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Audioseite Bundestagswahl: Rekordbeteiligung bei Briefwahl

Auf einem Tisch liegen ordentlich gestapelt viele rote Briefwahlumschläge.

Rund zwei Wochen vor der Bundestagswahl steht bereits fest: In etlichen Städten wird es eine Rekordbeteiligung bei der Briefwahl geben. Die Corona-Pandemie ist nur einer der Gründe.

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September melden einige hessische Städte eine Rekordbeteiligung bei der Briefwahl. Noch nie seien so viele entsprechende Anträge bei einer Bundestagswahl verzeichnet worden, sagte der Leiter des Frankfurter Bürgeramts, Oliver Becker, der Nachrichtenagentur dpa. In Hessens größter Stadt wurden bislang annähernd 150.000 Briefwahlunterlagen ausgestellt - doppelt so viele wie zum gleichen Zeitpunkt vor der Wahl 2017.

Auch in Gießen verdoppelte sich die Zahl. Vor vier Jahren lag die Briefwähler-Quote in der Universitätsstadt schon bei fast 30 Prozent.

"Die Gründe für diese enorme Entwicklung sind vielfältig", sagte Becker. Treibend wirke zum einen die Corona-Pandemie. Zudem sei schon bei früheren Wahlen die Zahl der Briefwähler stetig gestiegen. So war bei der Kommunalwahl im vergangenen Frühjahr ein neuer Rekord verzeichnet worden.

Zuwachs auch in Fulda, Wiesbaden und Kassel

In Fulda wird mit einem Anteil von bis zu 45 Prozent gerechnet. "Da die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl erfahrungsgemäß höher ist als bei der Kommunalwahl, ist bei der absoluten Zahl der Briefwähler von einem neuen Rekordwert auszugehen", teilte die Stadt mit.

Auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden geht der Trend weg vom Wahllokal. Mehr als 61.000 Menschen haben sich schon zur Briefwahl angemeldet. 2017 waren es insgesamt knapp 45.000 Anträge, eine Quote von 30,9 Prozent. Ein ähnliches Bild in Kassel: Fast 41.000 Briefwahlanträge sind bislang eingegangen - 2017 waren es insgesamt rund 30.000.

Städte warten noch auf viele Wahlbriefe

Die meisten Briefwähler lassen sich Zeit, bis sie ihre Stimme abgeben. So kam in Fulda bislang etwa jede vierte Briefwahlunterlage zurück. In Kassel liegt der Anteil bei 35 Prozent und in Wiesbaden bei 43 Prozent.

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