In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Verdi-Oper begeistert in Kassel

    Verdi hat in diese Oper alles hineingepackt, was an Dramatik möglich ist: In "La forza del destino" verflucht der Vater den Liebhaber der Tochter Leonora. Der erschießt versehentlich den Vater. Daraufhin will Leonoras Bruder den Vater rächen und jagt den Liebhaber durch mehrer Länder.

    Am Staatstheater Kassel inszenierte Valentin Schwarz diesen Opernthriller so überzeugend, dass das Publikum mehrfach zu Szenenapplaus hingerissen wurde. Die hervorragenden Sänger hatten daran großen Anteil, findet hr2-Kritiker Robert Kleist.

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    Staatstheater Kassel: Szenenapplaus für Verdi

    Staatstheater Kassel: La forza del destino
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  • Senckenbergmuseum fragt nach Fossilien aus dem Müll-Zeitalter

    Das Frankfurter Naturmuseum Senckenberg hat nie vor dem Kontakt mit der Kunst zurückgeschreckt. Aktuell zeigt es die Ausstellung "The Machine" von Maria Loboda, die hauptsächlich aus einem viertelstündigen Film besteht. Der Film setzt vor 49 Millionen Jahren in der Grube Messel ein, fragt dann aber hauptsächlich, was für Fossilien unser Zeitalter produzieren wird.

    Die ästhetischen Kriterien künftiger Generationen sind uns natürlich noch unbekannt, aber Maria Loboda hat einige Ideen für Fossilien aus menschlichem Müll, die hr2-Kritiker Mario Scalla anregend fand.

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    Fossilien aus dem Zeitalter des Mülls

    Großes Messeler Urpferd, Fund aus dem Jahr 2015
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  • Top-Thema

    Kirchenrestaurierung per Crowdfunding

    In der Abteikirche des Hildegardklosters bei Rüdesheim steht derzeit ein großes Gerüst, denn die Wandgemälde müssen saniert werden. Finanziert haben die Ordensschwestern die Arbeiten per Crowdfunding.

    Obwohl die Kirche erst knapp 120 Jahre alt ist, ist die Kunst darin einzigartig, denn die Kirche ist im Beuroner Stil ausgemalt. Diese liturgische Kunst von Mönchen gilt als ein Vorläufer des Jugendstils. Man findet darin viele Frauengestalten, von der Prophetin bis zur Muttergottes im Gewand einer Bischöfin. Birgitta Söling hat die Baustelle besucht.

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    Restaurierung von Wandgemälden in der Abteikirche St. Hildegard

    Leicht verblasstes Porträt einer Frau, im Hintergrund ein roter Heiligenschein
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  • Neue Aufklärungsbücher aus Hessen

    Aufklärungsbücher für Kinder gibt es fast so viele wie unsichere Eltern. Zwei Neuerscheinungen wollen ihnen helfen: Ein Bilderbuch wagt sich an große Themen wie Gender und Grenzüberschreitungen. Und ein Roman wendet sich speziell an pubertierende Jungs.

    Welchen neuen Herausforderungen sich Aufklärungsliteratur heute stellen muss, darüber hat Julaine Orth unter anderem mit Ralf Schweikart gesprochen. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Jugendliteratur, der jedes Jahr den Deutschen Jugendbuchpreis vergibt.

  • Junge Talente im Frankfurter Kunstverein

    Große, komplexe Kunstwerke sind teuer und organisatorisch ist die Herstellung schwer zu stemmen – gerade für junge Kunstschaffende. Der Frankfurter Kunstverein ermöglicht Talenten aus der Region Werke anzufertigen, die ohne Unterstützung kaum möglich wären. Anna Meinecke hat mit den Künstlern und der Kuratorin gesprochen.

  • Kasseler Museum für Sepulkralkultur: Sonderausstellung zu Trost

    Das Kasseler Museum für Sepulkralkultur präsentiert bis 17. September eine neue Sonderausstellung mit dem Titel "Trost - Auf den Spuren eines menschlichen Grundbedürfnisses." Es sei schwer zu sagen, wie genau Trost funktioniere, sagte der Direktor des Museums, Dirk Pörschmann. Deshalb versuche die Ausstellung, sich dem Thema von verschiedenen Seiten anzunähern.

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    Trost-Ausstellung in Kassel

    Zwei nackte Menschen umarmen sich
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    In Videos berichten zum Beispiel Menschen wie Bestatter oder Hospizbegleiter von ihren Erfahrungen. Trauerkarten- und Briefe aus der Zeit von 1900 bis 1960 zeigen, wie Menschen damals versuchten, Trost zu spenden.

  • Top-Thema

    Landestheater Marburg behält Intendantinnen-Doppelspitze

    Eva Lange und Carola Unser-Leichtweiß bleiben Intendantinnen des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM): Auf Beschluss der Gesellschafter Land Hessen und Universitätsstadt Marburg leiten die beiden das Haus mindestens für fünf weitere Jahre bis Sommer 2028. Die Verlängerung der Verträge gaben die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) und der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) am Freitag bekannt.

    "Eva Lange und Carola Unser-Leichtweiß haben unser Landestheater in kürzester Zeit zu inzwischen vielfach preisgekrönten künstlerischen Erfolgen geführt. Mit dem 'Marburger Modell' einer künstlerischen Doppelspitze haben wir uns auf einen zukunftsweisenden Weg begeben, der inzwischen bundesweit Schule macht", so Dorn.

    Zwie Frauen und ein Mann, er hält ein Laptop mit dem Bild einer weiteren frau.

    Stadt und Land als Gesellschafter einigten sich außerdem auf die Erhöhung der jährlichen Fördermittel um weitere 406.000 Euro. Nach einer ersten Anhebung um 600.000 Euro vor zwei Jahren bedeutet das nun eine finanzielle Erhöhung um insgesamt eine Million Euro. Der Jahresetat beträgt damit nun 5,6 Millionen Euro.

  • Top-Thema

    Neuer "Off Space" für junge Künstler

    Kunst-Technisch ist in Frankfurt nicht gerade wenig los: Städel, Schirn, das ganze Museumsufer, MMK, Portikus und der Kunstverein. Auch an Galerien hapert es nicht. Mit der renommierten Städel Schule und der HfG in Offenbach ist das gesamte Gebiet auch für junge Künstlerinnen und Künstler sehr attraktiv. 

    Aber eine Sache fehlt: ein "off-space", in dem sich die jungen Künstler:innen, die direkt von der Hochschule kommen, zeigen und ausprobieren können - konkurrenzlos und erstmal unkommerziell. Deshalb gibt es jetzt - nach Jahrzehnten ohne - in Frankfurt wieder einen Kunst-Off-Space namens MARS. Er befindet sich an der Ginnheimer Landstraße in Bockenheim. Natascha Pflaumbaum hat ihn besucht.

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    Neuer Off-Space MARS in Frankfurt-Bockenheim

    Zwei Männer und eine Frau Arm in Arm vor einer weißen Wand
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  • Wanderungen mit Grenzgeschichte an Point Alpha

    Einige Kultur-Einrichtungen kommen nach und nach aus dem Winterschlaf - zum Beispiel die Grenzgedenkstätte Point Alpha, wo früher der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West(-Deutschland) verlief. Morgen (Samstag, 1. April) gibt es die erste Offene Grenzwanderung - und weitere an jedem ersten Samstag im Monat.

    Führungen gibt es Samstag und Sonntag (14 Uhr) und an Ostern mit Gästebegleitern auch auf dem "Weg der Hoffnung". Dort stehen 14 monumentale Skulpturen des Künstlers Ulrich Barnickel. Sie greifen auf dem ehemaligen Todesstreifen den Gedanken des christlichen Kreuzweges auf und erzählen damit eine Geschichte.

    Kolonnenweg an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bei "Point Alpha" zwischen Rasdorf und Geisa in der Rhön mit Skulpturen des Kunstprojektes "Wege der Hoffnung", entworfen und gefertigt von dem Bildhauer Dr. Ulrich Barnickel aus dem hessischen Schlitz.
  • Freiluftklavier in Kronberg

    Ein Klavier, ein Klavier - nicht jeder, der gern spielt, hat ein eigenes zuhause. Wer in und um Kronberg wohnt, hat an diesem Wochenende die Chance, ganz unkompliziert Zugang zu dem schönen Instrument zu bekommen. Eine Musikschule beteiligt sich an der Aktion #Freiluftklaviere und hat ein bunt dekoriertes Instrument in die Arkaden am Berliner Platz geholt. Kostenlos Spielen darf jeder, zuhören auch.

    Junge Talente sind an diesem Wochenende jedenfalls genug in der Stadt, da im im neu erbauten Casals Forum zeitgleich der "1. Internationale Klavierwettbewerb für Junge PianistInnen" stattfindet.

    Eine junge Frau spielt an einem Klavier im Freien, das mit Farbspritzern übersät ist.
  • Top-Thema

    Komparsen für Tukur-Tatort in Büdingen gesucht

    Der neueste "Tatort" mit Ulrich Tukur wird eine Zeitreise: Der Krimi spielt in einem hessischen Dorf während des zweiten Weltkrieges. Für die Dreharbeiten in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai in Büdingen (Wetterau) werden aktuell noch Komparsen aus Büdingen und Umgebung gesucht. Gefragt sind vor allem Frauen im Alter zwischen 30 und 80 Jahren und Männer ab 60 Jahren.

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    Komparsen für Tukur-Tatort in Büdingen gesucht

    Porträtaufnahme von Kommissar Murot (Ulrich Tukur)
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    Interessierte können sich per Mail unter Angabe Ihrer Körpergröße, Konfektions- und Schuhgröße sowie einem Ganzkörper- und einem Portraitbild und Ihrer Mobilnummer hier bewerben: komparsen@hr.de. Bewerbungsschluss ist der 14. April.

    Im Vorfeld ist eine Kostüm- und Maskenprobe im Hessischen Rundfunk in Frankfurt notwendig. Für den Drehtag und die Kostümprobe gibt es jeweils eine Aufwandsentschädigung. Die hr-Komparserie meldet sich bei allem Bewerberinnen und Bewerbern, die genommen werden, bis Ende April.

  • Schloss Fasanerie öffnet nach Winterpause

    Schloss Fasanerie und die dortigen Kultur-Einrichtungen öffnen nach der Winterpause am Samstag wieder. Besucher bekommen in Eichenzell (Fulda) nicht nur museale Einblicke in das Leben der Kurfürsten und Landgrafen. Es gibt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Die diesjährige Sonderausstellung hat den Titel "Lustschloss Fasanerie – Baukunst und Leben in der Sommerresidenz" (24. Juni bis 15. Oktober).

    Das Fürstliche Gartenfest läuft vom 18. bis 21. Mai. Es gibt ein Open-Air-Kino und -Theater und eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert (12./13. August). Eröffnet wird die Event-Saison mit einem Bogenschützenturnier (7. Mai). Im Rahmen diverser Konzerte tritt auch die mit einem Echo ausgezeichnete Band "Quadro Nuevo" auf (1. Juli).   

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    Programm in Schloss Fasanerie mit Sonderausstellung zum Lustschloss

    Musiker der Band Quadro Nuevo an ihren Instrumenten
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  • Top-Thema

    Engelsfiguren aus Rothschild-Besitz bleiben Liebieghaus erhalten

    Zwei Engelsfiguren, die als Raubkunst identifiziert worden waren, bleiben dem Frankfurter Museum Liebighaus nach einem Rückkauf erhalten.

    Zuvor waren die beiden Skulpturen in einem Restitutionsverfahren an die Erben der im Nationalsozialismus verfolgten Besitzer zurückgegeben worden, wie das Haus am Donnerstag mitteilte.

    In einem Museumraum mit roter Wand stehen zwei fast mannshohe Engelsfiguren

    Das Liebighaus hatte die Frankfurter Bürger David und Stephanie Rothschild als Eigentümer der barocken Figuren bis zum Jahr 1932 ermittelt. Die Spur der Stücke verliert sich, bis sie 1938 von der Stadt Frankfurt für die Sammlung im Liebieghaus gekauft wurden. Seitdem befinden sie sich in dessen Besitz.

    Nachdem die Erben der einstigen Eigentümer ausfindig gemacht wurden, erfolgte die Restitution. Der Enkel der einstigen Besitzer, David Rothschild Junior, bot den Rückkauf an. Die Stadt willigte ein. Über die Höhe der Kompensationssumme wurde Stillschweigen vereinbart.

    Im Laufe der nächsten Jahre sollen die Skulpturen kunsttechnologisch untersucht und restauriert werden.

  • Ticketverkauf für "Theater der Welt"-Festival startet

    Zum 16. Mal findet im Sommer das internationale Theaterfestival "Theater der Welt" statt, für das jetzt der Vorverkauf startet. Bis zum 16. Juli werden 36 internationale Neuproduktionen und Gastspiele aus Theater, Tanz und Performance zu erleben sein. Spielorte sind unter anderem das Schauspiel, der Mousonturm und das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt sowie das Capitol Theater in Offenbach. Kleinere Veranstaltungsorte sind beispielsweise die Alte Schlosserei in Frankfurt-Höchst und die Wetter- und Klima-Werkstatt Offenbach.

    Jetse Batelaan: A fun night out

    Die Tokioter Dramaturgin Chiaki Soma hat das Programm kuratiert und verspricht "unerwartete ästhetische, immersive, akustische und räumliche Erfahrungen". Eine wesentliche Bedeutung komme weiblichen Perspektiven zu, wie in Satoko Ichiharas satirischem Musikdrama "Die Bakchen. Holstein-Milchkühe", mit dem das Festival am 29. Juni im Capitol Theater in Offenbach eröffnet wird. Genüsslich und humorvoll dekonstruiere Ichihara darin die patriarchalen Erzählungen von Sexualität und Fortpflanzung im Kontext einer scheinbar alltäglichen häuslichen Szenerie, heißt es im Veranstaltungsprogramm.

    Das "Theater der Welt" wurde Ende der 1970er Jahre wurde es vom Internationalen Theaterinstitut – Zentrum Deutschland (ITI) initiiert. Seitdem hat das Festival den Anspruch, alle drei Jahre in wechselnden Städten und Regionen Deutschlands wegweisende Leistungen und ästhetische Entwicklungen des Theaters aus aller Welt erlebbar zu machen. Veranstalter sind die Frankfurter Kulturinstitutionen Künstler*innenhaus Mousonturm, Museum Angewandte Kunst und Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit dem Amt für Kulturmanagement der Stadt Offenbach.

    Das ganze Programm gibt es hier.

  • Top-Thema

    Findungskommission der documenta 16 berufen

    Eine internationale sechsköpfige Findungskommission wird die künstlerische Leitung der documenta 16 im Jahr 2027 auswählen. Das hat der Aufsichtsrat der Weltkunstaustellung am Donnerstag in Kassel bekannt gegeben.

    "Wir haben sechs herausragende Expertinnen und Experten aus aller Welt gewinnen können, die sowohl mit ihren unterschiedlichen künstlerischen, kuratorischen und kulturtheoretischen Hintergründen als auch als Persönlichkeiten gemeinsam für die Modernität, die Internationalität und die Vielfalt der documenta stehen", heißt es in einer Erklärung.

    Die Mitglieder der Findungskommission wurden von einer Gruppe ehemaliger documenta-Leiterinnen und -Leiter vorgeschlagen, darunter Carolyn Christov-Bakargiev (d13) und Adam Szymczyk (d14). Die "Findungskommission für eine Findungskommission" war etabliert worden, weil das bisherige Verfahren nach der Antisemitismus-Debatte um die documenta 15 in die Kritik geraten war.

    Die jetzige Findungskommission hat die Aufgabe, Künstlerpersönlichkeiten für die Künstlerische Leitung der d16 anzusprechen und aus den dann präsentierten Konzepten das vielversprechendste Format auszuwählen.

    Berufen wurden vier Frauen und zwei Männer:

    • Bracha Lichtenberg Ettinger: Malerin, bildende Künstlerin, Philosophin, Psychoanalytikerin und Kunst-Theoretikerin. Sie lebt in Tel Aviv und Paris.
    • Gong Yan ist Absolventin der Ecole Nationale Superieur des Beaux-Art in Paris, Professorin, ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift Art World und Direktorin der Power Station of Art. Sie lebt in Shanghai.
    • Ranjit Hoskoté ist Schriftsteller, Kulturtheoretiker, Kunstkritiker und Kurator, er lebt in Mumbai.
    • Simon Njami ist ein in Paris ansässiger unabhängiger Kurator, Dozent, Kunstkritiker und Romanautor.
    • Kathrin Rhomberg ist Kuratorin. Sie lebt in Wien und lehrt dort an der Universität für Angewandte Kunst.
    • María Inés Rodríguez ist Kuratorin und lebt und arbeitet in São Paulo und Paris. 
  • Top-Thema

    Mitmachkonzert für Ligeti-Fans - und 100 Metronome

    Der Geburtstag des ungarischen Komponist György Ligeti jährt sich in diesem Jahr um 100. Mal, und das hr-Sinfonieorchester feiert den Jahrestag am Freitag (31. März) mit einem Konzert-Großprojekt in der Alten Oper Frankfurt. Es gibt Musik für Chor, Horn, Orchester, Cembalo und Vokalensemble. Zum musikalischen Einsatz kommen an diesem besonderen Abend aber auch ein Teppichklopfer, handgefaltete Papiertrichter - und 100 mechanische Metronome.

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    1 Konzert, 100 Metronome

    Metronome
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    1962 hat Ligeti sein "Poème Symphonique" für diese Besetzung geschrieben. Eigentlich braucht man dafür zehn Musizierende, die jeweils zehn Metronome bedienen. Der Clou des Frankfurter Konzertes ist: das Publikum kann selbst mitmachen und wird somit ein Werk von György Ligeti live im Radio aufführen.  

    Wer kein eigenes mechanisches Metronom besitzt, kann sich vor Ort eines ausleihen. Alle weiteren Infos gibt es bei der Konzert-Einführung um 19 Uhr. Restkarten gibt es hier. Übertragen wird das Konzert ab 20 Uhr in hr2-kultur.

  • Queertopia: Filmporträts aus der queeren Community

    Gibt es die eine queere Community? Wer oder was ist überhaupt queer? Eine vierteilige Doku des mehrfach ausgezeichneten Filmemachers Marco Giacopuzzi nähert sich diesen Fragen an. Über 20 Menschen erzählen in "Queertopia" von ihren Erfahrungen.

  • Iranisches Frauen-Filmfestival in Frankfurt

    Seit Monaten demonstrieren die Menschen im Iran für Freiheit und gegen das islamistische Regime. Vor allem Frauen tragen diese Proteste, denn ihre Freiheit wird von der iranischen "Sittenpolizei" besonders eingeschränkt, ihr Leben bedroht. Einen filmischen Blick auf die Lage der Frauen im Iran bietet ab heute bis zum 5. April das erste iranische Frauen-Filmfestival in Frankfurt.

    Eine Dokumentation zeigt junge Mädchen, die Wrestling trainieren, ein anderer Frauen, die Schreinerinnen werden wollen, ein Kurzfilm porträtiert eine Henkerin. Zu sehen sind die Filme im Filmforum Höchst und im Harmonie Filmtheater in Sachsenhausen. In der Regel laufen sie auf Farsi - mit deutschen oder englischen Untertiteln. Mehr Infos gibt's auf der Webseite des Festivals - oder ganz einfach hier zum Hören:

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    Iranisches Frauen-Filmfestival in Frankfurt

    Ein Kind schaut von einem Hügel auf einen See voller Boote.
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  • Top-Thema

    Antisemitismusbeauftragter weist "Wehklagen" Waters zurück

    Im Streit um den Auftritt des britischen Musikers Roger Waters hat sich nun der Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker zu Wort gemeldet. "Nicht wegen seiner Kunst, sondern wegen seiner antisemitischen Handlungen ist Roger Waters in Hessen nicht willkommen", so Becker in einer Mitteilung der Hessischen Staatskanzlei am Mittwoch. Der 79-Jährige war immer wieder mit antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen und Aktionen aufgefallen. Unter anderem gilt er als Unterstützer der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions).

    Das "Wehklagen" von Waters über den angeblichen Angriff auf die Kunstfreiheit sei "völlig fehl am Platz". Waters hatte im Verlauf der Debatte mehrfach betont, kein Antisemit zu sein und angkündigt, sich juristisch gegen die Absage seines Auftrittes am 28. Mai in der Frankfurter Festhalle zu wehren. Eine Klage steht noch aus.

  • Top-Thema

    DFF zeigt Frauen und Geschlechtervielfalt im Kino der Weimarer Republik

    Das Goldene Zeitalter des Films brint viel Neues und Ungeahntes hervor, wenn man einen weiblichen Blick darauf zulässt. Die neue Ausstellung im Deutschen Filmmuseum Frankfurt (DFF) will genau das: Die Schau "Weimar Weiblich. Frauen und Geschlechtervielfalt im Kino der Moderne (1918 – 1933)" zeigt eine Ära aus der Perspektive von Frauen und sie legt den Fokus auf Frauen. Zum einen geht es nach Angaben der Ausstellungsmacher darum, jene in allen Gewerken wirkenden Frauen ins Licht zu rücken, die die aufkommende Filmindustrie mit zum Blühen brachten – als Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen, Kostüm- und Szenenbildnerinnen – und die heute vielfach vergessen sind. Zum anderen lote die Ausstellung aus, wie das Kino der Weimarer Zeit Geschlechterfragen verhandelt, und dabei Themen wie körperliche Selbstbestimmung, Crossdressing und Homosexualität in den Fokus rückt.

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    Ausstellung "Weimar Weiblich" rückt Frauen im Filmbusiness der Weimarer Republik ins Licht

    Deutsches Filmmuseum: Weimar weiblich
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  • Schauspiel Frankfurt zeigt grotesken Klima-Krimi

    Der Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz hat mit "Mein Lieblingstier heißt Winter" 2021 seinen Debütroman vorgelegt. Das Schauspiel Frankfurt hat nun den grotesken Krimi als skurriles Who-done-it auf die Bühne gebracht. Regisseurin Rieke Süßkow stellt die verrückte Geschichte um den Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht auf eine Drehbühne, auf der Szene an Szene aneinander gereiht wird. Es geht um Leben und Tod, das sich darauf Vorbereiten im Hier und Jetzt im alltäglichen Klimawandel. hr-Kulturreporterin Natascha Pflaumbaum hat sich mit "Mein Lieblingstier heißt Winter" köstlich amüsiert.

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    Und täglich grüßt der Klimawandel: "Mein Lieblingstier heißt Winter" am Schauspiel Frankfurt

    Schauspiel Frankfurt: Lieblingstier
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  • Top-Thema

    Mehr als 40 Teilnehmer bei der Nacht der Museen

    Nach drei Jahren Zwangspause kehrt die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach zurück. Am 13. Mai öffnen mehr als 40 Museen, Galerien und Ausstellungshäuser ihre Türen von 19 bis 2 Uhr, teilte das Frankfurter Kulturdezernat am Dienstag mit. Neben den großen Häusern wie der Schirn, dem Städel Museum oder dem Museum für moderne Kunst können Besucher auch in die Welten kleinerer Ausstellungen eintauchen. Die Museen bieten neben ihren Dauerausstellungen Programme mit Workshops, Sonderausstellungen, Führungen und Lesungen. Erstmals beteiligen sich die Europäische Zentralbank mit mehr als 480 Werken nationaler und internationaler Künstler, das Deutsche Romantik-Museum und das Jüdische Museum in seinem neuen Bau an dem Event. Zudem wird die Paulskirche anlässlich des 175. Jubiläums der Eröffnung der Nationalversammlung im Jahr 1848 erstmals ihre Tore öffnen.

    Nacht der Museen am Museumsufer
  • Mit Livestream: hr-Bigband und Dhafer Youssef geben drei Konzerte

    Eine Straße voller Minarette – das ist das Bild, das den tunesischen Jazzmusiker Dhafer Youssef zu dem Titel seines erst kürzlich veröffentlichten Albums inspiriert hat. Magnus Lindgren und die hr-Bigband haben dieses Porträt einmal aus dem jazzorchestralen Winkel betrachtet und neu arrangiert. Die akustische Ausstellung gibt es nun an drei Abenden zu sehen. Am Donnerstag, 30. März, gastieren Youssef und die hr-Bigband im Schlosstheater Fulda, am 31. März und 1. April im hr-Sendesaal in Frankfurt. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es das Konzert am Samstag auch per Live-Stream.

    hr-Bigband Saison 2020/21
  • Diskussion "Kunstfreiheit am Limit?" zur documenta 15

    Bei der documenta fifteen in Kassel waren antisemitische Kunstwerke zu sehen. "Das Ausstellen von vier Werken mit antisemitischer Bildsprache auf der documenta war eine nicht entschuldbare Grenzüberschreitung", sagt Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag in einer Mitteilung. Dieser Tabubruch und der Umgang damit stellten Fragen nach den Definitionen von Kunst- und Meinungsfreiheit und deren Grenzen, so die Ministerin. Ein halbes Jahr nach dem Ende Ausstellung solle nun mit dem nötigen Abstand diese Debatte geführt werden. Die Jüdische Gemeinde Frankfurt hat deshalb Dorn, die Feuilletonistin und documenta-Expertin Julia Voss und die Autorin Stella Leder, Herausgeberin des Buches "Über jeden Verdacht erhaben? – Antisemitismus in Kunst und Kultur" am 29. März um 19.30 Uhr ins Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zum Gespräch eingeladen. Alle Interessierten sind eingeladen, der Eintritt ist frei.

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    Lilienbecken auf Mathildenhöhe bekommt Denkmalförderung

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will in diesem Jahr Restaurierungsarbeiten an 367 Denkmälern in Deutschland finanziell unterstützen. Zu den ausgewählten Projekten gehört nach Angaben der DSD in Hessen das Lilienbecken auf der Mathildenhöhe in Darmstadt, das Albin Müller im Jahr 1914 in dem Jugendstilensemble erbaute. Der Vorstand hat für alle Maßnahmen insgesamt Fördermittel in Höhe von 17,4 Millionen Euro beschlossen, wie die Stiftung am Dienstag in Bonn mitteilte. Sie fördert bundesweit Denkmäler aller Gattungen - von der archäologischen Grabung bis zur denkmalgeschützten Maschinenhalle.

    Der Hochzeitsturm, das Ausstellungsgebäude und die russische Kapelle spiegeln sich auf der Mathildenhöhe im Lilienbecken, das Albin Müller im Jahr 1914 erbaute.