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So wollen Hessens Städte in der Weihnachtszeit Energie sparen

Die Energiekrise zwingt auch die Städte zum Sparen. Weihnachtsmärkte und Innenstadtbeleuchtung soll es trotzdem geben - in den meisten Städten jedoch weniger üppig als sonst.

Wie stellen sich die hessischen Städe in der Weihnachtszeit aufs Energiesparen ein? Eine Umfrage des hr ergab: Die Empfehlung des Städtetages zur Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung wird von den Städten in der Praxis unterschiedlich ausgelegt.

Darmstadt begrenzt Weihnachtsmarktbeleuchtung

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich strikte Regeln zum Energiesparen auferlegt: Für den Weihnachtsmarkt sollen in diesem Zusammenhang kürzere Öffnungszeiten gelten. Die Beleuchtung der Stände ist auf die Zeit von 16 bis 21.30 Uhr und freitags bis samstags bis 22 Uhr begrenzt.

Lichterketten sollen mit LED-Birnen ausgestattet sein. Heizpilze und Infrarotheizungen sind untersagt. Zusätzlich verzichtet der Darmstädter Schaustellerverband in diesem Jahr auf die Weihnachtspyramide. Das Citymarketing hat angekündigt, die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt auf die Zeit von 16 bis 22 Uhr zu reduzieren.

Der Weihnachtsmarkt in Darmstadt beginnt am 21. November und endet am 23. Dezember 2022.

Frankfurt setzt auf Selbstverantwortung

Frankfurt hat seine traditionelle Weihnachtsbaumbeleuchtung schon vor Jahren nach und nach auf LED umgestellt. Der diesjährige Weihnachtsbaum auf dem Römer ist mit 26 Metern deutlich kleiner als die meisten seiner Vorgänger, damit ist auch weniger Beleuchtung notwendig. Den Standbetreibern mache die Stadt nach eigenen Angaben keine Vorgaben in Bezug auf die Beleuchtung und setzt auf deren Eigeninitiative, da diese selbst für die Energiekosten aufkommen müssten.

Viele Standbetreiber setzen demnach aber schon länger LED-Lichter ein. Ob und welche Einschränkungen es ansonsten bei der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt geben wird, ist nach Auskunft des Dachverbands der Gewerbevereine noch in der Diskussion.

Der Weihnachtsmarkt in der Frankfurter Innenstadt beginnt am 21. November und endet am 22. Dezember 2022.

Fulda schließt montags den Weihnachtsmarkt

Als wichtigste Energie-Sparmaßnahme hat sich die Stadt Fulda dazu entschieden, den Weihnachtsmarkt montags geschlossen zu halten - das entspanne zusätzlich auch noch die schwierige Personalsituation. In der Innenstadt soll die Beleuchtung der Gewerbetreibenden ab 22 Uhr abgeschaltet werden.

Für die von der Stadt angebrachte Weihnachtsbleuchtung wird eine Reduzierung von 50 Prozent angestrebt. Sie soll nur während der Weihnachtsmarktöffnungszeiten angeschaltet sein und so weit wie möglich aus LED-Technik bestehen.

Der Weihnachtsmarkt in Fulda beginnt am 25. November und endet am 23. Dezember 2022.

Kassel ersetzt Straßen- durch LED-Weihnachtsbeleuchtung

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Königsstraße - der Haupteinkaufsstraße Kassels - wurde vor Jahren bereits auf LED-Technik umgestellt. Deswegen sieht Kassel hier zunächst keinen Handlungsbedarf. Da die normale Straßenbeleuchtung in den Vorweihnachtswochen durch die Weihnachtsbeleuchtung ersetzt werde, gehe vom traditionellen Lichterglanz keine nennenswerte Energiebelastung aus, argumentiert die Stadt.

Der Weihnachtsmarkt in Kassel beginnt am 21. November und endet am 30. Dezember 2022.

Marburg ohne "O Du Fröhliche" und Heizpilze

Die Universitätsstadt hat sich eine ganze Reihe von Maßnahmen überlegt. Marburg wird zwar weihnachtlich beleuchtet – das aber deutlich reduziert. Statt vom 22. November bis zum 6. Januar wird die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr nur in der Adventszeit eingeschaltet. Statt von 7 bis 9 Uhr und von 16 bis 23 Uhr sollen die LED-Lampen außerdem nur von 16 bis 21 Uhr leuchten.

Außerdem verzichtet die Stadt in diesem Jahr auf die fünf großen Lichtketten mit Texten wie "Fröhliche Weihnachtszeit" und "O Du Fröhliche", da diese mehr Strom verbrauchen würden als die ganze übrige Beleuchtung. Die Stadt Marburg hofft, so den Stromverbrauch für die LED-Weihnachtsbeleuchtung zu halbieren.

Außerdem sind an den Stehtischen und Außenständen keine Heizpilze und Heizstrahler erlaubt. Glühwein darf ausschließlich über Zapfhahnanlagen ausgegeben werden. Die dekorative Beleuchtung der Stände, auf deren Dächern in den vorherigen Jahren Sterne und Geschenkpakete leuchteten, soll nun auf die Sterne reduziert werden.

Der Weihnachtsmarkt in Marburg beginnt am 25. November und endet am 23. Dezember 2022.

Offenbach reduziert Innenstadtbeleuchtung um die Hälfte

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Offenbacher Innenstadt soll nach Auskunft der Stadt um 50 Prozent reduziert werden. Auch die Beleuchtung auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt werde in diesem Jahr weniger üppig ausfallen als früher.

Der Weihnachtsmarkt in Offenbach beginnt am 14. November und endet am 29. Dezember 2022.

Wiesbaden beleuchtet weniger und kürzer

Auch die hessische Landeshauptstadt folgt der Empfehlung des Städtetages zur Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung und reduziert diese um 50 Prozent. Außerdem soll sie nur noch von 16 Uhr bis 20.15 Uhr angeschaltet werden.

Eine Ausnahme gibt es: Für den Sternschnuppenmarkt wird das bisherige Beleuchtungskonzept beibehalten. Für den Kindersternschnuppenmarkt auf dem Luisenplatz soll es zwar wieder eine Lichtinszenierung geben. Diese solle jedoch in Art und Umfang "angemessen reduziert werden", so die Stadt.

Der Weihnachtsmarkt in Wiesbaden beginnt am 22. November und endet am 23. Dezember 2022.

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