Hunderte Teilnehmer bei Demonstration von Fridays for Future Darmstadt

Frankfurt, Kassel, Darmstadt, Gießen: In mehreren hessischen Städten haben tausende Menschen für den Klimaschutz demonstriert. Sie forderten unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien.

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Fridays for Future demonstrieren in zahlreichen Städten

hs
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"There is no planet B", steht auf dem Schild, das der 18 Jahre alte Silvan in Gießen in die Höhe hält. "Das bedeutet, dass wir unseren Planeten nicht ausnutzen dürfen, weil wir keinen zweiten haben", erklärt er. Gemeinsam mit anderen Mitschülerinnen und -schülern hat er einen Zug organisiert, von seiner Schule zu der Demonstration in die Gießener Innenstadt.

Rund 700 Menschen haben sich laut Polizei am Freitag dort versammelt, dazu aufgerufen hatte die Bewegung Fridays for Future. Auch die 26-jährige Helena beteiligte sich am Protest. "Wir sind kurz davor, Kipppunkte zu erreichen, die Lage ist ernst und es passiert noch nicht genug", sagt die Studentin. "Wir müssen endlich das Ruder rumreißen, deswegen bin ich heute hier."

Demos in rund einem Dutzend Städte

In den vergangenen zwei Jahren war es zeitweise etwas ruhiger um die Klimaaktivistinnen und -aktivisten geworden. Große Demonstrationen waren wegen der Beschränkungen während der Corona-Pandemie zum Teil nicht möglich. "Aber langsam werden wir wieder laut", ist Studentin Helena überzeugt.

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Fridays-for-Future-Demos ziehen Tausende Teilnehmer an

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Dieser Eindruck bestätigt sich beim Blick in andere hessische Städte an diesem Freitag. Die beiden größten Demonstrationen fanden nach Polizeiangaben mit je 1.500 Teilnehmenden in Darmstadt und in Kassel statt. In Frankfurt zählte die Polizei etwa 1.200 Anhänger der Klimabewegung, in Marburg 800 und in Wiesbaden rund 600. Die Veranstalter sprachen teilweise von weit höheren Zahlen.

Proteste fanden unter anderem auch in Groß-Gerau, Marburg, Bad Homburg, Heppenheim und Gelnhausen statt. In Schöneck (Main-Kinzig) sollte es am Abend eine Fahrradtour für den Klimaschutz geben.

Für Verkehrswende und erneuerbare Energien

Unter dem Motto "People not Profit" setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür ein, dass erneuerbare Energien "radikal ausgebaut" werden und eine Verkehrswende schnell und konsequent umgesetzt wird.

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