Blick auf eine Industriehalle mit der Aufschrift B.Braun. Daneben fährt auf einer Straße ein LKW mit der Aufschrift B.Braun. Im Hintergrund ist Landschaft zu sehen.

Trotz der Krisen und hohen Energiepreise der vergangenen Jahre hat sich das Familienunternehmen B.Braun wirtschaftlich erholen und den Umsatz verbessern können. Gerade in den Standort Melsungen will das Unternehmen jetzt weiter investieren.

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B. Braun stellt Jahresbilanz vor

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Es läuft gut für den hessischen Medizintechnikhersteller B.Braun: Um exakt 3,0 Prozent konnte das Familienunternehmen aus Melsungen (Schwalm-Eder) im Jahr 2023 seinen Umsatz steigern - auf 8,8 Milliarden Euro. Das geht aus der am Donnerstag vorgestellten Bilanz für das vergangene Jahr hervor.

Gerade in den Hauptstandort Melsungen wolle das Unternehmen weiter investieren, sagte die Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun auf der virtuellen Bilanz-Pressekonferenz.

Werkerweiterung soll 2024 und 2025 in Betrieb gehen

Dort sollen in den Jahren 2024 und 2025 zwei neue Werke in Betrieb gehen – für Infusionspumpen, Dialysemaschinen und medizinische Einwegausrüstung.

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In 64 Ländern aktiv

B.Braun mit Sitz in Melsungen stellt in 64 Ländern unter anderem Kanülen, Nährlösungen, chirurgische Instrumente und Pflaster her. 

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Dank Photovoltaik-Anlagen, Energierückgewinnung, Wärmepumpen und eines 1.000 Kubikmeter großen unterirdischen Eisspeichers solle der im kommenden Jahr vollendete Bau vollständig klimaneutral betrieben werden können, so das Unternehmen.

Neue Mitarbeiter in Aussicht

Für das andere Werk, das bereits in diesem Jahr eröffnet werden soll, werde das Unternehmen nach den Entlassungen der vergangenen Jahre wieder neue Mitarbeiter einstellen können. Wieviele könne man noch nicht sagen.

Derzeit arbeiten für den Konzern deutschlandweit 15.700 Mitarbeiter, 7.000 davon im nordhessischen Melsungen. Weltweit beschäftigt B.Braun 63.000 Menschen, auch in Russland.

Herausforderungen der vergangenen Jahre überwunden

Das Untenehmen erlebe "anhaltend bewegten Zeiten", sagte Braun bei der Pressekonferenz. Gerade der Nahostkonflikt stelle den Familienbetrieb derzeit vor wirtschaftliche Herausforderungen. Daher müsse die gesamte Firma die "Widerstandskraft erhöhen".

Zuvor hatte die Corona-Pandemie das Unternehmen geschwächt. Außerdem sei bis vor kurzem die Nachfrage auf dem chinesischen Markt instabil gewesen, sagte Braun. Inzwischen habe sich der Konzern von den Krisen aber erholt und stabilisiert.

Keine Vier-Tage-Woche in Sicht

Schon seit Jahren beschäftigt B.Braun seine Mitarbeiter mit sogenannten Mehrarbeitsverträgen. Eine Vier-Tage-Woche sei dementsprechend weiterhin unwahrscheinlich. Diese käme erst dann in Frage, "wenn die Patienten entscheiden, nur vier Tage krank zu sein", so Braun.

Grund dafür sei auch, dass B.Braun weiterhin in Deutschland produzieren wolle und deshalb eine höhere Produktivität gefragt sei, als es eine Vier-Tage-Woche gewährleisten könne. "Die Welt wartet nicht auf Deutschland", sagte Braun dazu.

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