Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt gegen PAOK

Eintracht Frankfurt kehrt nach den Straßen- und Schlammschlachten der vergangenen Tage in den sportlichen Alltag zurück und kämpft gegen PAOK Saloniki um den Gruppensieg. Personell gibt es weiter Probleme. Das Wichtigste zum Spiel.

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Die gesamte Eintracht-PK vor dem PAOK-Spiel

Dino Toppmöller still
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Vier Tage nach den schweren Ausschreitungen rund um das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart treffen die Hessen in der Gruppenphase der Conference League auf PAOK Saloniki. Los geht's am Donnerstagabend um 21 Uhr.

Die Ausgangslage

Die Vorfreude auf ein Europapokal-Spiel war in Frankfurt mit Sicherheit schon einmal größer. Rein sportlich ist das Kräftemessen mit Saloniki aber genau das, was die Eintracht und ihre Fans so lieben. Da die Griechen die Conference-League-Gruppe aktuell mit einem Punkt Vorsprung anführen, brauchen die Hessen für den Sprung auf Platz eins auf jeden Fall einen Sieg.

Da nur der Gruppensieger direkt für das Achtelfinale qualifiziert ist und der Zweite noch einen Umweg über die Zwischenrunde gehen muss, gibt es also endlich mal wieder ein Endspiel (wenn auch ein kleines) mit Frankfurter Beteiligung. Das Hinspiel endete mit 1:2 aus Frankfurter Sicht, Torhüter Kevin Trapp sah nach einer Rudelbildung nach Abpfiff eine unberechtigte Rote Karte. Auch da ist also noch eine Rechnung offen. Unter normalen Umständen beste Voraussetzungen für einen rauschenden Europapokal-Abend.

Für die Eintracht geht es zudem darum, zu beweisen, dass die schwache Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen Stuttgart nur ein Ausrutscher war.

Das Personal

Abwehrchef Robin Koch ist zwar zurück im Training, ein Einsatz gegen PAOK Saloniki kommt aber noch zu früh. "Wir sind vorsichtig optimistisch, dass er Sonntag wieder im Kader ist", sagte Trainer Dino Toppmöller am Mittwoch. Neben dem Langzeitverletzten Sebastian Rode werden auch Jens Petter Hauge und Timothy Chandler ausfallen.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche Aufstellung Eintracht Frankfurt PAOK Saloniki

So könnte PAOK spielen: Kotarski - Vieirinha, Troost-Ekong, Koulierakis, Rafa Soares - Ozdoev, Schwab - Despodov, Konstantelias, Taison - Brandon

Das sagen die Trainer

Dino Toppmöller: "Wir wissen um die Bedeutung des Spiels. Wir wollen unbedingt gewinnen und auf Platz eins. Wir haben natürlich im Hinterkopf, was im Hinspiel passiert ist. Wir brauchen Emotionalität, aber einen kühlen Kopf. Wir wissen, dass PAOK offensiv sehr gut ist. Wir müssen das gut verteidigen und dann unsere Chancen nutzen."

Razvan Lucescu (PAOK Saloniki): "Das Hinspiel war ein sehr hartes Spiel. Viel Kampf, viel Tempo. Wir haben mehr als alles geben und bis zum letzten Moment an den Sieg geglaubt. Das war kein einfacher Sieg für uns. Die Eintracht wird den Support ihrer Fans haben, aber auch von uns werden einige Fans hier sein. Natürlich kann das einen Einfluss aufs Spiel haben, aber wir kennen uns in Griechenland mit einer solchen Atmosphäre aus."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Auf Seiten der Gäste sticht vor allem Offensiv-Allrounder Andrija Zivkovic hervor. Der Serbe, der im Hinspiel zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung traf, ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Griechen und mit wettbewerbsübergreifend zehn Toren auch der beste Torschütze im Team. Da Zivkovic zudem am vergangenen Wochenende gelbgesperrt war und dementsprechend ausgeruht ist, sollte die Eintracht gewarnt sein. Auch Brandon Thomas, der spanische Stürmer mit englischen Wurzeln und englischem Namen, sollten die Hessen auf dem Zettel haben.

Bei der Eintracht wird vor allem spannend, ob die Eintracht ihre Defensive auch ohne Koch dicht bekommt. Dauer- und Edelreservist Mario Götze hätte zudem mal wieder eine Chance von Beginn an verdient.

Die Statistik des Spiels

Die Statistik des Spiels ist dieses Mal ein Rechenspiel des Spiels. Klar ist: Um an PAOK vorbeizuziehen, braucht die Eintracht einen Sieg. Bei einem Unentschieden wären die Hessen weiter mit einem Punkt Rückstand Zweiter, bei einer Niederlage wäre Platz eins nicht mehr erreichbar. Sollten die Hessen PAOK schlagen und auch in Aberdeen gewinnen, ist Platz eins ohnehin klar.

Sollten die Hessen PAOK schlagen, in Aberdeen einen Punkt holen und Saloniki gleichzeitig gegen Helsinki gewinnen, zählt zunächst der direkte Vergleich und dann das Torverhältnis. Dort hat die Eintracht aktuell (10:3) einen Vorteil gegenüber den Griechen (10:7). Wichtig zudem: Auf Platz drei kann das Team von Trainer Toppmöller nicht mehr abrutschen. Wenn es am Ende nur zu Platz zwei reichen sollte, geht es Mitte Februar in der Zwischenrunde gegen einen der Absteiger aus der Europa League.

So verfolgen Sie das Spiel

hr-iNFO überträgt das Spiel live und in voller Länge. Sie können den Audio-Stream zur Übertragung auch auf hessenschau.de finden. Die Kommentatoren sind Tim Brockmeier und Dirk Schmitt.

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Livestream

Audiostream: 1:2 - Eintracht verliert gegen PAOK

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