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Tausende bei Demo gegen Rechtsruck in Wiesbaden

Der Protestzug führte vom Hauptbahnhof in Wiesbaden zum Dernschen Gelände.

In Wiesbaden sind am Abend rund 15.000 Menschen zu einer Demonstration gegen Rassismus, Rechtsextremismus und die AfD zusammengekommen. Weitere Proteste soll es ab Freitag unter anderem in Frankfurt und Marburg geben.

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Demo gegen Rechtsextremismus in Wiesbaden

"Bunt statt braun": Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten Plakate mit.
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Die Demonstration in Wiesbaden gegen Rechtsextremismus und die AfD begann am Donnerstagabend um 18 Uhr. Laut Polizei nahmen 15.000 Menschen teil. Damit korrigierten die Beamten erste Angaben nach oben, in denen von 11.000 bis 12.000 Demonstrierenden die Rede war.

Zunächst versammelten sich demnach rund 5.000 Menschen am Hauptbahnhof, später kamen viele weitere hinzu. Die Veranstalter hatten mit weitaus weniger gerechnet und 500 Teilnehmende angemeldet.

Aufgerufen zu der Demo hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen und Parteien. Vom Hauptbahnhof zog ein Protestzug zum Dernschen Gelände in der Innenstadt, wo um 19 Uhr eine Kundgebung begann.

Die Demonstration in Wiesbaden begann am Hauptbahnhof.

Als Redner trat Oberbürgermeiser Gert-Uwe Mende (SPD) auf. Er bedankte sich bei den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus. Die Demonstration verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

Weitere Großdemos in Frankfurt und Marburg

Weitere Großdemonstrationen sind bereits geplant: unter anderem am Freitag (26.01.) in Frankfurt und Marburg sowie am Samstag (27.01.) ebenfalls in Marburg.

Die Demo in Frankfurt soll am Freitag um 17 Uhr am Roßmarkt in der Innenstadt beginnen und zum Rathaus Römer führen. Aufgerufen hat ein breites Bündnis von über 50 Gruppen, darunter Parteien, Gewerkschaften und der Allgemeine Studierendenausschuss der Goethe-Universität Frankfurt.

In Marburg sind zunächst für Freitag ab 17 Uhr eine Kundgebung und eine Demonstration geplant. Treffpunkt ist die Stadthalle in der Biegenstraße (Erwin-Piscator-Haus). Zu den Organisatoren gehören die DGB Jugend, die Interventionistische Linke und die Freie Arbeiter*innen-Union.

Für Samstag ruft der Magistrat zur Teilnahme ab 15 Uhr ebenfalls vor der Stadthalle auf. Unterstützt wird dieser Protest laut Mitteilung von mehr als 100 Organisationen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Kommunen aus der Stadt und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf.

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Kampf gegen Rechtsextremismus: Was die Demos bewirken

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Geheimtreffen von Rechten und AfDlern als Auslöser

Seit Wochen kommen bundes- und hessenweit tausende Menschen zu Protesten gegen Rechtsextremismus und gegen die AfD zusammen. Erst am Dienstag hatten rund 17.000 Menschen in Darmstadt demonstriert.

Auch in Frankfurt, Kassel, Offenbach und weiteren hessischen Städten hatte es in den vergangenen Tagen entsprechende Proteste gegeben. So waren in Frankfurt am Samstag 40.000 Menschen zusammengekommen, um für die Demokratie einzustehen.

Auslöser waren Berichte des Recherchezentrums Correctiv über ein Geheimtreffen von AfD-Politikern mit Rechtsextremisten in Potsdam. Dort soll auch über Massenvertreibungen von Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen worden sein.

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