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Landgericht verurteilt Islamisten zu sieben Jahren Haft

Das Frankfurter Landgericht hat einen aus Kassel stammenden Islamisten zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hat er einen Anschlag vorbereitet.

In der Urteilsbegründung zeigte sich das Frankfurter Landgericht davon überzeugt, dass es sich bei dem 30 Jahre alten Angeklagten um einen "einschlägig vorbestraften terroristischen Straftäter handelt", von dem weiterhin eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehe.

Bereits 2011 war der eigentlich aus einem liberalen Elternhaus stammende Mann wegen umfangreichen Waffenbesitzes und der Ankündigung von Anschlägen zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Dennoch habe er seitdem weiter an einem "radikalislamistischen Narrativ" festgehalten.

Bereits vor zehn Jahren verurteilt

In der Wohnung des Beschuldigten war im April 2021 bei einer Hausdurchsuchung ein Waffen-, Sprengstoff und Munitionsarsenal sichergestellt worden. Mit diesen, so das Gericht, habe er intensiv geübt. So habe er einmal die Autobahn 7 mit einer Maschinenpistole beschossen. Die Tatsache, dass er bereits vor zehn Jahren wegen ähnlicher Taten verurteilt wurde, belege, wie tief der Mann im radikalislamistischen Gedankengut verwurzelt sei.

Im Strafmaß hielt sich die Staatsschutzkammer an den Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte lediglich eine Bewährungsstrafe gefordert und sich dabei an die Angaben seines Mandanten gehalten, der mit der Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat nichts zu tun gehabt haben will. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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