Rostock sicher vom Punkt FSV verpasst im Elfmeterschießen die Pokal-Sensation

Der FSV Frankfurt hat das Wunder vom Bornheimer Hang verpasst. Nach aufopferungsvoll umkämpften 120 Pokalminuten setzte sich Favorit Hansa Rostock im Elfmeterschießen durch.

Hängende Köpfe beim FSV Frankfurt nach einem aufopferungsvollen Pokalfight gegen Rostock.
Hängende Köpfe beim FSV Frankfurt nach einem aufopferungsvollen Pokalfight gegen Rostock. Bild © Imago Images
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FSV Frankfurt
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Was für ein Fight am Bornheimer Hang in der ersten Runde des DFB Pokals am Sonntagabend. Erst im Elfmeterschießen unterlag der FSV Frankfurt dem Zweitligisten Hansa Rostock.

Nach 120 Minuten stand es 1:1 (1:0). Malik McLemore brachte den Regionalligsten in Führung (29.), Serhat-Semih Güler glich kurz vor Schluss aus (84.). Nach ereignisloser Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen - und dort setzten sich die Gäste mit 3:0 durch. Der FSV vergab drei Elfmeter, Hansa verwandelte dreimal sicher.

FSV-Torhüter Ospelt überragt von Beginn an

Trainer Tim Görner nahm für das Duell des Underdogs gegen den Zweitligisten zwei Änderungen nach dem spektakulären 4:3 gegen den FSV Schott Mainz vor. Aziz Bouhaddouz und McLemore rückten für Giorgio del Vecchio und Jan-Erik Eichhorn in die erste Elf.

Nach mutiger Startphase des FSV wurden die Rostocker aber minütlich stärker. Die mit zwei Siegen in die neue Saison gestartete Hansa-Kogge scheiterte aber in kürzester Zeit dreimal an Justin Ospelt, der gegen Sarpreet Singh (19./27.) und Kai Pröger (23.) hielt.

McLemore bringt FSV in Führung

Doch die Frankfurter ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen - und gingen in Führung. Ein Eckballtrick funktionierte und McLemore netzte im zweiten Versuch ein. Der Offensivmann rechtfertige somit seine Hereinnahme und sorgte für große Freude am Bornheimer Hang nach 29 Minuten!

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In der 36. Minute die nächste Möglichkeit des FSV, doch Torhüter Markus Kolke entschärfte den Freistoß von Ahmed Azaouagh. Kurios: Kurz vor dem Pausentee gingen die Rasensprenger an. Nach wenigen Sekunden Abkühlung folgte dann aber der Abpfiff vom sehr umsichtig leitenden Schiedsrichter Christian Dingert.

Hansa drückt auf den Ausgleich - aber Ospelt ist da

Hansa erhöhte nach dem Seitenwechsel sofort den Druck, doch erneut war Ospelt gegen Pröger aus nächster Distanz zur Stelle (50.). Der eingewechselte Verteidiger Jasper van der Werff (56.) schob denkbar knapp am Gehäuse vorbei.

Der FSV versuchte, Nadelstiche zu setzen. Einen strammen Schuss von Azaouagh konnte Kolke aber sicher fangen (64.). Die Bornheimer verteidigten ihr eigenes Gehäuse weiterhin sehr diszipliniert, doch nach 84 Minuten war der Widerstand gebrochen. Die Gäste kamen durch Güler zum Ausgleich.

Kolke wird zum Hansa-Elfmeterheld

In der Verlängerung neutralisierten sich die Teams, Chancen gab es keine mehr. Der FSV blieb stabil, verteidigte 20 (!) Hansa-Ecken weg. So kam es zum Elfmeterschießen - und dort ließ der Rostocker Torhüter Kolke den Frankfurter keine Chance und hielt alle drei Elfmeter.

Weitere Informationen

FSV Frankfurt – FC Hansa Rostock 1:4 (1:0,1:1,1:1) n.E

Frankfurt: Ospelt – Awassi, Matuwila, Weißmann, Hildmann – Azaouagh – Bouhaddouz (70. del Vecchio), Ünlücifci – McLemore (86. Emmerling) – Boutakhrit (118. Löbus), Hermes (83. Falaye)
Hansa: Kolke – Hüsing (11. van der Werff), Roßbach, Rossipal – Schumacher, Dressel (79. Hinterseer), Neidhart – Bachmann, Singh (46. Perea) – Ingelsson (69. Fröling), Pröger (79. Güler) Tore: 1:0 McLemore (29.), 1:1 Güler (84.)
Elfmeterschießen: 1:2 Bachmann, Kolke hält gegen Azaouagh, 1:3 Rossipal, Kolke hält gegen Falaye, 1:4 Güler, Kolke hält gegen Emmerling
Gelbe Karten: Ospelt, Matuwila, Boutakhrit, Emmerling, Ünlücifci / Pröger, Schumacher, Bachmann
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 10.000

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Quelle: hessenschau.de