S-Bahn-Verkehr S1 und S2 in Frankfurt wegen maroder Brücke weiter umgeleitet

Die S-Bahn-Linien S1 und S2 in Frankfurt werden auf unbestimmte Zeit umgeleitet. Eine Brücke im Stadtteil Griesheim, die über die Gleise führt, ist so marode, dass ein Abriss beschlossen wurde.

Die Omegabrücke in Frankfurt-Griesheim
Die Omega-Brücke in Frankfurt-Griesheim wurde wegen Schäden gesperrt. Bild © Stadt Frankfurt/Jan Hassenpflug
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S-Bahn-Passagiere in und um Frankfurt müssen sich auf eine weitere Einschränkung einstellen: Die Linien S1 und S2 können weiterhin nicht über die Stadtteil-Bahnhöfe Nied und Griesheim fahren. Grund ist die marode Omega-Brücke am Bahnhof Griesheim, die in Omega-Form über die Gleise führt.

Die Auto- und Fahrradbrücke war am Freitag wegen erheblicher baulicher Mängel von der Stadt Frankfurt gesperrt worden.

Zwei S-Bahn-Linien umgeleitet

Betroffen ist neben dem Straßenverkehr vor allem der Bahnverkehr unterhalb der Brücke. Wie die Deutsche Bahn diese Woche mitteilte, bleibt die Sperrung des Streckenabschnitts "bis auf Weiteres" bestehen. Einen Zeitplan nannte sie nicht. Die beiden S-Bahn-Linien würden "über die Strecke Mainzer Landstraße nach Frankfurt-Höchst" umgeleitet.

Die S2 könne im "Zwischentakt" von Niedernhausen bis Griesheim fahren. "Die Haupttakte der S1 und S2 verkehren ohne Halt in Nied und Griesheim." Wer nach Nied oder Griesheim müsse, solle die Straßenbahn oder den Bus nehmen.

Noch kein Zeitplan bekannt

Wie lange die Sperrung dauert, hängt vom anscheinend unvermeidlichen Abriss der Brücke ab. Vom zuständigen Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt gab es dazu am Dienstag noch keinen konkreten Zeitplan. "Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem Rückbaukonzept. Priorität hat dabei zunächst, den Zugverkehr so schnell wie möglich wieder sicherzustellen."

Eine Instandsetzung sei nicht mehr möglich. "Die Brücke befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand, Risse in der Substanz haben innerhalb kurzer Zeit signifikant zugenommen", teilte die Stadt dem hr mit.

Dass die Brücke einstürzen könnte, sei zwar "eher unwahrscheinlich". Es könne aber zu weiteren Schäden kommen, etwa in Form von Absenkungen. "Zum Schutz von Menschenleben ist die Brücke deshalb gesperrt, auch für den Zugverkehr."

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Sendung: hr4, 13.09.2023, 06.30 Uhr

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Quelle: Marie-Cathérine Fromm (hr)