In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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    Brigitte Franzen wird neue HfG-Präsidentin

    Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin Brigitte Franzen wird neue Präsidentin der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach. Sie tritt voraussichtlich am 1. Oktober die Nachfolge von Bernd Kracke an, der die HfG 18 Jahre lang leitete.

    Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) sagte zu der Personalie, sie sei ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu noch mehr weiblichen Führungskräften in der hessischen Hochschullandschaft. Franzen ist die erste Frau an der Spitze der HfG.

    Ihr Vorgänger Bernd Kracke verlässt die Hochschule im September 2024. Minister Gremmels verwies als prägende Entscheidungen in Krackes drei Amtszeiten auf die Entscheidung für einen Neubau im Hafenviertel, das neue Konzept für die Höchster Porzellanmanufaktur und die Etablierung des Festivals B3.

    Die 58-Jährige Brigitte Franzen ist seit 2021 Direktorin des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt. Sie studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Architektur und moderne Kunst, Kulturanthropologie, Soziologie und Literaturwissenschaften in Karlsruhe, Wien und Marburg.

    Frau mit markanter schwarzer Brille
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    Großes Interesse an Wiesbadener Museum

    Draußen lange Warteschlangen, drinnen viele Selfies vor farbenfroher Kunst: Der Tag der offenen Tür im neuen Wiesbadener Museum Reinhard Ernst ist am Sonntag auf viel Interesse gestoßen. Das Angebot mit Rundgängen, Videovorführungen, digitalen Farbexperimenten und einem Workshop für Kinder war seit Wochen ausgebucht. Der offizielle Publikumsbetrieb startet am Dienstag.

    Videobeitrag

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    Museum Reinhard Ernst – großer Andrang zur Eröffnung

    hessenschau vom 24.06.2024
    Ende des Videobeitrags

    Wiesbadens Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende (SPD) sprach am Tag der offenen Tür vom ersten Museumsneubau seiner Stadt seit mehr als 100 Jahren und einer Kunstsammlung "von Weltgeltung". Das von Wiesbadener Bürgern "Zuckerwürfel" getaufte kubusartige Gebäude habe eine Ausstrahlung, "die über die Grenzen Europas hinausgeht". 

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    Beschluss gefasst: Keine Doppelmitgliedschaft in PEN und AfD

    Die Autorenvereinigung PEN-Zentrum Deutschland will keine Mitglieder der AfD in ihren Reihen. Eine Resolution, die eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei der Partei und im Schriftstellerverband untersage, wurde bei einer Mitgliederversammlung am Freitag in Hamburg einstimmig verabschiedet, wie das PEN-Zentrum Deutschland am Samstag mitteilte. Das PEN-Zentrum Deutschland wurde vor 100 Jahren gegründet und hat seinen Sitz in Darmstadt. Die Charta des PEN International verpflichtet die Mitglieder dazu, "jederzeit ihren Einfluss für das gute Einvernehmen und die gegenseitige Achtung der Nationen und für die Bekämpfung jedweder Form von Hass zu nutzen". Die AfD propagiere Ansichten und Ziele, die diesen Grundsätzen diametral entgegenstünden, hieß es in der Erklärung.

    Logo des PEN-Zentrums Deutschland
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    Bad Hersfelder Festspiele mit Festakt eröffnet

    Die Bad Hersfelder Festspiele sind eröffnet.

    Mit einem Festakt sind am Freitagabend die Bad Hersfelder Festspiele eröffnet worden. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) betonte in ihrer Festrede die Bedeutung des Freilicht-Theaterfestivals als Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches. "Gerade jüngere Menschen - Kinder und Erwachsene - an die Kultur und das Theater heranzuführen, halte ich für einen wichtigen und wertvollen Beitrag."

    Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bezeichnete die Festspiele laut Mitteilung als ein herausragendes Kulturgut in Deutschland. Sie seien "ein Segen für die schönen Künste".

    Als erste Premiere zur Eröffnung der 73. Festspiele stand am späten Abend "Die Dreigroschenoper" in der Stiftsruine auf dem Programm. Der Klassiker von Bertholt Brecht mit der berühmten Moritat von Mackie Messer zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Bühnenstücken und wird inszeniert vom Österreicher Michael Schachermaier. Die Hauptrolle spielt Simon Zigah.

    Gezeigt werden bis zum Ende der Festspiele am 18. August vier weitere Inszenierungen, darunter das Musical "A Chorus Line", das am Samstagabend (21 Uhr) erstmals über die Bühne geht, und das Stück "Das kleine Gespenst" für jüngere Zuschauer.

  • Bad Hersfelder Festspiele starten mit Festakt und Premieren

    Nach langen Planungen und vielen Proben geht es nun los: Die Bad Hersfelder Festspiele werden am Freitagabend mit einem Festakt eröffnet. Anschließend geht die Eröffnungspremiere in der Stiftsruine über die Theaterbühne: "Die Dreigroschenoper". Am Samstag folgt die Premiere des Musicals "A Chorus Line". Auf dem insgesamt fünf Produktionen umfassenden Spielplan steht auch das Theaterstück "Wie im Himmel" (Premiere: 26. Juli).

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    Kevin Kühnert predigt auf dem Open Flair

    Kirche, Kühnert und KI: Beim Open Flair in Eschwege gibt es in diesem Jahr einen besonderen Gast. Zum Gottesdienst bei dem Rockfestival wird kein Bischof predigen, sondern Kevin Kühnert, Jungstar und Generalsekretär der SPD. Was den Politiker auf die Kanzel treibt? Die ewige Frage: Was ist Wahrheit! Er will nach eigenen Angaben zeigen, wie Künstliche Intelligenz unsere Sicht auf die Wahrheit ändert.

    Das Open Flair Festival in Eschwege
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    Wortmeldungen Literaturpreis wird verliehen

    Frank Witzel, in Wiesbaden geboren und 2015 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, denkt in seinem Essay "Die Möglichkeit einer Mickey Maus" über den Abschied nach. Dafür wird ihm am Freitagabend im Schauspiel Frankfurt der Wortmeldungen Ulrike Crespo Literaturpreis überreicht. "Was Abschiede mit Menschen machen, wie wir uns ihnen nähern können, ohne sie zu trivialisieren – das lehrt uns dieser Text", heißt es in der Begründung der Jury. Mit dem Preis zeichnet die Crespo Foundation herausragende kritische Kurztexte aus, die sich mit gesellschaftsrelevanten Themen beschäftigen.

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    Frank Witzel über unwillkürliche Abschiede

    Frank Witzel
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    Die Langeweile vor der Revolution - "Der Feind" heute ganz aktuell

    Das Theater Willy Praml in Frankfurt hat "Der Feind" von Julien Green ins Programm genommen. Der französische Schriftsteller war kein Freund der Revolution, aber gerade das kann ja den Blick schärfen. Sein Stück spielt 1785, also vier Jahre vor der Französischen Revolution, was die Protagonisten noch nicht wissen, jedoch ahnen können. Es fällt schwer, bei dem Stück aus dem Jahr 1954 nicht an das Frankreich von heute zu denken, das auch kurz vor einer Revolution zu stehen scheint, findet hr2-kultur-Reporter Mario Scalla.

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    "Der Feind" von Julien Green: Die Langeweile vor der Revolution

    Theater Willy Praml: Der Feind
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    Das gibt es im neuen Museum Reinhard Ernst zu sehen

    Die Presse war schon drin, am Sonntag geht es dann für alle los: Das Museums Reinhard Ernst (mre) öffnet seine Türen in Wiesbaden und präsentiert sich und die große Sammlung abstrakter Kunst nach 1945 dem Publikum. Großformatige Werke, großzügige Räume und ein spektakulärer Museumsbau, den zumindest die Wiesbadener schon von außen kennen. Was Sie erwartet, lesen Sie hier. Und Bilder vorab gibt es in der Bildergalerie:

    Bildergalerie

    Bildergalerie

    Spektakulärer Bau: Blick ins Reinhard Ernst Museum in Wiesbaden

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    Steinzeitliche Siedlung in Reichelsheim freigelegt

    In einem Neubaugebiet im Reichelsheimer Stadtteil Weckesheim (Wetterau) sind bei Bauarbeiten die Überreste einer rund 6.500 Jahre alten steinzeitlichen Siedlung gefunden worden. Laut Archäologin Johanna Trabert geben die Funde wie Scherben, Mahlsteine, Gefäße und Verfärbungen der Erdschichten Auskunft über die Lebensweise der Rössener-Kultur, der die Siedlung zugeordnet wird.

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Volk, das von Ackerbau und Viehzucht lebte, noch deutlich über den heutigen Stadtteil Weckesheim hinaus verbreitet war: Im rund 13 Kilometer entfernten Wölfersheim-Berstadt ist 2021 die bislang größte Rössener-Siedlung in ganz Deutschland ausgegraben worden. Das Neubaugebiet in Reichelsheim soll nach den Ausgrabungsarbeiten weitergebaut werden, die Funde sollen ins Landesarchiv in Wiesbaden gehen.

    Archäologin Johanna Trabert mit Fundstücken aus Reichelsheim.
  • Dach der Synagoge in Michelstadt erstrahlt in (fast) neuem Glanz

    Schöne rote Ziegel schmücken jetzt das Dach der Synagoge in Michelstadt – nur in der Mitte sind mehrere Reihen von den alten, grauen und wettergegerbten Ziegeln noch zu sehen. Die historischen Dachziegel sollen daran erinnern, wie die Synagoge vorher ausgesehen hat.

    Nach monatelangen Arbeiten ist das Dach jetzt fertig. Die sind deutlich umfangreicher ausgefallen als ursprünglich geplant: Insgesamt rund 36.000 Euro hat die Erneuerung gekostet. Neben der Abdeckung, mussten auch eine Unterkonstruktion und ein Tragwerk teilweise neu gemacht werden.

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    Neue Dachziegel für die Synagoge in Michelstadt

    Jüdische Synagoge in Michelstadt
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  • Ausstellung von Geflüchtetem aus dem Iran in Frankfurt

    Als Atish sich mit 14 Jahren im Iran als queer outet, verstößt ihn seine Familie. Als Teenager flieht er allein in die Türkei, dann weiter nach Griechenland. Seit zwei Jahren lebt er in Frankfurt in einem Savehouse für queere Geflüchtete der AIDS-Hilfe. Nun sind im Frankfurter Moya Café in Bockenheim seine Werke in einer kleinen Ausstellung zu sehen.

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    Proteste gegen Rammstein-Konzerte angekündigt

    Über ein Jahr ist es her, dass mehrere Frauen dem Rammstein-Sänger Till Lindemann mutmaßliche sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch vorwarfen. Seit Mai tourt die Band wieder durch Deutschland – samt Peniskanone.

    Die Initiative "Keine Bühne für Täter FFM" kündigte jetzt eine Protestaktion gegen die Rammstein-Konzerte am 11., 12. und 13. Juli 2024 vor dem Frankfurter Waldstadion an. Sie kritisiert, dass mutmaßliche Täter ohne Konsequenzen ihre Karriere fortsetzen könnten und fordert in einem bundesweiten Zusammenschluss Betroffenenschutz statt Täterschutz und eine Wiederaufnahme der Ermittlungen.

    Till Lindemann bestreitet die Vorwürfe. Ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wurde im August vergangenen Jahres eingestellt.

  • Hessen beim Filmfest München

    Kommende Woche beginnt das renommierte Filmfest München. Aus Hessen feiern vier Filme und eine Serie Premiere und bringen unter anderem politische Spannung auf die Leinwand. Wie das Kunstministerium mitteilte, gehen die vier Filme zudem mit acht Nominierungen ins Rennen um den Förderpreis Neues Deutsches Kino. Mit dabei sind demnach der Immigrationsthriller "Klandestin" mit Barbara Sukowa, die deutsch-französische Koproduktion "XOFTEX", der Genrefilm "Frisch", der Dokumentarfilm "Die Schule der Frauen" und die achtteilige Vampir-Serie "Love Sucks".

    Barbara Sukowa
  • Urlaubsgefühle in Bensheim

    Auch wenn das Wetter noch nicht mitmacht: Ab Mittwoch verwandelt sich der Beauner Platz in Bensheim wieder in einen Ort für Urlaubsgefühle. Das Stadtmarketing hat mit tonnenweise Sand ein Beachvolleyballfeld in der Innenstadt angelegt. Auch die Kleinsten können im Sand spielen - Spielzeug muss man allerdings selbst mitbringen. Für alle, die es nicht ganz so sandig mögen, sind Körbe aufgebaut - alles ganz nach dem Motto: Summer in the city.

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    Summer in the city in Bensheim

    Blick am 13.04.2015 von den Weinbergen der Bergstraße auf das südhessische Städtchen Bensheim mit der katholischen Pfarrkirche St. Georg.
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    Literaturpreis Fulda an Konstantin Ferstl

    Am Mittwochabend verleiht die Stadt Fulda ihren Literaturpreis des Jahres 2024 an Konstantin Ferstl. Wie die Stadt mitteilte, hatte eine fünfköpfige Jury seinen Debütroman "Die blaue Grenze" (August 2023) als das bedeutendste Romandebüt der Buchsaison Herbst 2023/Frühjahr 2024 gewürdigt. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die Verleihung beginnt um 19 Uhr im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses.

    Konstantin Ferstl
  • Caricatura Frankfurt erhält Halbritter-Zeichnungen

    Das Caricatura-Museum in Frankfurt hat Briefe und Zeichnungen des Frankfurter Zeichners und Karikaturisten Kurt Halbritter (1924-1978) erhalten. Bei den Stücken aus England handele es sich um Arbeiten aus der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft und um die Korrespondenz mit einer befreundeten englischen Quäker-Familie, teilte die Caricatura am Dienstag mit.

    Die Erfahrungen des Mitgründers der Satirezeitschrift "Pardon" im Krieg und der anschließende Kontakt mit der pazifistisch geprägten Quäker-Gemeinde hätten die spätere Haltung des Karikaturisten beeinflusst.

  • Probenbeginn "Wie im Himmel" in Bad Hersfeld

    In Bad Hersfeld beginnen am Dienstag die Proben für das Stück "Wie im Himmel" für die Bad Hersfelder Festspiele. Mit dabei ist Pop- und Musicalsängerin und Schauspielerin Sandy Mölling als Gabriella. Mölling wurde mit der Girlgroup No Angels bekannt.

    In "Wie im Himmel" werden ernste Themen wie Misshandlung und häusliche Gewalt angesprochen. "Meine Figur steht ganz oben auf der Liste", so Mölling. "Aber irgendwann befreit sie sich und erblüht zu neuem Leben." Am 26 Juli ist die Premiere in der Stiftsruine.

  • Jürgen Habermas: 95 und kein bisschen leise

    Er gilt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genießt weltweite Anerkennung. Bekannt ist Jürgen Habermas aber nicht zuletzt als streitbarer Intellektueller, der sich seit inzwischen rund sieben Jahrzehnten immer wieder in politische Debatten einschaltet. "Öffentliches Engagement" sei "die wichtigere Aufgabe der Philosophie", stellte Habermas einmal klar. Am Dienstag wird der Philosoph und Soziologe 95 Jahre alt.

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    Zwölf neue Stolpersteine werden in Darmstadt verlegt

    Am Dienstag, werden in Darmstadt zwölf neue Stolpersteine verlegt. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 13 Uhr in der Alicenstraße 20. Dort wird ein Stein für Otto Andreas Raupp verlegt. Zwei weitere Steine werden um 13.30 Uhr in der Alicenstraße 15 für Jenni und Hermann Simon verlegt. Um 13.50 Uhr wird am Mathildenplatz 4 ein Stein für Auguste Ranis verlegt. Um 14.45 Uhr werden auf dem Julius-Landsberger-Platz vier Steine verlegt: für Johanna Mathilde Oberndorf, Klara Hirsch, Simon Mainzer und Leopold Hoffmann. Um 15.30 Uhr werden in der Bleichstraße 40 die Steine für Sophie Hofmann, Siegfried Hofmann, Lina Marx und Frieda Lehmann verlegt.

    Das Projekt "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfern durch die nationalsozialistische Diktatur.

    Ein Mann mit Hut verlegt umgeben von Menschen Stolpersteine im Pflaster.
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    Oper Frankfurt präsentiert "La Juive" zeitgemäß

    Fromental Halévys Grand Opéra "La Juive" in der Premiere an der Oper Frankfurt: Das Stück spielt vor dem Hintergrund des Konzils von Konstanz 1414 – dort sollte die Einheit der Kirche wiederhergestellt werden. Rachel ist die Tochter des jüdischen Goldschmieds Eleazar, hat sich in einen Mann verliebt (der nur vorgibt, Jude zu sein), hat ein Verhältnis mit ihm (er heißt in Wirklichkeit Leopold, ist christlicher Reichsfürst und mit der Nichte des Kaisers verheiratet...). Das findet sie heraus und klagt Leopold als Verführer an – und als Christen, der sich mit einer Jüdin eingelassen hat. Eleazar, Rachel und Leopold werden zum Tode verurteilt. Und dieser Spirale aus Rache, Hass, Antisemitismus und Liebe versuchen sich die drei zu entkommen. Erschreckend aktuell, findet hr2-kultur-Reporter Bastian Korff: eine gespaltene Gesellschaft auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind.

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    Zeitgemäß, stimmgewaltig, erschütternd gut: "La Juive" an der Oper Frankfurt

    La Juive an der Oper Frankfurt
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  • Weber bleibt Schauspiel-Intendant bis 2030

    Anselm Weber, Schauspiel Frankfurt

    Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Montag einer Vertragsverlängerung von Anselm Weber als Intendant und Geschäftsführer der Städtischen Bühnen Frankfurt zugestimmt. Damit leitet Anselm Weber über Juli 2027 hinaus für weitere drei Jahre – bis August 2030 – das Schauspiel Frankfurt. "Anselm Weber macht Theater für die Stadt und steht für ein Schauspiel als Ort der Teilhabe und zugleich der qualitativ hochwertigen künstlerischen Auseinandersetzung", sagt Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

  • Point-Alpha-Preis an Dalia Grybauskaitė verliehen

    Für ihren Einsatz zur Wahrung des Friedens in Europa ist die frühere litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė mit dem Point-Alpha-Preis ausgezeichnet worden. Die 68-Jährige erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag bei einer Feierstunde in der Gedenkstätte Point Alpha bei Rasdorf (Fulda) an der hessisch-thüringischen Landesgrenze. Grybauskaité war von 2009 bis 2019 Staatsoberhaupt des baltischen EU- und Nato-Mitglieds Litauen, das an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus grenzt. In der Ukraine-Krise gehörte sie während ihrer Amtszeit zu den lautesten Kritikern Moskaus.

    Seit 2005 werden mit dem Point-Alpha-Preis Verdienste um die deutsche und europäische Einigung in Frieden und Freiheit ausgezeichnet. Der Name bezieht sich auf den historischen Ort Point Alpha, einen ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt in Hessen - heute eine Mahn-, Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte.

    Dalia Grybauskaité, ehemalige litauische Staatspräsidentin und Preisträgerin des Point-Alpha-Preises 2024
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    Maler, Autor, Illustrator: Ferry Ahrlé zum 100. Geburttstag

    Heute wäre er 100 Jahre alt geworden: Der Frankfurter Maler, Autor und Entertainer Ferry Ahrlé schuf unter anderem in den 1950er-Jahren Filmplakate zu Filmen von Fellini, Bergmann, Buñuel, Truffaut  und Polanski. Bekannt wurde er auch in den 1980er-Jahren durch die TV-Serie "Sehr ähnlich, wer soll's denn sein", in der er sich mit seinen Gesprächspartnern unterhielt und sie gleichzeitig zeichnete. Es folgten Werk-Zyklen zum Leben und Werk von E.T.A. Hoffmann und zu Gedichten von Johann Wolfgang Goethe, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz.

    Der in Frankfurt geborene Künstler wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Hessischen Verdienstorden und der "Goethe-Plakette" der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Ahrlé starb am 4. April 2018 in Frankfurt. Seine Witwe Sigrid Ahrlé übergab den gesamten Nachlass der von ihrem Mann für deutsche Kinos entworfenen Filmplakate in Form einer Schenkung dem DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt.

    Ferry Ahrlé
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    Bundesverdienstkreuz für Stifterehepaar Sonja und Reinhard Ernst

    Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist am Samstagabend das Stifterehepaar Reinhard und Sonja Ernst ausgezeichnet worden. Ihre gleichnamige Stiftung fördert Kunst und Kultur sowie Orte des Zusammenlebens und des Lernens wie etwa die Musikschule Eppstein. Das jüngste Großprojekt ist das zur Gänze stiftungsfinanzierte Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden, das am kommenden Sonntag eröffnet wird. Das Museum zeigt ausschließlich abstrakte Kunst aus Europa, den USA und Japan von 1945 bis in die Gegenwart, alles aus dem Privatbesitz der Eheleute Ernst.