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"Place to plansch" - Freibadwetter in Hessen

Die Eisheiligen sind dieses Jahr "Heißheilige" - und bringen Temperaturen von bis zu 29 Grad nach Hessen. Da trifft es sich gut, dass viele Freibäder und Badeseen schon geöffnet haben - oder den Saisonstart vorziehen. Ein Überblick.

Handtuch auf die Liegewiese und ab ins Wasser! Abkühlung ist ab Dienstag in Hessen gefragt, denn das Thermometer klettert auf Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad. Den Eisheiligen scheint ihr Name dieses Jahr egal zu sein: Sie legen am Mittwoch mit bis zu 29 Grad sogar noch eine Schippe drauf.

Bestes Wetter also, um die Freibad-, Badesee- und Strandbad-Saison endgültig einzuläuten. Die Frankfurter Bäderbetriebe ziehen wegen des sonnigen Wetters sogar ihre Eröffnungstermine vor. Einige hessische Betreiber haben schon im April die Türen geöffnet - bisher noch bei recht frischen Außentemperaturen. Dank gelockerter Corona-Regeln fallen vielerorts Besucherbeschränkungen und Online-Ticket-Slots weg.

Zu Beginn der "Heißheiligen" verraten wir Ihnen, wo Sie in Ihrer Region schon jetzt erfrischende Bahnen ziehen können, und wo die Saison diese Woche beginnt - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Nordhessen

Fritzlar: Eder-Auen-Erlebnis-Bad , geöffnet seit 1. Mai. Montags ab 13 bis 20 Uhr, Dienstag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, Samstag 8 bis 20 Uhr und Sonntag 9 bis 20 Uhr.

Kassel: Im Auebad ist seit dem 30. April Schwimmen und Planschen im Freien wieder möglich. Dort soll dieses Jahr unter anderem eine neue "Highspeed-Rutsche" Badegäste anlocken. Die Freibäder Harleshausen und Wilhelmshöhe haben seit dem 1. Mai geöffnet.

Bad Hersfeld: Geistalbad, geöffnet seit 2. Mai, Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 19 Uhr.

Mittelhessen

Gießen: Das Freibad Ringallee hat seit Ende April geöffnet - täglich von 7 bis 20 Uhr. Auch das Gießener Westbad und das Freibad Lützellinden haben offen.

Limburg: Parkbad, geöffnet seit 1. Mai, täglich von 8 bis 20 Uhr.

Marburg: Freibad im Aquamar, geöffnet seit 9. Mai, täglich von 8 bis 19.45 Uhr. Der Niederweimarer See öffnet am Samstag, 14. Mai, alle seine Bereiche.

Osthessen

Alsfeld: Alsfelder Freibad, geöffnet seit 2. Mai. Erstmals seit der Pandemie gibt es dieses Jahr wieder dreimal pro Woche ein Frühschwimmen ab 7 Uhr.

Fulda: Freibad Rosenau, geöffnet seit 1. Mai, täglich 9 bis 20 Uhr.

Petersberg: Freibad Waidesgrund, geöffnet seit 1. Mai.

Schotten: Die Freibaderöffnung ist am Samstag, 14. Mai geplant. Man hoffe, "an die Besucherzahlen aus der Vor-Pandemie-Zeit anknüpfen zu können", sagte Dirk Schneider von der Stadtverwaltung.

Rhein-Main

Bad Soden: FreiBadSoden, geöffnet seit 1. Mai. Wegen gelockerter Corona-Regeln brauchen Besucherinnen und Besucher ihr Ticket dieses Jahr nicht mehr vorab online zu buchen.

Bruchköbel: Freibad in Bruchköbel, geöffnet seit 1. April, täglich von 9 bis 19 Uhr.

Dreieich: Parkschwimmbad, öffnet am Freitag, 6. Mai um 17 Uhr.

Frankfurt: Wegen der sonnigen Wettervorhersage öffnen einige Frankfurter Bäder früher ihre Pforten: Eröffnungstag im Freibad Silobad ist passend zum heißesten Tag der Woche am Mittwoch, 11. Mai (ab 9 Uhr). Das Bad ist dann täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Das Riedbad soll am 15. Mai aufmachen. Im Schwimmbad Hausen war schon am 30. April Anschwimmen (geöffnet täglich 6:30 bis 20 Uhr). Alle anderen Frankfurter Bäder sollen bis Ende Mai in die Saison starten, teilen die Bäderbetriebe mit.

Hanau: Freibadsaison-Start im Heinrich-Fischer-Bad ist am Sonntag, 15. Mai. Dort soll die Sauna wieder ohne Mittagspause und Besucherbegrenzung geöffnet werden. Einlass montags bis freitags von 6.30 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 20 Uhr.

Königstein: Die Freibadsaison hat am 8. Mai begonnen. "Die Zeitslots mit den sogenannten Schwimmblöcken und die Besucherbegrenzungen fallen erst einmal weg", teilte Bürgermeister Leonhard Helm im Vorfeld mit. Sollte sich die Lage ändern, gebe es aber ein Hygienekonzept und die Besucherzahl könne wieder begrenzt werden.

Langen: Hier braucht es noch etwas Geduld: Die Saison am Langener Waldsee beginnt am Samstag, 14. Mai - und damit erst nach den richtig heißen Tagen der Woche. Dank der gelockerten Corona-Regeln soll es dort dieses Jahr keine Begrenzung der Besucherzahlen mehr geben.

Niedernhausen: Waldschwimmbad, geöffnet seit 1. Mai.

Offenbach: Badesee Schultheisweiher, geöffnet seit 1. Mai.

Rodgau: Strandbad, geöffnet seit 30. April. Wer eine Jahreskarte hat, muss dieses Jahr kein Online-Ticket mehr zusätzlich lösen. 

Wiesbaden: Opelbad, geöffnet seit 1. Mai, täglich 7 bis 20 Uhr.

Südhessen

Bensheim: Basinus Freibad und Badesee, geöffnet seit Ende April, täglich von 8 bis 20 Uhr.

Darmstadt will die ersten Freibäder am Sonntag, 15. Mai öffnen. "Nach zwei Jahren mit erheblichen Einschränkungen im Schwimmbad-Betrieb freuen wir uns auf eine hoffentlich 'normale' Badesaison", teilte Stadtsprecher Klaus Honold mit. Man setze aber weiterhin auf einen verantwortungsvollen Umgang der Badegäste "mit der noch immer real existierenden Corona-Pandemie".

Heppenheim: Freibad geöffnet seit 1. Mai, täglich von 8 bis 20 Uhr.

Seeheim-Jugenheim: Freibad-Saisonstart am Freitag, 13. Mai (8 Uhr). Geöffnet immer montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Nach zwei Jahren mit Online-Ticket-System gibt es in diesem Jahr auch hier die Eintrittskarten wieder an der Schwimmbadkasse.

Einschränkungen beim Badespaß

Für die Betreiber der hessischen Bäder sind zwar das sonnige Wetter und die gelockerten Corona-Regeln ein Lichtblick. Allerdings haben sich 2022 auch neue Probleme aufgetan, die ihnen Sorgen bereiten: etwa steigende Energiekosten und ein verschärfter Personalmangel.

Viele Schwimmbäder suchen händeringend nach Kasse-Personal und Rettungsschwimmern. Die Pandemie habe die Not noch einmal größer werden lassen, sagen viele Betreiber. Vor allem schwächer besuchten Bädern drohen deswegen Einschränkungen oder sogar vorübergehende Schließungen.

In den Kiosken bangen Pächter derweil um Pommes und Bratwurst, seit wegen des Ukraine-Kriegs Sonnenblumenöl zur Mangelware geworden ist. "Unser Kioskpächter kämpft, um an das nötige Öl zu kommen", sagt zum Beispiel Marco Grein von der Gemeinde Niedernhausen (Rheingau-Taunus). Dennoch werde es auch in diesem Sommer Pommes im Waldschwimmbad geben.

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