Collage: Altstadt Frankfurt Eröffnungsfeier
Die Altstadt Frankfurt ist ein neuer Hotspot für Besucher. Zur Eröffnung findet eine spektakuläre Drohnenshow statt. Bild © hr, picture-alliance/dpa

"Neue Altstadt" - in Frankfurt gibt es das. Mit einem großen Bürgerfest hat die Stadt am Wochenende offiziell Eröffnung gefeiert. Bei bestem Wetter kamen 280.000 Menschen.

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Schauspieler in historischen Kostümen erzählten Frankfurter Geschichten. Ein römisches Schiff ruderte über den Main. Und eine spektakuläre Drohnenschow zeichnete Sternenbilder in den Himmel über die Skyline.

Am Wochenende feierte die Stadt Frankfurt die Eröffnung ihrer neuen Altstadt. Und 280.000 Menschen kamen.

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Bei bestem Wetter sei alles friedlich geblieben, wie die Polizei dem hr berichtete. Musik- und Theateraufführungen lockten die Besucher auf den Römerberg und an das benachbarte Mainufer. Zwischenzeitlich herrschte ein reges Gedrängel in den Altstadtgassen. Tausende Menschen begutachteten die Fassaden der über Jahre hinweg wiederaufgebauten Gebäude.

"Soul am Römer und Drohnenshow"

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Zum Konzertprogramm auf den beiden Altstadtbühnen gehörte unter anderem ein Konzert mit den Roma und Sinti Philharmonikern, Weltmusik der sambischen Sängerin Yvonne Mwale und eine Aufführung von Carl Orffs "Carmina Burana". Sänger der Oper Frankfurt gaben unter freiem Himmel ein Konzert. Die Dramatische Bühne Frankfurt zeigte ihre Inszenierung des "Faust". Die hr-Bigband feierte mit dem Sänger Laith Al-Deen "Soul am Römer", am Sonntag gaben die Rodgau Monotones den krönenden musikalischen Abschluss.

Absoluter Höhepunkt an gleich zwei Abenden war die Drohnenshow, bei der 110 Quadrocopter Sternenbilder in den Frankfurter Nachthimmel zeichneten. Schon die öffentliche Generalprobe am Freitag war gut besucht, am Samstag war das Mainufer dann so voll, dass es gesperrt werden musste. Die Polizei sprach von 150.000 Menschen und öffnete die Untermainbrücke für Fußgänger.

Zehn Millionen Touristen erwartet

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Der Grundstein für das umstrittene 200-Millionen-Euro-Projekt war vor sechseinhalb Jahren gelegt worden. Zwischen Dom und Römer wurden in den vergangenen Jahren auf einer Fläche von nur sieben Hektar 35 Häuser zum Teil originalgetreu wiederaufgebaut. An der Stelle stand vorher das aus dem Jahr 1972 stammende Technische Rathaus, das 2011 abgerissen wurde. Die Frankfurter Altstadt, die zu den größten Fachwerkvierteln in Deutschland gehörte, wurde 1944 im Bombenhagel der Alliierten fast komplett zerstört.

Die Bauzäune waren bereits Anfang Mai gefallen. Seitdem ist der Ort ein beliebter Anziehungspunkt für Besucher - darunter viele Touristen. Jeden Tag flanieren dort nach einer Zählung der Stadt rund 7.000 Menschen. Die Tourismus+Congress GmbH rechnet - auch durch die Anziehungskraft der neuen Altstadt - spätestens 2019 mit zehn Millionen Touristen in Frankfurt.