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INSM-Bildungsmonitor sieht Hessen im Mittelfeld

Hessen liegt bei einem Vergleich der Bundesländer zur Qualität der Bildungssysteme nur im Mittelfeld. Vor allem in drei Bereichen gebe es noch großes Verbesserungspotential, heißt es im neuen Bildungsmonitor des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Unterdurchschnittliche Schulqualität, wenig Fremdsprachenunterricht an Grundschulen, wenige Forscher: Laut der am Mittwoch veröffentlichten Studie "INSM-Bildungsmonitor 2021" des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt Hessen wie schon im vergangenen Jahr Platz sieben der 16 Bundesländer. Bewertet wurden bei dem Monitoring die Bildungssysteme vom Kindergarten bis zur Hochschule.

Positiv laufe es etwa bei der Integration, der Ganztagsförderung und der Digitalisierung. So gingen nur vergleichsweise wenige ausländische Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss von der Schule ab (4. Platz), die Schulabbrecherquote sei sogar die niedrigste in Deutschland. Zudem ist die Ausstattung mit schnellem Wlan an den Schulen recht gut (7. Platz), die Anzahl der IT-Hochschulabsolventen liege über dem Bundesdurchschnitt.

Naturwissenschaften: mangelhaft

Es gebe aber weiterhin deutliche Verbesserungsmöglichkeiten bei der Internationalisierung, der Schulqualität und der Forschung, heißt es. So sei der Anteil der Grundschüler, die in Fremdsprachen unterrichtet würden, vergleichsweise gering (hier liegt Hessen auf dem 15. Platz). Neuntklässler hätten unterdurchschnittliche Kompetenzen in den Naturwissenschaften (Platz 13). Zudem seien gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes nur wenige Forscher in Hessen tätig (Platz 13 auch hier).

Ganz vorne beim Bildungsmonitor lag erneut Sachsen vor Bayern, Schlusslicht war wieder Bremen. Insgesamt hätten sich in fast der Hälfte der Bundesländer die Bildungssysteme seit 2013 unterm Strich verschlechtert, bilanziert die INSM. Vor allem in den sogenannten MINT-Fächern - Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - müsste eine Förderinstrastruktur aufgebaut werden.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft erstellt seinen Bildungsmonitor seit 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Diese wird nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

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