Die Frankfurter Buchmesse 2022. Alles, was rund um die Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

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  • Hollywood-Star Diane Kruger über ihre deutschen Wurzeln

    Die Hollywood-Schauspielerin Diane Kruger ist mit internationalen Kino-Blockbustern berühmt geworden - mittlerweile ist sie aber auch Autorin eines Kinderbuches. In "Dein Name" blickt sie zurück in die eigene Kindheit und erzählt, wie die Bedeutung ihres Vornamens sie bestärkt habe, ihren eigenen Weg zu gehen. Diana ist in der römischen Mythologie die Göttin der Jagd und Beschützerin der Frauen und Mädchen. Ihr Weg führte Kruger früh raus aus Deutschland: Schon seit sie 15 Jahre alt ist, lebt sie im Ausland. Inzwischen seien ihr die deutschen Wurzeln aber wieder wichtiger geworden, erzählt sie im Video-Interview mit buchmesse.ARD.de auf der Frankfurter Buchmesse.

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    Diane Kruger: "Ich bin sehr deutsch im Ausland"

    Diane Kruger auf der Frankfurter Buchmesse.
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  • Top-Thema

    Sängerin Vanessa Mai interviewt sich selbst

    Sich selbst die Fragen stellen, die man gerne beantworten möchte: Diese Chance hat Schlagersängerin Vanessa Mai auf der Frankfurter Buchmesse bekommen. Im Video-Interview mit buchmesse.ARD.de durfte sie aus einer Auswahl an vorbereiten Fragen wählen. Was dabei herauskam? Sie erzählt, wieso sie mit gerade einmal 30 Jahren schon ein Buch und eine Doku über sich gemacht hat - und mit welchem Künstler sie gerne als Nächstes zusammenarbeiten würde.

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    Sängerin Vanessa Mai interviewt sich selbst

    Vanessa Mai
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    Die neue dreiteilige SWR-Dokuserie "Mai Time is Now" ist seit Samstagmorgen in der ARD-Mediathek zu sehen. Mais autobiografisches Buch "I Do It Mai Way" erscheint im November.

  • Übersetzer - die verkannten Literatur-Künstler

    Erfahrungen und Geschichten fremdsprachiger Autoren ganz einfach auf Deutsch nachlesen - das ist den Literaturübersetzern zu verdanken. Die Kunst der Übersetzer würdigt die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr erstmals mit einem besonderen Schwerpunkt.

    Jedes Buch sei eine ganz eigene Herausforderung, sagen die drei Übersetzer, die die hessenschau getroffen hat. Nicht einfach nur zu übersetzen, sondern auch Botschaften zu transportieren - das ist eine eigene Kunst.

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    Literaturübersetzer – die fremde Sprache übermitteln

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  • Top-Thema

    Wie Aktivistin Neubauer mit dem Ohnmachtsgefühl umgeht

    "Gegen die Ohnmacht" heißt das Buch, das die Umweltaktivistin Luisa Neubauer gemeinsam mit ihrer Oma Dagmar Reemtsma geschrieben hat. Die 26-Jährige und die 89-Jährige verbindet ihr Aktivismus: Neubauer ist das Gesicht der Fridays-For-Future-Bewegung, ihre Oma Reemtsma setzt sich ebenfalls für Umweltschutz und globale Gerechtigkeit ein. In ihrem Buch erzählen sie, wie man mit der Ohnmacht angesichts der Krisen und Kriege in der Welt umgeht - damals wie heute.

    Im Video-Interview auf der Frankfurter Buchmesse erklärt Neubauer, was gegen diese Ohnmacht hilft und ob man ihrem Beispiel als öffentlichkeitswirksame Aktivistin folgen sollte.

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    Luisa Neubauer: Es geht darum, gute Argumente mächtig zu machen

    Luisa Neubauer
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  • Wirtschaftsbuchpreis für "Zehn Zukunftsvisionen"

    Im Laufe der Frankfurter Buchmesse werden zig Preise vergeben, einer von ihnen ist der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis. Bekommen hat ihn in diesem Jahr ein chinesisch-taiwanesisches Autorenduo für sein Buch "Zehn Zukunftsvisionen": der Sience-Fiction-Schriftsteller Chen Qiufan und der Computerwissenschaftler Kai-Fu Lee. Nur Chen war bei der Verleihung per Handy zugeschaltet. Ihm gehe es darum, vor dem Missbrauch von Daten durch Konzernen oder Staaten zu warnen und Menschen aufzuklären, sagte er. Die beiden Gewinner des Wirtschaftsbuchpreises erhalten 10.000 Euro.

    Erstmals wurde auch ein Leserpreis vergeben: Gewonnen hat ihn Katja Diehl mit ihrem Buch "Autokorrektur". Diehl geht es um die Mobilitätswende. Gerade in ländlichen Regionen seien zu viele Menschen nach wie vor auf das Auto angewiesen, kritisierte sie. Sie wünscht sich eine klimafreundliche Mobilität. hr-Reporter Lars Hofmann war auf der Preisverleihung dabei:

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    Wirtschaftsbuchpreis für chinesisch-taiwanesisches Autorenduo

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  • So überwand Francis Fulton-Smith seine Lebenskrise

    Zwei Partnerschaften, die in die Brüche gingen, die Corona-Pandemie, die besonders Künstler zum Nichtstun zwang - Schauspieler Francis Fulton-Smith stürzte dies alles in eine tiefe Lebenskrise. Wie er in großer Einsamkeit zu einer "Reise nach Innen" aufbrach und einen Weg aus dem Tief heraus fand, erzählte er am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse im Bücher-Talk mit Bärbel Schäfer.

    Sein Fazit: "Es ist in Ordnung, Schmerz zu haben und nicht weiter zu wissen." Wichtig sei jedoch, dass man darüber spricht. "Wir schämen uns, dass wir nicht weiter wissen und fressen das in uns rein. Doch ich denke, das ist der falsche Weg." Seine Erfahrungen hat Fulton-Smith aufgeschrieben, in "Der dunkelste Moment ist der vor Sonnenaufgang: Wie ich mich nach einer schweren Lebenskrise neu erfand".  

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    Bärbel Schäfers Bücher-Talk mit Francis Fulton-Smith

    Der Schauspieler und Autor Francis Fulton-Smith Bildtext: Die Reise aus der Einsamkeit
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  • Top-Thema

    Wladimir Klitschko präsentiert sein erstes Kinderbuch

    Mit Willensstärke kennt Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko sich aus. Darüber hat er schon Bücher für Erwachsene geschrieben. Zusammen mit seiner deutschen Geschäftspartnerin Tatjana Kiel hat er jetzt auch sein erstes Kinderbuch geschrieben. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte er das Buch "Wil, der Wolkenstürmer" am Samstag vor - allerdings nur virtuell per Videobotschaft, denn in seiner Heimatstadt Kiew unterstützt er momentan an der Seite von Bruder Vitali, dem Bürgermeister Kiews, den Kampf seiner Landsleute gegen die russischen Angriffe. "In diesem Buch geht es darum, den Kindern zu zeigen, wie sie ihre Träume in die Realität umsetzen können", sagte Klitschko.

    Das Buchprojekt war schon so gut wie fertig, bevor Russland die Ukraine angriff. Für Klitschko sei es aber noch immer ein Herzensprojekt, sagte Ko-Autorin Kiel. Schließlich brauche man gerade in harten Zeiten auch schöne Dinge. Den Kindern gab Klitschko in seiner Videobotschaft noch mit auf den Weg: "Wir können uns entscheiden, dass wir unser Bestes geben - egal wo wir sind." In dem Buch ist es der achtjährige Wil, der mithilfe seiner Freundin und einiger Tiere sein Bestes gibt, um seinen Traum vom Fliegen zu erreichen. Klitschko selbst hat übrigens schon einen Pilotenschein. Und in Zeiten des Krieges sicherlich auch einen großen neuen Traum.

    Leinwand mit Videobotschaft von Wladimir Klitschko
  • Schlangen und ein Eisbär auf der Frankfurter Buchmesse

    Die Überschrift zu diesem Tickereintrag ist zugegebenermaßen ein wenig reißerisch: Die Schlangen auf der Frankfurter Buchmesse sind Warteschlangen - und der Eisbär ein verkleideter Mensch. Wie auch immer: Es ist viel los heute auf dem Messegelände. Hier geht's zum Gewusel im Zeitraffer:

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    Video

    Besucheransturm auf der Buchmesse am Samstag

    Besucher auf der Frankfurter Buchmesse am Samstag
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  • Büdenbender und Selenska stellen Charity-Buchprojekt vor

    Die ukrainische First Lady Olena Selenska und die deutsche First Lady Elke Büdenbender haben auf der Frankfurter Buchmesse das Charity-Projekt "better time stories" vorgestellt, das sie als Schirmherrinnen begleiten. Es handelt sich dabei um Spenden-Pakete aus zweisprachigen Büchern und Hörbüchern, die mit QR-Codes versehen sind. Beim Einscannen der Codes mit dem Smartphone öffnet sich eine App, worüber sich die Geschichten anhören lassen - entweder eingesprochen als Hörbuch von professionellen Sprechern, oder als Aufzeichnung von eigenen Familienmitgliedern.

    "Sprache ist Heimat", betonte Selenska. Über "better time stories" könnten Väter, die in der Ukraine zurückgeblieben seien, ihren Kindern trotz der Entfernung vorlesen. Das sei eine Möglichkeit, den Kindern ein Stück Geborgenheit zurückzugeben und deren mentale Gesundheit zu fördern.

    Olena Selenska und Elke Büdenbender bei der Vorstellung von "better time stories".
  • Sky du Mont: "Ich fühle mich nicht wie 75 und das ist ein Dilemma"

    Schauspieler Sky du Mont ist in diesem Jahr 75 geworden. Im Gespräch auf der ARD-Bühne der Frankfurter Buchmesse sagte er, er fühle sich nicht so. "Und das ist ein Dilemma." Vielen Menschen gehe es vermutlich ähnlich. "Manchmal ist man 25 und fühlt sich wie 40. Das ist ja von der Tagesform abhängig. Manchmal fühle ich mich wie 100 - im Augenblick fühle ich mich wie 74", scherzte er. Der Titel seines Buches: "Ungeschönt: Alt werden war auch schon mal schlimmer".

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    Sky du Mont und "Alt werden war auch schon mal schlimmer"

    Sky du Mont auf der ARD-Bühne mit ARD-Mikrofon in der Hand
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  • Im Schnelldurchgang zur ARD-Bühne

    Eigentlich ist der Weg zur ARD-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse ziemlich einfach: Haupteingang, immer geradeaus und dann rechts ins "Forum". Im Schnelldurchgang sieht das dann so aus:

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    Hier geht's lang zur ARD-Bühne auf der Buchmesse

    Bühne mit ARD-Branding
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  • Top-Thema

    Spaniens Nachwuchsautoren aus Einwandererfamilien

    Ehrengast Spanien präsentiert sich mit vielen Autorinnen und Autoren auf der Frankfurter Buchmesse. Viele junge Schreibende sind darunter. hr-Redakteur Pablo Diaz hat sich eine besondere Gruppe von spanischen Nachwuchsautorinnen und -autoren herausgepickt, die eines gemeinsam haben: Sie wurden entweder nicht in Spanien geboren oder ihre Eltern gehören zur ersten Einwandergeneration. Paloma Chen, Nadia Hafid, Mohamed El Morabet, Margaryta Yakovenko, Najat El Hachmi sind einige von ihnen. Sie bringen ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus der Migration in die spanische Literatur ein. Drei von ihnen werden in der Kultursendung von hr-iNFO vorgestellt:

    Audiobeitrag

    Podcast

    Neue literarische Generationen - Spaniens Nachwuchsschrifteller*Innen aus den Einwandererfamilien

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  • Luftalarm-Leuchte am Messestand der Ukraine

    Der Krieg gegen die Ukraine ist auf der Frankfurter Buchmesse allgegenwärtig - besonders natürlich am Gemeinschaftsstand des Landes in Messehalle 4. Mehrere bunte Lichtkästen hängen an der Wand hinter dem Stand, einer von ihnen leuchtet in unregelmäßigen Abständen rot auf - immer dann, wenn gerade in einer ukrainischen Stadt Luftalarm ist. Die Buchmesse hier, dort der Krieg in der Ukraine - eine bedrückende Gleichzeitigkeit.

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    Luftalarm-Leuchte am Messestand der Ukraine

    Roter Leuchtkasten mit der Aufschrift "Ukraine"
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  • Top-Thema

    LiBeraturpreis an Chisako Wakatake verliehen

    Die japanische Autorin Chisako Wakatake hat am Freitagabend auf der Frankfurter Buchmesse den LiBeraturpreis 2022 für ihren Debütroman "Jeder geht für sich allein" erhalten. "Mit großer Sprachkunst, elegant, schnörkellos, tiefgründig und urwitzig tritt die Romanheldin Momoko einen Befreiungsprozess los, der heftig an gesellschaftlichen, identitätsstiftenden, existenziellen Grundaussagen rüttelt", lobte die Jury. Der von dem Verein Litprom vergebene Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

    Als der Roman in Japan erschien, erhielt die damals 63 Jahre alte Debütantin nach Angaben von Litprom gleich zwei Literaturpreise. In dem Buch höre die Heldin Stimmen aus ihrer Vergangenheit in einem Dialekt. Für die deutsche Fassung seien diese Stimmen ins Erzgebirgische übersetzt worden. Wakatake ist die erste Japanerin, die den LiBeraturpreis erhält.

    hr2-kultur/ Liberatur Preis 2022
  • Top-Thema

    Aktivistin Neubauer: Rechte Verlage auf Buchmesse sind "absolutes No-Go"

    Klimaschutzaktivistin und Autorin Luisa Neubauer hat im Interview mit buchmesse.ARD.de die Präsenz rechter Verlage auf der Frankfurter Buchmesse als ein "absolutes No-Go" bezeichnet. Auch sie fühle sich auf der Buchmesse nicht sicher. Als Gesicht der Fridays-for-Future-Bewegung in Deutschland kämpft Neubauer seit Jahren mit Hass und Hetze.

    Neubauer kritisierte, dass die Buchmesse nicht dafür sorge, dass sich alle Autoren und Autorinnen auf der Messe sicher fühlten. "Es ist eine Schande, dass Menschen hier jetzt nicht herkommen können", sagte die 26-Jährige. Gemeinsam mit ihrer Großmutter Dagmar Reemtsma, die sich als Aktivistin ebenfalls für Umweltweltschutz und globale Gerechtigkeit einsetzt, hat Neubauer das Buch "Gegen die Ohnmacht" geschrieben.

    Zwei Frankfurter Stadtverordnete hatten kürzlich angesichts der Präsenz rechter Verlage in den Messehallen den Rücktritt von Buchmesse-Chef Juergen Boos gefordert. Die Messe steht auf dem Standpunkt, dass alle Aussteller, gegen die strafrechtlich nichts vorliegt, zugelassen werden. Erstmals gibt es in diesem Jahr auf der Messe aber ein Awareness-Team.

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    Luisa Neubauer: "Ich bin hier auch nicht sicher"

    Luisa Neubauer
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  • Top-Thema

    Das erwartet Sie am Buchmesse-Samstag

    Willkommen im Buchmesse-Ticker! Um 9 Uhr öffnet die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten: Am traditionell besucherstärksten Buchmessentag sind heute viele Prominente auf dem Messegelände zu erwarten: ein Boxweltmeister, "Die drei ???", ein Thriller-Bestsellerautor und starke Stimmen aus der Ukraine. Der Tag wird politisch, die Promi-Fülle ist enorm. Wenn Sie jetzt auf die Namen neugierig sind, klicken Sie hier:

  • Wir sagen Tschüss für heute

    Es war ein ereignisreicher Tag. Zeit, die Füße hochzulegen. Danke fürs Mitlesen, bis morgen!

    Hochgelegte Beine auf einem Schreitisch - im Hintergrund Monitor mit Buchmesse.ARD.de
  • Jugendliteraturpreis: "Dunkelnacht" ist bestes Jugendbuch

    Fünf Kinder- und Jugendbücher sind auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 ausgezeichnet worden. Den Preis in der Kategorie Jugendbuch gewann die Autorin Kirsten Boie für ihren Roman "Dunkelnacht" (Oetinger).

    Das Buch erzählt die Gräuel der "Penzberger Mordnacht" im April 1945, in der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs 16 Menschen durch die Nazi-Untergrundorganisation "Werwolf" getötet wurden. Der Autorin sei "ein grandioses Stück Erinnerungsliteratur gelungen, das unter die Haut geht", urteilte die Jury. Die Gewinner in den anderen Kategorien sind:

    • Bilderbuch: Emma Adbåge "Unsere Grube" (Beltz & Gelberg)
    • Kinderbuch: Ali Benjamin "Die Suche nach Paulie Fink" (Hanser)
    • Sachbuch: Bianca Schaalburg "Der Duft der Kiefern" (avant)
    • Preisbuch der Jugendjury: Benedict Wells "Hard Land" (Diogenes)

    Der Sonderpreis "Gesamtwerk" geht an den Illustrator Hans Ticha. Er illustrierte zahlreiche Kinderbücher in den 1970er und 1980er Jahren in der DDR. Die Vorsitzende der Jury, Karin Vach, hob die Relevanz der Themen hervor: "Die Geschichten spiegeln den Wert einer demokratischen Gesellschaft und zeigen, dass alle Mitverantwortung für das Gelingen tragen."

    Der Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vergeben und ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Bis auf den Sonderpreis für das Gesamtwerk sind alle Auszeichnungen mit je 10.000 Euro dotiert und werden unter den Autoren, Übersetzern und Illustratoren aufgeteilt.

    Autorin Kirsten Boie bei der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises mit der Momo-Trophäe.
  • Ukrainer feiern auf der Buchmesse ihre Kultur

    Am Anfang war die Schreibmaschine. Dann der Beat. Und dann der Sprechgesang - zumindest beim Projekt "Fokstroty", mit dem die Ukraine ihre Kultur der 1920er Jahre feiert. Am Freitagabend stellten Serhij Zhadan, der diesjährige Friedenspreisträger, und sein Künstlerkollege Yuriy Gurzhy das musikalisch-poetische Performance-Projekt auf der Frankfurter Buchmesse vor.

    Dabei untermalten sie Gedichte ukrainischer Künstlerinnen und Künstler der 1920er Jahre mit einer Mischung aus Polka und House-Musik - und eben Schreibmaschine. Auf dieser tippte Zhadan vor den Songs und zu deren Ausklang. Parallel liefen psychedelische Bilder auf zwei Leinwänden mit. Dem Buchmessen-Publikum, darunter viele Ukrainerinnen und Ukrainer, gefiel es: Es wurde mit jedem Song ausgelassener.

    Fokstroty

    Hintergrund: Kurz vor den 1920er Jahren war die Ukraine kurzzeitig unabhängig von der Sowjetunion und ihre Kultur blühte nach einem blutigen Bürgerkrieg auf (sie hatte sich 1917 für unabhängig erklärt, was Lenin 1919 anerkannte). Ende der 1920er Jahre endete diese Periode, viele der ukrainischen Kulturschaffenden wurden unter Stalin exekutiert.

  • Top-Thema

    Selenska: Bücher sollten in Universitäten gelesen werden, nicht in Bunkern

    Olena Selenska

    Überraschungsbesuch auf der Frankfurter Buchmesse: Am Freitag sprach Olena Selenska, First Lady der Ukraine am Stand der ukrainischen Verlage. "Our goal is that books are read in libraries and universities, and not in bomb shelters", sagte Selenska. Es sei das Ziel, dass Bücher in Büchereien und Universitäten gelesen würden und nicht in Schutzkellern.

    Obwohl es ein Überraschungsbesuch war, herrschte dichtes Gedränge am Stand. Viele Interessierte, darunter etliche Ukrainerinnen und Ukrainer mit Ansteckern in den Nationalfarben ihrer Heimat, mussten auf dem Gang stehen.

    Am Samstag besucht Selenska zwei Veranstaltungen: Zusammen mit der deutschen First Lady Elke Büdenbender wird sie um 11 Uhr die deutsch-ukrainische (Hör-)Buch-Edition des Projekts "Better Time Stories" vorstellen. Die Hörbücher werden nach Angaben der Buchmesse Frankfurt an Kinder verschenkt, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Und am Nachmittag (17 Uhr) hat Selenska einen Auftritt vor großem Publikum im Saal Harmonie, der auch im Livestream übertragen wird.

    Menschen am Stand

  • Anziehungspunkt ARD-Bühne

    Dass heute nicht nur Fachbesucher, sondern auch alle anderen Bücherfans schon auf die Frankfurter Buchmesse durften, das war deutlich zu spüren. Vor der ARD-Bühne war ein munteres Kommen und Gehen, wie unser Zeitraffer-Video zeigt.

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    Vor der ARD-Bühne ist gut was los

    Menschen vor der ARD-Bühne
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  • Top-Thema

    Masala: Russland will europäische Sicherheitsordnung zerstören

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    Carlo Masala im Gespräch

    Carlo Masala auf der ARD-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse
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    Der Militärexperte Carlo Masala glaubt nicht an ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine. Auf der ARD-Bühne sagte der Politikwissenschaftler von der Münchener Universität der Bundeswehr am Freitag, die Führung der Russischen Föderation sei bereit, "immens hohe Kosten" in Kauf zu nehmen, um ihre Ziele zu erreichen. Masala stellte auf der Frankfurter Buchmesse sein Buch "Weltunordnung - Die globalen Krisen und die Illusionen des Westens" vor. Hier geht es zum Artikel.

  • Buchmesse zieht positive Zwischenbilanz

    Mit dem Ende der Fachbesuchertage am Freitagabend hat die Frankfurter Buchmesse eine erste Zwischenbilanz gezogen. "Die Besucherzahlen übertreffen unsere Erwartungen", sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. Rund 90.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus mehr als 100 Ländern seien gezählt worden. Hinzu kam ein digitales Fachprogramm. Das Zentrum der Literaturagenten war mit über 450 gebuchten Arbeitsplätzen und rund 300 Agenten ausgebucht.

  • Nobelpreisträger Gurnah: Urteil über Kolonialregime Lesern überlassen

    Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah überlässt es lieber seinen Leserinnen und Lesern, sich eine Meinung über historische Ereignisse zu bilden. Sein jüngster Roman "Nachleben" handelt vom deutschen Kolonialregime in Ostafrika. Seine Leserinnen und Leser seien intellektuell genug, um die Tragweite zu verstehen, sagte der von der Inselgruppe Sansibar in Tansania stammende Schriftsteller am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse. Es liege nicht an ihm, das Geschehene zu verurteilen.

    "Mein Geschäft ist es, über diese Ereignisse zu schreiben und sie zu erzählen", sagte der 73 Jahre alte Autor. "Es gibt Momente, wo man sein Urteil zurückhalten kann, aber man muss darüber sprechen." Wenn man ihnen etwas über die Konsequenzen des Krieges erzähle, müssten die Menschen verstehen, dass Hunderttausende verhungert seien. "Man muss solche Fakten nicht rausbrüllen. Es reicht, wenn man einfach drüber spricht." Der in England lebende Gurnah wurde 2021 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

    Abdulrazak Gurnah (picture alliance / StockPix)
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    Was Noch-Titanic-Chef Hürtgen von der Medienbranche hält

    Noch Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen hat kürzlich seinen Debütroman veröffentlicht. "Boulevard des Schreckens" heißt er. Der Roman ist eine Satire über das Mediengeschäft. Hauptfigur ist ein Volontär bei einer Berliner Tageszeitung, der als Boulevard-Reporter groß rauskommen will. Auf seinem Weg dahin nimmt er es mit der Wahrheit nicht so ganz genau. Will Hürtgen mit seinem Roman mit der Medienbranche abrechnen? Mehr dazu im Backstage-Video von der Frankfurter Buchmesse:

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    Was Noch-Titanic-Chef Hürtgen von der Medienbranche hält

    Moritz Hürtgen
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