"Neues Umleitungskonzept" Rauhebergtunnel bleibt dicht - ICE-Züge verspäten sich

Weil ein Tunnel zwischen Göttingen und Kassel nicht fertig wird, fahren die ICE-Züge dort ab März nach einem neuen Plan. Das bedeutet längere Fahrtzeiten - bis zu zwei Stunden.

Ein ICE fährt in den Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel ein. Am Nebengleis hält ein weiterer ICE.
Ein ICE fährt in den Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel ein. Am Nebengleis hält ein weiterer ICE. Bild © picture-alliance/dpa
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Wegen der anhaltenden Bauarbeiten im Rauhebergtunnel auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Göttingen und Kassel fahren die ICE-Züge dort ab März nach einem "neuen Umleitungskonzept" wie die Bahn es nennt.

Alle Verbindungen zwischen Göttingen und Kassel werden demnach umgeleitet, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Zusätzliche Verspätungen kämen hinzu.

Wasser in den Tunnel eingedrungen

In dem Tunnel werden seit Dezember unter anderem auf rund 300 Metern Gleise aus- und wieder eingebaut und der Schotter erneuert. In den vergangenen Jahren war immer wieder Wasser in den Tunnel eingedrungen.

Die Arbeiten hatten sich aufgrund des starken Regens und des dadurch gestiegenen Grundwasserspiegels im Dezember verzögert. Die Bahn rechnet damit, dass die Bauarbeiten spätestens Ende Mai beendet sind - möglicherweise auch schon etwas früher.

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Der 1987 fertiggestellte Rauhebergtunnel ist mehr als fünf Kilometer lang und unterquert östlich der niedersächsischen Stadt Hannoversch Münden den Rauheberg - seinen Namensgeber.

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Wasser und Bauarbeiten im Rauhebergtunnel zwischen Göttingen und Kassel
Grundwasser beeinträchtigt die Bauarbeiten im Rauhebergtunnel zwischen Kassel und Göttingen. Bild © DB AH/ Franziska Becker

Streckensperrung: Das gilt nun zwischen Berlin und Frankfurt

Ab dem 1. März bis zum 22. März fahren die ICE-Züge alle zwei Stunden und werden wegen der Bauarbeiten im Tunnel zwischen Göttingen und Kassel über die Nahverkehrsstrecke umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrt um 35 Minuten. Üblicherweise dauert die ICE-Fahrt vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe zum Bahnhof Göttingen rund 20 Minuten. 

Wer ohne Umleitung von Frankfurt nach Berlin oder umgekehrt fahren möchte, kann die stündliche Verbindung über Erfurt und Fulda nehmen.

Ab dem 23. März wird es nochmal komplizierter: Wegen einer weiteren Baustelle zwischen Fulda und Frankfurt fahren die Züge nur noch zwischen Berlin und Göttingen. Der Abschnitt Göttingen - Frankfurt entfällt. Zu dieser Baustelle, die auf dem Streckenabschnitt zwischen Hanau und Fulda ab dem 22. März bis zum 7. Juni eingerichtet wird, gibt es nach Angaben der Bahn vom Mittwoch noch keine konkreteren Infos. Nur so viel: Es werden Schienen, Schotter und Schwellen repariert und ausgetauscht - standardmäßige Sanierungsarbeiten also.

Reisende, die in dieser Zeit von Berlin nach Frankfurt fahren wollen, können die stündliche Verbindung über Erfurt nutzen, müssen aber wegen der Baustelle zwischen Fulda und Frankfurt eine Stunde Fahrzeit mehr einplanen.

Wer mit dem Zug von Kassel nach Berlin reisen möchte, muss zunächst bis Göttingen mit dem Regionalzug fahren und kann dann in Göttingen in einen ICE nach Berlin steigen. Umgekehrt muss auch das letzte Stück von Göttingen nach Kassel wieder mit dem Regionalzug bestritten werden.

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Service-Hinweis

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, ihre Verbindungen zu überprüfen: in der Fahrplan-Auskunft, der App DB Navigator oder dem Portal für baubedingte Fahrplanänderungen. Telefonisch zu erreichen ist die DB Service-Hotline unter 030 / 2970.

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Zwei Stunden mehr zwischen Hamburg und Frankfurt

Die Züge zwischen Hamburg und Frankfurt fahren weiterhin stündlich, sie werden aber vom 1. März bis zum 22. März wegen der Baustelle im Rauhebergtunnel zwischen Göttingen und Kassel ebenfalls umgeleitet. Reisende müssen hier 50 Minuten mehr Fahrzeit einplanen.

Ab dem 23. März müssen die Züge infolge der zeitgleichen Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Fulda und Frankfurt zusätzlich zwischen Kassel und Frankfurt umgeleitet werden. Dadurch verlängert sich die Reise von Hamburg nach Frankfurt und umgekehrt um gut zwei Stunden. Der Sprinter, der diese Strecke sonst in dreieinhalb Stunden schafft ist damit vorübergehend Geschichte, die Reise dauert dann etwa fünfeinhalb Stunden.

Auch auf der Verbindung zwischen Hamburg und München ist laut Bahn ab März mit einer Verspätung von etwa 30 Minuten zu rechnen.

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Redaktion: Katrin Kimpel

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Sendung: hr-iNFO, 21.02.2024, 17.30 Uhr

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Quelle: hessenschau.de, dpa/lhe