In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Top-Thema

    Riesen-Rembrandt geht auf Reisen

    Fünf Monate vor Beginn der großen Rembrandt-Ausstellung im Städel-Museum reist eines der Hauptwerke aus Frankfurt nach Kanada. Am Montag wurde "Die Blendung Simsons" für den Transport verpackt. Das zwei mal drei Meter große Gemälde aus dem Jahr 1636 wird in der Ausstellung "Rembrandt in Amsterdam. Creativity and Competition" in der National Gallery Ottawa gezeigt.

    Im Anschluss ist die Schau unter dem Titel "Nennt mich Rembrandt!" in Frankfurt zu sehen. Nachdem die Ausstellung wegen der Corona-Pandemie 2020 verschoben worden war, soll sie vom 6. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 gezeigt werden. Thema ist Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Neben Werken aus dem Bestand des Städel sind Leihgaben internationaler Museen und Sammlungen zu sehen.

    Die Blendung Simsons, 1636
  • "Weißer Bembel" für "streetline"-Regie-Duo

    Der Film "streetline" über einen früheren nepalesischen Straßenjungen von Justin Peach und Lisa Engelbach ist als bester regionaler Langfilm des 14. "Lichter-Filmfests" ausgezeichnet worden. Das Mainzer Regie-Duo erhielt für die Produktion den "Weißen Bembel" und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro, wie die Veranstalter am Montag in Frankfurt mitteilten.

    Den mit 1.000 Euro verbundenen Preis für den besten regionalen Kurzfilm bekam Jennifer Kolbe für "MILK", der unter anderem die Massentierhaltung thematisiert. Der "Storytelling Award" (1.000 Euro) ging an "Replacments - Penggantian" von Jonathan Hagard. Das Werk "Motor" des Künstlerkollektivs Frankfurter Hauptschule gewann den 11. "Lichter Art Award". Eine lobende Erwähnung erhielt "Piknik" von Silke Körber.

    Das "Lichter Filmfest" zeigte vom 27. April bis 2. Mai insgesamt 80 Filme, von internationalen Produktionen bis hin zu Kurzfilmen aus der Region. Sie sind noch bis zum 9. Mai abrufbar.

    Werbeplakat Lichter Filmfest
  • Auftakt zur "Woche der Meinungsfreiheit"

    Von heute an bis zum 10. Mai gibt es eine Vielzahl von Online-Veranstaltungen zur bundesweiten "Woche der Meinungsfreiheit". Initiator der Aktionen, die die Menschenrechte im In- und Ausland stärken sollen, ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt.

    Loge Woche der Meinungsfreiheit - 3. bis 10. Mai 2021 - Sprechblasen

    Weltweit sei es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Menschen in vielen Ländern würden verfolgt, verhaftet und getötet, nur weil sie ihre Meinung sagten. In Deutschland schüchterten Hass und Hetze Menschen ein und brächten sie zum Schweigen. "Wir müssen uns für die Meinungsfreiheit engagieren, wir müssen sie nutzen, sonst verlieren wir sie", sagte Skipis.

    Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer sind unter anderem Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer, Cosma Shiva Hagen, Wolfgang Niedecken und Michel Friedman. Auch Sie können die Charta der Meinungsfreiheit unterzeichnen.

    Den Auftakt macht eine Lesung und Diskussion am Montag, 3. Mai, um 19 Uhr mit Schauspielerin Katja Riemann, Markus N. Beeko (Amnesty International Deutschland), Alexander Skipis (Börsenverein) und Esra Küçük (Allianz Kulturstiftung). Die Veranstaltung wird online übertragen.

  • Liebe, Rache, Eifersucht - ein Opernabend der großen Gefühle

    Die Oper Frankfurt ist weiter geschlossen, doch jeden Freitag gibt es um 19.30 Uhr ein digitales Programm. Am 7. Mai heißt es wieder "Oper Frankfurt zuhause" - diesmal mit einem Barockabend mit dem Titel "Pur ti miro! - Ich sehe Dich an". Liebe und Eifersucht, Lust und Verzweiflung, Rache und Todessehnsucht - fünf Sängerinnen und Sänger des Opernstudios und aus dem Ensemble entführen Sie in barocke Gefühlswelten.

    Die Veranstaltung wurde vorab auf der Bühne des Opernhauses aufgezeichnet und ist über die Internetseite der Oper bzw. deren Kanäle bei Youtube und Facebook abrufbar. Die digitalen Veranstaltungen der Oper Frankfurt sind kostenlos, doch Unterstützung ist willkommen.

    Florina Ilie (Sopran) und Theo Lebow (Tenor)
  • Top-Thema

    Darmstädter Heinerfest abgesagt

    Das Darmstädter Heinerfest sollte so etwas wie das Licht am Ende des Tunnels sein, doch daraus wird nichts: Die Veranstalter haben das Volkfest Anfang Juli abgesagt, auch andere Volksfeste stehen auf der Kippe. Obwohl einige Konzepte zum Schutz der Besucher und Besucherinnen auf dem Tisch gelegen hätten, habe man sich für eine Absage entschieden. Die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 sei zu hoch. Bereits im vergangenen Jahr fand das Heinerfest aufgrund der Pandemie nicht statt. Mit rund 700.000 Besuchern und Besucherinnen gehört das Heinerfest zu den größten Innenstadtfesten Deutschlands.

  • Fünf Gründe, warum Kassel das Graffiti-Mekka Hessens ist

    Legale Flächen, eine bunte Szene und Motive weltweit agierender Künstler. In Kassel lässt sich eine große Vielfalt an Streetart entdecken - und das ganz Corona-konform unter freiem Himmel. Erfahren Sie die fünf Gründe, die Kassel zum Graffiti-Mekka machen.

  • Haftbefehl veröffentlicht siebtes Album

    Auf das "Weiße Album" folgt nun das "Schwarze Album": Heute erscheint das siebte Album des Offenbacher Rappers Haftbefehl. Es ist deutlich düsterer als seine Vorgänger - unter anderem verarbeitet Aykut Anhan, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, darin den Selbstmord seines Vaters.

    Ein Team von "ttt - Titel Thesen Temperamente" hat ihn für ein Interview in Frankfurt getroffen und über die Arbeit an seinem neuen Album gesprochen.

  • Top-Thema

    Bad Hersfelder Festspiele erst im Juli

    Statt wie geplant am 25. Juni sollen die Bad Hersfelder Festspiele erst am 1. Juli mit einer Bühnenversion des Hollywoodfilms "Der Club der toten Dichter" eröffnet werden. Das teilten die Veranstalter am Donnerstag nach einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit. Danach folgen eine Uraufführung des Musicals "Goethe!" am 2. Juli und die Premiere des Stückes "Momo" am 3. Juli.

    Man gehe davon aus, dass die Corona-Situation sich durch Impfen und Testangebote entspanne und Theater unter freiem Himmel im Sommer möglich sein könne, erklärte die Festspiel-Leitung. Mit der Verschiebung werde wertvolle Zeit gewonnen, sodass "ab Juli mit Impfausweis und aktuellem Negativtest der Eintritt zu Veranstaltungen wieder erlaubt wird". Intendant Joern Hinkel erklärte: "Wir freuen uns auf den Festspiel-Sommer und sind zuversichtlich, dass die Aufführungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wie geplant stattfinden können".

  • Top-Thema

    Eröffnung der Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe verschoben

    Die traditionelle Eröffnung der Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe muss wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Der Betrieb sei wegen der aktuell geltenden Kontakt- und Betriebsbeschränkungen im gesamten Mai voraussichtlich nicht möglich, erklärte Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Gemeinsam mit den zuständigen Ordnungsbehörden werde derzeit geprüft, ob die Wasserspielsaison in diesem Jahr eventuell zu einem späteren Zeitpunkt starten kann.

    Bis auf das Aussetzen der historischen Inszenierung während der Weltkriege und im Pandemie-Jahr 2020 fanden die Wasserspiele seit ihrer Fertigstellung vor über 200 Jahren immer in regelmäßigen Abständen und zu festgesetzten Terminen statt. Das Schauspiel hat über die Jahrhunderte hinweg nicht nur die Kasseler Bevölkerung, sondern Menschen aus der ganzen Welt begeistert.

    Menschen schauen sich eine Wasserfontäne an
  • Top-Thema

    Grünes Licht für Senckenberg-Sanierung

    Das Senckenberg-Museum in Frankfurt soll für mehr als 300 Millionen Euro saniert und erweitert werden. Der Verwaltungsrat der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hatte am Mittwochabend grünes Licht für den Start gegeben.

    Wie das Museum mitteilte, würde sich das Konzept "Neues Senckenberg Museum Frankfurt" über zwölf Jahre erstrecken und nach aktuellem Stand insgesamt rund 316 Millionen Euro kosten. Klement Tockner, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, bezeichnete die Sanierungsmaßnahmen als "Jahrhundertchance, das Museum auf Weltniveau als wirkvollen Ort für den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft neu zu entwickeln".

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    Schirn plant 2022 Chagall-Ausstellung

    Die Schirn-Kunsthalle in Frankfurt hat ihr Ausstellungsprogramm für die Zeit nach dem Lockdown vorgestellt. Ab dem 8. Oktober widmet sie unter anderem der Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) eine umfassende Retrospektive mit 120 Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen. Die Ausstellung soll neben Serien und Bildmotiven auch Modersohn-Beckers außergewöhnlichen Malduktus, ihre künstlerischen Methoden sowie die widersprüchliche Rezeption ihres Werks zeigen.

    Ein Jahr darauf stellt die Schirn Marc Chagall (1887-1985) in den Mittelpunkt. Unter dem Titel "Welt in Aufruhr" beleuchtet die Schau ab dem 4. November 2022 Chagalls Werke der 1930er- und 1940er-Jahre. In mehr als 100 Gemälden, Papierarbeiten, Fotos und Dokumenten nähert sich die Ausstellung der Suche Chagalls nach einer Bildsprache im Angesicht von immer aggressiver werdendem Antisemitismus.

  • Struwwelpeter-Brunnen nach Sanierung wieder in Betrieb

    Seit 2019 war er außer Betrieb, jetzt sprudelt er wieder: der Struwwelpeter-Brunnen an der Frankfurter Hauptwache. Seit 1985 zeigt der von Bildhauerin Franziska Lenz-Gerharz gestaltete Bronzebrunnen in der Innenstadt den Struwwelpeter und andere bekannte Figuren des beliebten Kinderbuchklassikers.

    Struwwelpeter-Brunnen an der Frankfurter Hauptwache nach Sanierung wieder in Betrieb

    Die Sanierungsarbeiten umfassten unter anderem Ausbesserungen im Technikraum des Brunnens, eine Erneuerung der Sanitärtechnik und des Brunnenbeckens sowie die Reinigung der Brunnenfigur. Die Gesamtkosten für die Arbeiten belaufen sich auf rund 75.000 Euro.

    Weil das Coronavirus nicht über das Wasser übertragbar ist und der Brunnen gechlort wird, stand einer Inbetriebnahme trotz Pandemie nichts im Wege. Zur Sicherheit sollten aber die Abstandsregelung eingehalten und ein Mundschutz getragen werden.



  • Top-Thema

    Lichter Filmfest bringt Hollywoodglanz nach Frankfurt

    Vom 27. April bis 2. Mai sind beim Lichter Filmfest unter anderem 18 internationale und 13 regionale Filme und Dokumentationen zu sehen - wie im vergangenen Jahr coronabedingt on demand. Auf dem erstklassig kuratierten Programm stehen oscarnominierte Filme wie "Quo vadis Aida" der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic oder Dokumentationen wie "Wer wir waren" von Erfolgsregisseur Marc Bauder.

    Lichter rückt aber regionale Filme aus Hessen in den Vordergrund - wie "Eine Handvoll Wasser" mit Altstar Jürgen Prochnow, der unter anderem in Eschborn gedreht wurde oder "Trübe Wolken", den Debütfilm des jungen Herborner Regisseurs Christian Schäfer mit Schauspieler Devid Striesow.

  • Top-Thema

    documenta öffnet Web-Plattform

    Als Hommage an den 2019 verstorbenen documenta-Kurator Okwui Enwezor öffnet das documenta archiv am 29. April eine virtuelle Plattform mit historischen Materialien, darunter Katalogbeiträge, Texte, Videos und Fotos. Hinzu kommen neue Beiträge von Kuratorinnen und Kuratoren, Künstlerinnen und Künstlern sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern Enwezors.

    Damit gewährt das documenta archiv erstmals freien Zugang zu Plattformtexten der documenta 11 aus dem Jahr 2002. Der in Nigeria geborene Okwui Enwezor wurde damals als erster Nicht-Europäer documenta-Leiter. Das Projekt Platform6 greift seine Idee von verschiedenen Diskussionsplattformen zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Themen auf.

  • Frankfurter Wasserhäuschen-Pächter zwischen Sorge und Hoffnung

    35 Frankfurter Wasserhäuschen-Betreibern ist gekündigt worden, denn es gab Streit zwischen der Stadt und dem Zwischenpächter. Nun sorgen sich die Betreiber um ihre Existenz - und um einen Teil Stadtkultur.

  • Hessens größte Graffiti-Wand steht in Darmstadt

    Die sogenannte "Lincoln Wall" in Darmstadt ist eine Art Kunstgalerie im Freien: Auf rund 700 Metern Länge und vier Metern Höhe zieren weit über 100 Graffiti das einst graue Betonbauwerk. Mit ihren fast 3.000 Quadratmetern Fläche ist sie die größte legale Leinwand für Graffiti-Künstler in Hessen - und zieht sogar Streetart-Künstler aus der ganzen Welt an.

  • Schauspieler Christian Ehrich verteidigt Aktion #allesdichtmachen

    53 Schauspielerinnen und Schauspieler haben im Rahmen der Protest-Aktion #allesdichtmachen ironische Videos über die Corona-Politik ins Netz gestellt. Für die einen war es eine lange überfällige Kritik an den Maßnahmen, für die anderen ein Dammbruch. Unter den Beteiligten sind große Namen wie hr-"Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur, Meret Becker, Jan-Josef Liefers, Wotan Wilke Möhring und Nadja Uhl.

    Die Aktion hat eine scharfe Debatte ausgelöst. hr-Kultur-Redakteur Christoph Scheffer sieht in der Aktion eine zynische Verharmlosung der Gefahr, wie er in seinem Kommentar schreibt. Mittlerweile distanzieren sich auch immer mehr Unterstützer und ziehen ihre Videos zurück. Christian Ehrich, Schauspieler am Staatstheater Kassel und in diversen TV-Produktion, erklärt im Interview mit hessenschau.de seine Motivation, sich an der Aktion zu beteiligen und räumt Fehler ein.

  • Top-Thema

    Hanau verschiebt Grimm Festspiele

    Die Stadt Hanau verschiebt die Brüder Grimm Festspiele vom Mai auf den Spätsommer. Nach derzeitigem Stand sollen die Aufführungen der Saison vom 1. Juli bis 31. August im Amphitheater stattfinden. Sonst starten die Festspiele im Mai. Derzeit lasse das Infektionsgeschehen Veranstaltungen nicht zu, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Freitag. Die Verantwortlichen aber davon aus, dass sich die Situation durch Impfen, Testen und den umsichtigen Umgang miteinander in den nächsten Wochen entspannen und im Juli die Rückkehr in ein Leben mit mehr Freiheiten möglich werde.

    Brüder Grimm Festspiele Hanau: Schneewittchen
  • Digitale Buchclubs boomen

    Lesen und darüber reden: In Corona-Zeiten liegen digitalen Buchclubs auf den unterschiedlichsten Plattformen im Trend. Drei Mitglieder erzählen, was sie daran besonders reizt.

  • Top-Thema

    hr-Bigband spielt Daft Punk

    Daft-Punk-Nostalgiker aufgepasst: Zusammen mit der Funk-Band Scary Pockets aus Kalifornien hat die hr-Bigband eine transatlantische, corona-konforme Produktion gemacht und ein Cover des Daft-Punk-Songs "Harder, Better, Faster, Stronger" aufgenommen. Ein wenig Unterhaltung in diesen kulturarmen Corona-Zeiten und eine Hommage an das französische Duo, das sich vor kurzem aufgelöst hat.

    Videobeitrag

    Video

    zum hr-bigband.de Video Scary Pockets feat hr-bigband

    Musiker und Grafik
    Ende des Videobeitrags
  • VGF startet Zeitreise durch ihre Geschichte

    Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft (VGF) feiert am 1. August 2021 ihren 25. Geburtstag. Dazu hat sie ihre Geschichte digital aufbereitet, wie sie am Donnerstag mitteilte. Auf der Website zeitmaschine.vgf-ffm.de bekommen Nahverkehrsfans, Stadtinteressierte und Kunden einen interaktiven Einblick in die Unternehmensgeschichte der VGF.

  • Top-Thema

    Apple-Design hat Vorbild in Hessen

    Ob iPhone oder iMac: Das Design der Firma Apple hat ein Vorbild in Hessen. Darauf weist der Kunsthistoriker Klaus Klemp anlässlich einer neuen Ausstellung über den Designer Dieter Rams hin. Rams, der 1932 in Wiesbaden geboren wurde, prägte über Jahrzehnte das moderne und nüchterne Design von Elektrogeräten der Kronberger Firma Braun. Berühmt wurde sein "Schneewittchensarg", eine Kombination von Radio und Plattenspieler mit durchsichtigem Deckel aus dem Jahr 1956.  

    Bei den Entwürfen der ersten Produkte orientierte sich Apple an der Arbeit von Rams, sagt Klemp - etwa beim "Verzicht auf Ornamente und der Verwendung haltbarer Materialien". Der langjährige Apple-Chefdesigner Jony Ive habe oft erklärt, wie viel er vom Design der Firma Braun gelernt habe. Einige von Dieter Rams entworfene Produkte - wie eine Kaffeemaschine, eine Zitruspresse oder auch ein Regalsystem - werden bis heute produziert. Mit seinem "langlebigen Design", das "sehr lange Zeit visuell erträglich ist", habe Rams auch zur Nachhaltigkeit von Produkten beigetragen, sagt der Experte.  

    Jetzt hat Klaus Klemp als Kurator eine Ausstellung über das Lebenswerk des heute 88-jährigen Rams zusammengestellt, die nach Wiedereröffnung der Museen im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen sein wird. Dazu ist im Phaidon-Verlag ein umfangreiches Werkverzeichnis der Arbeiten von Dieter Rams erschienen. Das gesamte Gespräch hören Sie im Podcast.

    Audiobeitrag

    Podcast

    Zum Artikel auf hr-inforadio.de Design-Klassiker für die Zukunft - Das Werk von Dieter Rams

    Dieter und Ingeborg Rams Stiftung
    Ende des Audiobeitrags
  • Frankfurter Traditions-Kino muss schließen

    Das traditionsreiche Frankfurter Kino Eldorado ist Geschichte. Wie die Betreiber am Mittwoch mitteilten, muss das bereits 1912 unter anderem Namen gebaute Arthouse-Kino seine Tore schließen. Die Pächter-Familie Jaeger, die das Kino 1974 übernahm, habe sich "schweren Herzens" zu diesem Schritt entschlossen, hieß es. Das Kino ist wegen der Corona-Pandemie bereits seit 18. März 2020 geschlossen. Das Eldorado ist schon das zweite Frankfurter Traditionskino, das die Corona-Krise nicht übersteht. Bereits im Januar musste das Berger Kino nach knapp 40 Jahren den Betrieb einstellen.

    ELDORADO Kino Frankfurt
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    Hessen-Western mit Martin Wuttke im Ersten

    Filmtipp zum Mittwoch: Endfünfziger Ulrich Kainer (Martin Wuttke) erhält von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose. Getrieben von Erinnerungen an seine Kindheit auf dem Land beschließt er, sich in einem (fiktiven) hessischen Kaff das Leben zu nehmen. In Oberöhde bezieht er Quartier bei der alleinerziehenden Marie Abel (Britta Hammelstein). Durch allerlei absurde Verwicklungen wird er bald für einen Killer gehalten. Bald wird der einsame Cowboy, der einfach nur seine Ruhe haben will, von einem großkotzigen Ermittler (Justus von Dohnanyi) und einer Nazi-Truppe gejagt. Die schräge hr-Tragikomödie "Heute stirbt hier Kainer" läuft am 21. April um 20.15 Uhr im Ersten und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

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    Ausstellung über "Marburger Monuments Men"

    Ab Mittwoch weht ein ein Hauch von Hollywood durch Mittelhessen - zumindest virtuell: Das Staatsarchiv eröffnet die Online-Ausstellung "Monuments Men in Marburg". Das Archiv wurde kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs von den Amerikanern als Sammelstelle für Kunstschätze genutzt, die die Nationalsozialisten während des Krieges geraubt hatten. Der Kunstschutzoffizier Walker Hancock sicherte dort Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke - und war Vorlage für den Hollywoodstreifen "Monuments Men". Die Ausstellung in Marburg soll unter anderem zeigen, wie die Sammelstelle im Staatsarchiv entstanden ist.