die Statistik nicht an. Auch über die Verkehrsmittel sagen die Daten nichts aus.

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