Demonstranten in den gelb-blauen Farben der Ukraine demonstrieren mit Fahnen und Schildern.

Seit sechs Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. Der Stichtag fällt auf ein besonderes Datum: den ukrainischen Unabhängigkeitstag. An vielen Orten in Hessen wurde zu diesem Anlass Solidarität mit dem Land gezeigt - in Frankfurt demonstrieren Tausende.

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Hessische Regierung zeigt Solidarität mit Ukraine

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Mehrere tausend Menschen haben am Mittwochabend in Frankfurt für Solidarität mit der Ukraine demonstriert. Am Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit vor 31 Jahren zogen nach Angaben der Polizei vom Willy-Brandt-Platz etwa 5.000 Teilnehmer zum Römer. Seit exakt sechs Monaten tobt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Demonstranten zeigten sich in den ukrainischen Landesfarben blau und gelb, zeigten Plakate und Fahnen. Angemeldet worden war die Demonstration vom Verein "Perspektive für Ukraine" - der mit 500 bis 600 Teilnehmern gerechnet hatte. Der Polizei zufolge verlief die Veranstaltung friedlich und ohne Auffälligkeiten.

Staatskanzlei in den Farben der Ukraine

In ganz Hessen waren als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine verschiedene Aktionen geplant. Die hessische Regierung zeigte ihre Unterstützung bereits in der Nacht zum Mittwoch: Die Staatskanzlei in Wiesbaden wurde in den Farben der ukrainischen Flagge angestrahlt. Am Abend sollte der Amtssitz von Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) Uhr noch einmal blau und gelb beleuchtet werden.

Der Landtag hisste zudem die ukrainische Nationalflagge. "Die Ukraine darf in dieser schwierigen Zeit mit Hessen einen verlässlichen Partner und Freund an ihrer Seite wissen", erklärte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.

Freiheit verpflichte zu Solidarität und Menschlichkeit. "Und das gilt natürlich insbesondere, wenn die Freiheit direkt vor unserer Haustür in Europa bedroht ist." Die Landtagspräsidentin dankte den Hessinnen und Hessen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Parteien riefen zu Kundgebung auf

Bereits ab 18 Uhr hatten am Mittwochabend die Frankfurter Parteien CDU, Grüne, FDP und Volt zu einer Solidaritätsveranstaltung auf den Paulsplatz aufgerufen. So wolle man der Unterstützung öffentlich Ausdruck verleihen. "Wir bleiben entschlossen an der Seite der Ukraine und unterstützen diese weiter durch Solidarität, Sanktionen gegen die russische Föderation, Waffenlieferungen und wirtschaftliche Unterstützung", hieß es in einem Aufruf zur Kundgebung. Schließlich folgten dem Aufruf nach Angaben der Polizei etwa 80 Menschen, die sich dann dem Zug am Willy-Brandt-Platz anschlossen.

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Ein halbes Jahr Krieg in der Ukraine

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Der ukrainische Generalkonsul in Frankfurt, Vadym Kostiuk, war derweil in Darmstadt erwartet worden: bei einer Veranstaltung des Vereins "Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova" (PDUM). Neben Kostiuk sollte dort auch der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) sprechen.

Benefizkonzert mit ukrainischer Rapperin in Kassel

Unter dem Motto #StandWithUkraine organisierten die Initiative "Offen für Vielfalt" und das Kulturzelt Kassel am Mittwochabend ein Benefizkonzert mit der ukrainischen Rapperin Alyona Alyona. In ihrer Heimat ist die 31-Jährige ein Star. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine leistet sie Freiwilligendienst in ihrer Heimatstadt Baryschiwka und organisiert Hilfs- und Spendenaktionen.

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Benefizkonzert – ukrainischer Rap-Star in Kassel

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Zum Konzert waren insbesondere Menschen mit Fluchterfahrung eingeladen sowie Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen bei ihrer Ankunft in Kassel und der Region unterstützen. Der Erlös sollte an eine Hilfsorganisation in der Ukraine gespendet werden.

Freundschaftsfest in der Rhön

Musikalisch wurde der ukrainische Unabhängigkeitstag auch in der Rhön begangen: Bei einem Freundschaftsfest im Landhotel Rhönblick in Petersberg (Fulda) solletn am Mittwochnachmittag deutsche Helfer und ukrainische Geflüchtete zu Musik- und Gesangseinlagen zusammenkommen. Veranstaltet wurde das Fest von den Vereinen Rhöner Nachbarschaftshilfe und Ukraine Aid Fulda, die seit Beginn des Krieges Hilfstransporte organisieren.

Rund 80.000 Geflüchtete in Hessen angekommen

Seit Kriegsbeginn am 24. Februar sind nach Angaben des Innenministeriums 79.286 Geflüchtete aus der Ukraine in Hessen angekommen, darunter 51.232 Frauen, 22.694 Kinder sowie 6.425 Jugendliche. Derzeit würden täglich rund 200 Menschen nach Hessen kommen.

Allein nach Frankfurt kamen der Stadt zufolge bislang rund 7.300 Ukrainerinnen und Ukrainer. Deutschlandweit wurden zwischen Ende Februar und Ende August 967.546 Geflüchtete registriert.

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