In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • "Hochzeitstag" im Hessischen Landesmuseum Kassel

    Dieser Februar war mit gleich zwei "Schnapsterminen" ein beliebter Hochzeitsmonat. Auch das Hessische Landesmuseum in Kassel sagt "Ja!" und beschäftigt sich ab Freitag in einer neuer Ausstellung mit dem Thema Heiraten. Zahlreiche Leihgaben aus Nordhessen sind in der Ausstellung zu sehen. Dazu gehört festliche Hochzeitsmode ebenso wie traditionelle afghanische Kleidung zum Henna-Abend, aber auch Stücke zur Aussteuer und Glückssymbole aus vielen Teilen der Welt.

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    Hochzeitsausstellung im Landesmuseum Kassel

    Schwarz-weiß-Foto einer Hochzeitsgesellschaft
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    Ein historischer Teil präsentiert Hochzeitskleidung und Erinnerungsstücke aus den Sammlungen der MHK vom späten 18. bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Jens Wellhöner hat gelernt: der Traum in Weiß war gar nicht immer weiß.

  • So wird Gehen zur Kunst

    Ob zur Entspannung oder als Protest: Gehen hat viele Facetten. Um die umstrittenen "Corona-Spaziergänge" geht es in der Frankfurter Schirn aber nicht. Die neue Ausstellung "Walk" zeigt vielmehr, dass Gehen auch Kunst sein kann.

  • Gedenktafel für Blanka Zmigrod wird enthüllt

    Vor 30 Jahren, am 23. Februar 1992, wurde im Frankfurter Kettenhofweg auf offener Straße eine Frau erschossen. Der Täter: ein schwedischer Rechtsterrorist und mehrfacher Mörder. Sein Opfer: die polnisch-jüdische Holocaust-Überlebende Blanka Zmigrod. Die Tat sorgte damals für Entsetzen - und geriet doch in Vergessenheit. Erst der Student Ruben Gerczikow sorgte dafür, dass das Opfer wieder sichtbar wurde. Er startete 2021 eine Online-Petition, damit am Tatort eine Gedenktafel an die 68-Jährige erinnert, die ihr halbes Leben in Frankfurt verbrachte.

    Am Mittwoch, ihrem 30. Todestag, wird nun die Gedenktafel im Beisein von Zmigrods Familienangehörigen offiziell eingeweiht. Die Gedenkkundgebung beginnt um 18 Uhr im Kettenhofweg/ Ecke Niedenau. Dabei solle an Blanka Zmigrod erinnert und der Umgang mit Kontinuitäten rechten Terrors kritisch eingeordnet werden, schreibt die Jüdische Gemeinde Frankfurt in ihrer Einladung.

  • Hasen hoppeln in der Kinder-Akademie Fulda

    Die Ausstellung "Hasenspuren - von Hasen und Osterhasen" ist ab 10. März erneut in der Kinder-Akademie Fulda zu sehen. Thema ist die Natur- und Kulturgeschichte des Hasen. Besucher sollen den Feldhasen, seine Lebensweise, seinen Lebensraum und seine gefährdete Wirklichkeit kennenlernen. Zudem geht es um die Fragen: Was unterscheidet ihn vom Kaninchen? Und was haben Hasen eigentlich mit Ostern zu tun?

    Für angemeldete Gruppen gibt es Führungen. Die Schau geht bis zum Ende der hessischen Schulferien am 24. April.

    Zwei Hasen auf einem Acker
  • Spielfilm-Debüt "Trübe Wolken"

    In "Trübe Wolken" erzählt der in Mittelhessen aufgewachsene Regisseur Christian Schäfer vom Erwachsenwerden. Dafür drehte Schäfer in Dillenburg, Haiger, Herborn, Wetzlar und Gießen und brachte Kamera und Crew sogar in seine früheren Klassenräume der Gewerblichen Schule in Dillenburg.

    Mit seiner Mischung aus Jugenddrama und Thriller überzeugte er die Kritiker, etwa beim Filmfestival Max Ophüls Preis und beim Lichter Filmfest in Frankfurt. Jetzt kommt sein Film in die Kinos.

  • Knochenfunde an Michaelskirche in Fulda

    Bei Fundamentarbeiten für eine Dombeleuchtung haben Bauarbeiter an der Michaelskirche in Fulda menschliche Gebeine gefunden. Schädel, Wirbel, Rippen - Knochen von mehreren Menschen kamen bei der Grabung ans Tageslicht. Nach Schätzungen von Archäologen dürften die Knochen sehr alt sein, denn an der Stelle befand sich der Friedhof des ersten Fuldaer Klosters aus dem 8. Jahrhundert.

    Die größere Überraschung für die Forscher ist, dass die Knochen an einer bislang unbekannten Mauer entdeckt wurden. Das bedeutet, dass der Verlauf der Einfriedung um den Klosterbezirk und den Mittelalterfriedhof anders war als bislang gedacht. Kreisarchäologin Milena Wingenfeld vermutet, dass die Knochen einst am jetzigen Fundort landeten, um Platz zu schaffen für neue Gräber.

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    Historischer Knochenfund in Fulda

    Dom und Michaelskirche in Fulda
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  • "Brokeback Mountain" für die Bühne

    "Brokeback Mountain" ist der Titel einer Erzählung von Annie Proulx und natürlich ein oscar-gekrönter Film. Der Komponist Charles Wuorinen hat sich davon zu einer Oper inspirieren lassen, die jetzt am Stadttheater Gießen aufgeführt wurde. 1963 verlieben sich zwei Cowboys beim Schafehüten in den Bergen von Wyoming, heiraten jedoch später und wagen nie, sich zu ihrer Liebe zu bekennnen. Christiane Hillebrand berichtet von der Premiere. Einen Mitschnitt sendet hr2-kultur am Samstag, den 5. März, um 20 Uhr.

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    Duett für zwei Cowboys

    Stadttheater Gießen: Brokeback Mountain
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  • Ein musikalisches Fest mit Rossini-Oper

    Na gut, Rossini hat den "Barbier von Sevilla" geschrieben, aber was sonst noch? Erst 1986 wieder entdeckt und immer noch selten gespielt ist "Bianca e Falliero". Die Oper Frankfurt hat sich des Stücks angenommen. Die Handlung tut wenig zur Sache, aber die Koloraturen verlangen den Sängern Höchstleistungen ab. Und die Oper Frankfurt löst den hohen Anspruch Rossinis grandios ein - berichtet Imke Turner nach der Premiere am Sonntag.

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    Rossinis "Bianca" - mehr als "Der Barbier von Sevilla"

    Beth Taylor in der Rolle des Falliero und Heather Phillips als Bianca
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  • Sprachberatung feiert 75. Geburtstag

    Rund 5.000 Mal im Jahr beantwortet die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bei ihrer Sprachberatung Fragen rund um Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. "Wir beraten Privatpersonen genauso wie Behörden und Institutionen", teilte die GfdS am Montag in Wiesbaden anlässlich ihres Gründungsjahres vor 75 Jahren mit. Besonders die Rechtschreibung gebe den Menschen immer wieder Rätsel auf, aber auch der richtige Kasus, Fremdwörter, Genderformen und Vornamen.

    Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Unter anderem wählt sie jedes Jahr das Wort des Jahres und gibt die beliebtesten Vornamen bekannt. Die GfdS wird von der Bundesregierung und von der Kultusministerkonferenz gefördert.

  • Top-Thema

    Bauarbeiten auf Mathildenhöhe ziehen sich

    Die Eröffnung der Ausstellungshallen auf der Darmstädter Mathildenhöhe verschiebt sich erneut um einige Monate. Seit 2012 sind die Hallen für die Sanierung geschlossen und noch vor der Sommerpause sollte mit einer neuen Schau die Wiedereröffnung gefeiert werden. Wie das Darmstädter Echo berichtet, werden sich die Tests für die Gebäudetechnik bis in den Sommer hinziehen. Wann die Eröffnungsausstellung gezeigt wird? "Noch in diesem Jahr", zitiert das Echo aus einem Infoblatt der Stadt.

    Mathildenhöhe
  • Bonhoeffer-Lied bei Querdenker-Demos: Komponist wehrt sich

    Judenstern und Anne Frank - Impfgegner schwingen oft die ganz große Keule, wenn es um ihre Lage geht. Immer öfter singen sie ein Lied mit Zeilen von Dietrich Bonhoeffer. Dessen Komponist aus Mittelhessen will das verbieten lassen.

  • Orientierung für die Pubertät

    Werden Kinder gut genug aufgeklärt? Nein, findet eine Frankfurter Sozialpädagogin und schreibt ein Buch, das Fragen von Pubertierenden beantworten soll. Ihr Ansatz: Vermeintliche Peinlichkeiten nicht nur ansprechen, sondern auch zeigen.

  • Top-Thema

    Hessische Sternsinger vertreten Deutschland in Rom

    Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg: Alexandra, Joshua, Miriam und Julian, sind Sternsinger aus Hessen. Sie vertreten Deutschland in diesem Jahr beim Neujahrsgottesdienst mit dem Papst im Petersdom in Rom. Sie kommen aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Bad Camberg im Bistum Limburg. Und weil Limburg im kommenden Jahr die bundesweite Sternsingeraktion eröffnet, darf diese kleine Delegation nach Rom fliegen. Die vier sind die einzigen deutschen Sternsinger beim Gottesdienst am 1. Januar in Rom. Das Programm ist voll: Sie treffen die Schweizer Garde, dürfen Sightseeing machen und - vielleicht gibt es sogar ein Händeschütteln mit dem Papst.

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    Hessische Sternsinger beim Neujahrsgottesdienst in Rom

    Eine goldene Krone liegt auf einem Holztisch
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  • Top-Thema

    Wiesbaden feiert 100 Jahre Jawlensky mit Jubiläumsausstellung

    Sieben Menschen in Kleidung der 1920er Jahre Arm in Arm

    Das Museum Wiesbaden zeigt erstmals all seine 111 Bilder von Alexej Jawlensky gemeinsam. Die Jubiläumsausstellung "Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden" zum 100. Jahrestag der Übersiedlung des Malers in die Stadt beginnt am heutigen Freitag. Drei der Bilder waren erst im Verlauf der Ausstellungsvorbereitungen in den Besitz des landeseigenen Museum gekommen. Neben den Gemälden Jawlenskys gehören auch eine Reihe von Bildern mit ihm befreundeter Maler sowie Briefe und persönliche Gegenstände aus seinem Haushalt zu den Exponaten. Darunter ist auch die deutsche Einbürgerungsurkunde Jawlenskys von Ende der 1930er Jahre, die seine Enkelin Angelica Jawlensky Bianconi dem Museum Wiesbaden aus Anlass der Jubiläumsschau geschenkt hat.

    Alexej von Jawlensky wurde 1864 im russischen Torschok geboren und starb 1941 in Wiesbaden. Der Expressionist wurde neben Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger als Teil der Künstlergruppe "Blaue Reiter" bekannt.

  • Top-Thema

    Hessen zeigt 2022 Spuren der Kelten

    Siedlungsüberreste, Salzgewinnung, Schmuck, Grabhügel: Die Kelten haben viele Spuren in Hessen hinterlassen. Für 2022 ruft das Land Hessen nun das erste Archäologie-Jahr mit einem entsprechenden Schwerpunkt aus, um die Kelten bekannter zu machen. Museen, Archäologen und Vereine arbeiten dabei zusammen. Mit dabei ist natürlich die Keltenwelt am Glauberg, aber auch Museen in Frankfurt und Fulda, Fundorte in ganz Hessen und die Hessische Landesarchäologie. In acht verschiedenen Ausstellungen wird es Stücke zu sehen geben, die vorher noch nie gezeigt wurden, wie etwa Teile einer Salzgewinnungsanlage der Kelten aus Bad Nauheim.

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    2022 wird das Jahr der Kelten in Hessen

    Stein-Statue eines keltischen Fürsten in der Keltenwelt am Glauberg
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  • Kornhoff wird Direktor des Museums Reinhard Ernst

    Oliver Kornhoff wird Gründungsdirektor des Museums Reinhard Ernst, das derzeit in der Wiesbadener Innenstadt entsteht. Kornhoff war zuvor Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck in Remagen. "Das Museum Reinhard Ernst ist ein Museum, das zugleich Schatzhaus, Baukunstwerk und ein gesellschaftlicher Treffpunkt ist", freut sich Kornhoff auf seine Aufgabe.

    Das vollständig privat finanzierte Museum Reinhard Ernst wird sich der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit widmen. Das vom japanischen Architekten Fumihiko Maki entwickelte Gebäude soll 2022 eröffnet werden.

    Oliver Kornhoff