Ein Schiedsgericht in Sankt Petersburg hat Vermögen mehrerer Banken, darunter Deutsche Bank und Commerzbank mit Sitz in Frankfurt, in Russland eingefroren.

Das meldete die russische Nachrichtenagentur Tass am Samstag. Beantragt hatte dies demnach eine Tochtergesellschaft von Gazprom zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee. Sie erhebt gegen die Deutsche Bank Ansprüche von rund 239 Millionen Euro und gegen die Commerzbank Ansprüche von rund 95 Millionen Euro. Hintergrund ist der geplatzte Bau des Terminals wegen westlicher Sanktionen, für den die Banken mit gebürgt hatten.

Bei der Deutschen Bank hieß es, es bleibe abzuwarten, wie diese Entscheidung von den russischen Gerichten umgesetzt werde und welche Folgen dies für den operativen Betrieb des Instituts in Russland habe. Die Bank sehe sich jedoch durch eine Entschädungsvereinbarung "vollständig abgesichert".